Nibelungen-Kurier, 31. Mai 2010
Schwimmen, Radfahren, Laufen: TriStar111 Germany feiert Premiere
600 Teilnehmer bei Triathlon-Event der Extraklasse am 6. Juni / Lokalmatador fordert Weltmeister / Startschuss am Floßhafen

Triathlon-Profi Lothar Leder, hier beim Gewinn des Ironman Germany in Frankfurt 2002, hat den TriStar111 Germany nach Worms geholt. Ehefrau Nicole geht am Sonntag an den Start. Lothar Leder koordiniert die Großveranstaltung mit 600 Aktiven. Foto: Alexander Heimann/ddp
"Ein besonderes Jahr”, erklärt Volksbank-Vorstandssprecher Bernd Hühn, dass sein Institut als Sponsor im Jubiläumsjahr gerne Starthilfe gebe, um dem TriStar 111 zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Sportler und Sportbegeisterten zu verhelfen. Weltklasse-Triathlet Lothar Leder – einst Auszubildender bei der Volksbank – und Organisatorin Karin Wolfram-de Jonge hatten somit bereits in der Planungsphase einen starken Partner zur Seite. Andalusien, Sardinien, Monaco. Bald soll auch Worms in einem Atemzug mit den Großveranstaltungen in der Triathlon-Szene genannt werden. Neben Amateuren und Staffel-Teilnehmern gehen 20 Profis ins Rennen. Die treten ohne Gage an und erachten das Kräftemessen in Worms jedoch als wichtigen Leistungstest für den Ironman Frankfurt.
"Die Resonanz aus der Region ist unbeschreiblich”, freuen sich Leder und de Jonge, dass etwa 60 Prozent aller Teilnehmer die bislang gemeldet haben, aus der näheren Umgebung kommen. "Damit hatten wir nicht gerechnet”, hofft Lothar Leder, in der Zukunft noch mehr Auswärtige wie Einheimische für die reizvolle Strecke in der abwechslungsreichen Region begeistern zu können. Bewusst lege er darauf Wert, dass der TriStar111 keine reine Veranstaltung für Extremsportler sondern für den Breitensport sei. Der jüngste Teilnehmer erfüllt das Mindestalter von 20 Jahren, der Älteste kann auf 72 Lenze verweisen. Im nächsten Jahr habe man zudem gesundheitsorientierte Projekte in Zusammenarbeit mit Wormser Schulen geplant.
Der erste TriStar111 Germany startet am Sonntag um 8 Uhr im Floßhafen mit dem Schwimmen. "Das Tragen von Neoprenanzügen ist dabei Pflicht”, erörtert Lothar Leder, dass die Sicherheit der Sportler auch auf der Rad- und der Rennstrecke oberste Priorität genieße. Ein kurzer Lauf führt dann zum Bikepark in der Wechselzone auf dem Festplatz. Danach geht es über die Distanz von 100 Kilometern entlang der B9 bis Alsheim, durch das hügelige und malerische Rheinhessen über den Donnersberg, das Zeller- und Eisbachtal Richtung Pfalz und wieder nach Worms. Eine Vollsperrung der Strecke sei nicht erforderlich, so Leder, der alle Anwohner um Verständnis bittet, falls es zu Behinderungen kommen sollte. ASB und Polizei, wie den Mitgliedern der Feuerwehren und zahlreicher Vereine zollte Leder ein großes Lob für die notwendige Unterstützung. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe führt der Weg über die Nibelungenbrücke durch das Naturschutzgebiet auf der östlichen Rheinseite. Nach erneuter Brückenüberquerung führt die Strecke durch die Altstadt, vorbei am Lutherdenkmal bis zum Ziel, dem Hagendenkmal an der Rheinuferpromenade. Dort können die Aktiven relaxen und wieder neue Kräfte tanken. Die Bevölkerung und Besucher von Jazz & Joy sind herzlich eingeladen, dem Sport-Spektakel am Floßhafen, unterwegs, dem Festplatz oder am Rheinufer beizuwohnen.
Chris McCormack steht ganz oben auf der Liste der Favoriten beim TriStar111 Germany. Leichtes Spiel soll der 37-jährige ITU-Weltmeister von 1997 und Ironman-Weltmeister von 2007 bei der Premierenveranstaltung in der Nibelungenstadt aber nicht haben. Mit dem mehrfachen Ironman-Gewinner Esten Ain-Alar Juhanson trifft der Australier auf einen bekannten Namen unter den Triathlon-Profis. Mit Jürgen Stilgenbauer greift ein Lokalmatador ins Geschehen ein. Der 27-jährige vom SC Poseidon hat seine Klasse beim Triathlon in Linz und Wien unter Beweis gestellt. Die Volksbank Worms-Wonnegau zeigt mit einem Verbund-Team ebenfalls Flagge. Prokurist Jürgen Wegener stellt sich im Jubiläumsjahr mit Startnummer 150 der sportlichen Herausforderung.
"In Worms befinde sich die Wiege des deutschen Triathlons”, setzt Gerd Vogt von der Sportförderung nach der schwierigen Anfangshürde für den Tristar111 auf Impulse für die Sportart. Ein Event, der nicht nur in das Veranstaltungskonzept der Stadt, sondern der gesamten Metropol-Region passe. Weitere Infos zur Veranstaltung unter www.tristar111germany.de
Steffen Heumann
Diesen Artikel an einen Freund senden:
Anzeige aufgeben












