Nibelungen-Kurier, 30. Juli 2010
Arbeiten zur Stabilisierung der Asse fortgesetzt

Faesser mit leicht radioaktivem Abfall liegen in Remlingen im ehemaligen Bergwerk und heutigen Atommuellendlager Asse II in der Kammer 7/ 725 (Foto vom 04.07.08). Im niedersaechsischen Atommuelllager Asse sind die Arbeiten zur Stabilisierung der Schachtanlage wieder aufgenommen worden. Bei der sogenannten Firstspaltverfuellung wuerden Resthohlraeume in Kammern, in denen keine Atomabfaelle lagern, mit Spezialbeton ausgegossen, sagte am Freitag (30.07.10) ein Sprecher des Bundesamts fuer Strahlenschutz (BfS). Weil voruebergehend keine Salzlieferung zur Herstellung des Spezialbetons erfolgte, mussten die Arbeiten fuer vier Wochen unterbrochen werden. Foto: Nigel Treblin/ ddp
Die nicht mit radioaktivem Müll beschickten Kammern, sogenannte Abbaue, waren vor Jahren mit gemahlenem Salz aufgefüllt worden. Weil dieses Salz mittlerweile zusammengesackt ist, haben sich zwischen den Decken und der Salzschicht Hohlräume gebildet. Durch das Ausgießen dieser Hohlräume mit Spezialbeton werde die Standfestigkeit der Asse erhöht und das Risiko eines verstärkten Wasserzutritts verringert, sagte der BfS-Sprecher.
Derzeit wird der Firstspalt im Abbau 7 auf der 490-Meter-Ebene verfüllt. Bislang flossen in diesen Firstspalt nach BfS-Angaben rund 446 Kubikmeter Spezialbeton. Insgesamt sollen in dem Bergwerk mehr als 80 Firstspalte mit Spezialbeton ausgegossen werden. Vier seien bereits komplett verfüllt, bei zwei weiteren liefen die Arbeiten.
In der Asse lagern rund 126 000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen. Das BfS hatte angekündigt, den Atommüll wieder herausholen.
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