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Ab 15. Januar ist die Horchheimer Straße „dicht“

Mit Beginn der zweiten Bauphase für die B 47 Südumgehung ändert sich die Verkehrsführung / Fertigstellung bis 2019

Interessierte Bürger ließen sich von LBM-Mitarbeiter Martin Strehler (rechts) in die Herausforderungen bei der Umsetzung der B 47 neu einweisen. Foto: Gernot Kirch

Interessierte Bürger ließen sich von LBM-Mitarbeiter Martin Strehler (rechts) in die Herausforderungen bei der Umsetzung der B 47 neu einweisen. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Im Rahmen einer Bürgersprechstunde informierte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) am Donnerstagabend in der Horchheimer Ortsverwaltung über den weiteren Fortgang der Baumaßnahmen an der insgesamt 2,3 Kilometer langen B 47 neu Südumgehung. Etwa zehn Bürger waren der Einladung gefolgt und ließen sich von Mitarbeitern des LBM in die Details des Bauvorhabens einweisen.

Im Fokus stand dabei der zweite Bauabschnitt rund um die Horchheimer Straße mit der entsprechenden Anschlussstelle. Ab dem 15. Januar 2018 wird die Horchheimer Straße gesperrt und in ihrer Funktion als Durchgangsstraße von Horchheim in Richtung Renolit und weiter bis in die Wormser Innenstadt nicht mehr existieren.

Bevor es an den Bau und das Asphaltieren der Straßen geht, werden bis Ostern 2018 zunächst die Gashochdruck- und die Wasserleitungen neu verlegt.

Zwei Jahre Bauphase
Der Autoverkehr aus oder nach Horchheim muss dann ab dem 15. Januar 2018 zur Fahrt in die City entweder über die Kolpingstraße fahren oder den extra angelegten Bypass nutzen, der ab dem Autohaus Heydasch zur Weinsheimer Straße führt. Bis zum Autohaus Heydasch ist die Horchheimer Straße noch befahrbar.

Dieser Bypass wird etwa für anderthalb bis zwei Jahre Bestand haben. Ab der zweiten Jahreshälfte 2019 soll dann die zweite Bauphase an der B 47 neu mit allen Zufahrtsstraßen abgeschlossen sein, sodass der Verkehr zügig über das dann komplett neu gestaltete Straßennetz fahren kann. Die Radfahrer und Fußgänger können übrigens die bisherigen Wege nutzen, da diese behelfsmäßig für Radler aufrechterhalten werden.

Um sich die gewaltige Dimension der neuen Straßenführung rund um den Bereich der Horchheimer Straße vorzustellen, sollte sich der Interessierte eine große Autobahnzufahrt mit ihrer „kleeblattförmigen Struktur“ vorstellen.

Der zweite Bauabschnitt kostet rund 14 Millionen Euro, ist rund einen Kilometer lang und beinhaltet drei neue Kreisel sowie eine große Brücke.

Belastungen mildern
Der Horchheimer Ortsvorsteher Volker Janson (SPD) brachte sich am Donnerstag in die Diskussion ein. Sein Anliegen war es, die Belastungen der Bürger in der Bauphase zu mildern. Zunächst bedankte sich Volker Janson beim LBM, dass es sehr positiv sei, mit wie vielen Informationen die Bürger einbezogen werden.

Die größten Probleme sah er im Zuge der Baumaßnahmen durch den umgeleiteten Verkehr, der dann teilweise die Benzstraße oder die Höhlchenstraße nutzen werde. Hier forderte er eine ausreichende Beschilderung und wünschte sich, dass die Polizei besonders in den ersten drei Wochen der Sperrung ein offenes Auge für den Bereich habe, um bei etwaigen Schwierigkeiten sofort eingreifen zu können. Vieles müsse sich erst einspielen, so der Ortsvorsteher.

Bezüglich des Lärmschutzes mit Blick auf die Endausbaustufe der B 47 neu wies Volker Janson daraufhin, dass Mitarbeiter des LBM auf die betroffenen Anwohner zwecks des Einbaues von entsprechenden Doppelglasfenstern zukämen.

Mammutprojekt bis 2022
Der Spatenstich für die B 47 neu erfolgte im Sommer 2016. Im November 2017 konnte die erste Bauphase erfolgreich abgeschlossen werden. Dies war der vierspurige Ausbau von der Autobahn A 61 bis zur Überführung am „Mondscheinweg“. Die zweiten Bauphase geht bis etwa an die Unterführung Eisbachradweg und soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 für den Verkehr freigeben werden. Was dann noch folgt, ist bis zum Jahr 2022 der Endausbau mit dem Anschluss an die B9 und somit der Fahrt über den Rhein.

Dazu ist noch der Bau einer Brücke über die Eisenbahnstrecke von Worms nach Mannheim notwendig, was ein schwieriges Unterfangen ist, da dies im laufenden Bahnverkehr geschehen muss.
Insgesamt kostet das Projekt rund 36 Millionen Euro und hat einen Flächenverbrauch von 36 Hektar. Aug rund 1.000 Metern werden Lärmschutzwände entstehen,

Die gesamte Präsentation des LBM zur B 47 neu ist im Internet einsehenbar unter www.suedumgehung-worms.de

Die Mitarbeiter des LBM stehen auch für individuelle Fragen zur Verfügung. Ansprechpartner ist hier  Martin Strehler unter Telefon 06241/401685.

 

Geschrieben in Worms und Ortsteile am 6. Januar 2018