Mi., 18. Oktober 2017
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Das Nadelöhr muss geschlossen werden!

Die B 9 wird voraussichtlich ab Ende Juli für eine Woche voll gesperrt / Umleitung wird derzeit erarbeitet

So wie hier an der Abfahrt zur EVONIK weist die Fahrbahn erhebliche Schäden auf.

So wie hier an der Abfahrt zur EVONIK weist die Fahrbahn erhebliche Schäden auf. Foto: Robert Lehr

VON ROBERT LEHR | Michael Kissel brachte es wieder mal auf den Punkt: Der Landesbetrieb Mobilität Worms (LBM), in Form von dessen Leiter Bernhard Knoop, habe im Rahmen einer „freundlichen Ankündigung, die einer Drohung gleichkommt“ mitgeteilt, dass die B 9 (Mainzer Straße) auf einer Länge von 450 Metern voll gesperrt werden müsse! Aus Gründen der Verkehrssicherheit seien die Arbeiten an der Fahrbahn zwischen der Pfrimmbrücke und der Abzweigung der Dr.-Otto-Röhm-Straße und der Bahnüberführung unumgänglich, so der Wormser Oberbürgermeister heute Mittag bei einem Ortstermin.

Zwar liefen ohnehin die Vorplanungen für einen vierspurigen Ausbau und die Ausweitung der Bahnüberführung, ergänzte Bernhard Knoop, doch erst 2018 solle das Planfeststellungsverfahren zur Beseitigung des Nadelöhrs beantragt werden. Für einen konkreten Baubeginn aber gebe es noch keine zuverlässigen Aussagen.

27.000 Fahrzeuge pro Tag
Rund 27.000 Fahrzeuge, von denen rund 20 Prozent LKW seien, passierten täglich die Strecke. Starke Spurrinnen und Fahrbahnaufbrüche machten eine umgehende Reparatur dieser Schäden im Dienste der Verkehrssicherheit unumgänglich. Ein Abfräsen der Fahrbahn und das Aufbringen einer neuen Asphaltdecke seien leider nur unter einer Vollsperrung möglich. Unter anderem der Schutz der Straßenbauarbeiter mache bei der geringen Spurbreite der Straße ein Arbeiten unter einer einspurigen Sperrung nicht möglich. Die Dauer der Arbeiten bzw. der Sperrung belaufe sich auf eine Woche inklusive der beiden Wochenenden – sofern die Witterung mitspiele, so Knoop, aber „als Straßenbauer „müsse man ein Optimist sein“. 

In enger Absprache mit der Stadt Worms habe man sich für Ende Juli entschieden. Der Termin liege in den Ferien und kollidiere auch nicht mit einer Großveranstaltung in Worms. Zu einer konkreten Umleitung konnte Bernhard Knoop noch keine Angaben machen. Sie werde in jedem Falle großräumig ausfallen. Zur Zeit sei man in intensiven Gesprächen mit der Stadt und auch den gewerblichen Anliegern. Diese seien für kommenden Dienstag beim LBM zu einem näheren Informationsgespräch eingeladen. Bis dahin hoffe man, eine Lösung gefunden zu haben. Auch die Öffentlichkeit werde dann nochmals genauer informiert. 

Die Baukosten beliefen sich für diese Maßnahme auf rund 630.000 Euro. Die Verkehrsteilnehmer bat er schon jetzt um ihr Verständnis für die unaufschiebbaren Arbeiten. 

Vorplanung für vierspurigen Ausbau läuft
In diesem Zusammenhang warf Bernhard Knoop auch Licht auf den bevorstehenden vierspurigen Ausbau. Die anstehenden Arbeiten hätten damit aber nichts zu tun. Ausbau der rund 550 Meter langen Strecke sei schon lang geplant. Nur so könne die Leistungsfähigkeit der Bundesstraße erhöht werden. Die Planung erfordere den Ersatz der bisherigen Straße und Neubau der Bahnüberführung, die für den Straßenverkehr zu eng sei. Die derzeitige Brücke sei für einen leistungsfähigen Verkehrsfluss ein störender Engpass.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich laut Knoop auf mindestens 11,6 Millionen Euro. Auf den Erd- und Straßenbau entfielen 4,1 Mio. Euro, die Aufweitung der Bahnbrücke koste ca. 4,1 Mio. Euro, und die vierstreifige Führung über die Pfrimm 1,2 Mio. Euro. 

Mit einer guten Nachricht schloss Knoop: Diese Großbaustelle erfordert wahrscheinlich nur geringe Beeinträchtigungen, da die Streifen nacheinander gebaut werden können und der Verkehr fließt.

Geschrieben in: Worms und Ortsteile

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