Mi., 18. Oktober 2017
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Adler mit 3:6 Schlappe in Berlin

Die Mannheimer Eis-Cracks mussten sich am Freitag starken Eisbären verdient geschlagen geben / Play-Off-Viertelfinal-Serie steht 1:1 ausgeglichen

Von Adler-Torjäger Ryan MacMurchy ist zurzeit kaum etwas zu sehen. Foto: Gernot Kirch

Von Adler-Torjäger Ryan MacMurchy ist zurzeit kaum etwas zu sehen. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Es fing für die Adler in Berlin gut an. Bereits nach einer Minute führten die Nordbadener mit 1:0 Toren, doch am Ende mussten sie sich mit 3:6 (2:2/1:1/0:3) Toren geschlagen geben. Die Niederlage mag um ein Tor zu hoch ausgefallen sein, aber der Sieg der Eisbären war hoch verdient. Die Berliner stellten das eindeutig bessere Team.

Was sich am Dienstag beim ersten Match in Mannheim schon andeutete, setzte sich in der Hauptstadt fort. Die Eisbären sind bis in die Haarspitzen motiviert und spielen zurzeit stark auf. Bei Mannheim hingen klemmt es eigentlich an alle Ecken mit Ausnahme der beiden Torhüter. Die Abwehr, die in Berlin ohne Carlo Colaiacovo auskommen musste, entwickelt sich zur Achillesferse im Mannheimer Spiel. Sie wirkte gegen die Eisbären behäbig, langsam und ließ sich häufig ausspielen. Auch die Stürmer arbeiteten nicht sauber zurück. So konnten die Eisbären immer wieder gefährlich vor Adler-Torsteher Drew MacIntyre auftauchen. Im Angriff der Adler vermisst man die Glanzpunkte der „Big Boys“ wie Ryan MacMurchy, David Wolf , Christoph Ullmann, Chad Kolarik und Luke Adam, auch wenn die beiden letztgenannten Cracks heute trafen. Insgesamt war von der Offensiv-Power der Mannheimer in den beiden bisher gespielten Partien jedoch eindeutig zu wenig zu sehen.

Sollten sich die Adler nicht gewaltig steigern, wird die Serie gegen die Eisbären verloren gehen. Am Sonntag treffen beide Teams in der SAP-Arena zur dritten Partie erneut aufeinander. In der Viertelfinalserie steht es jetzt 1:1 ausgeglichen. Ins Halbfinale gelangt das Team, das zuerst vier Matches gewonnen hat.

Zur Chronologie

1. Drittel
Der erste Schuss, die erste Minute und schon stand 1:0 für Mannheim durch Torjäger Luke Adam. Auch in der Folge die Adler das tonangebende Team. Die Eisbären erst in der 5. Minuten mit ihrer ersten guten einer Chance durch Laurin Braun. Ab dann war es eine relativ ausgeglichene Partie, allerdings mit dem besseren Einschussmöglichkeiten für die Cracks aus der Quadratestadt. Dann waren zehn Minuten gespielt und die Zuschauer sahen bis dahin eine tolle, von beiden Teams offensiv geführte Begegnung. In der 14. Minute verliert Adler-Verteidiger Dany Richmond den Puck im eigenen Drittel und dies nutzte Berlin eiskalt durch Darin Olver zum 1:1 Ausgleich. Dies war der Wendepunkt in der Partie. Die Eisbären jetzt die aktivere Mannschaft. Mitten in die Drangphase der Hauptstädter hinein in der 17. Minute allerdings die 2:1 Führung für die Mannheimer durch Ronny Arendt. Aber nur eine Minute später der erneute Ausgleich zum 2:2 durch Nicholas Petersen. Erneut sah die Adler-Abwehr nicht gut aus. Fazit: Eine flotte, von beiden Teams sehr offensiv geführte Partie. Der Spielstand von 2:2 gerecht.

2. Drittel
In der 16. Minute die 3:2 Führung für die Eisbären. Torschütze war erneut Darin Olver. Die Berliner dominierten jetzt eindeutig. Die Adler irgendwie zu langsam, immer den „berühmten“ Schritt langsamer und in der Defensive nicht stabil genug. Dann waren 30 Minuten gespielt und die Eisbären gaben den Ton an. Ein Treffer für die Hauptstädter lag jetzt in der Luft. Fünf Minuten vor Drittelende die Mannheimer in Überzahl. Doch ihnen gelang kein Tor. Aber in der 18. Minute war es soweit und Chad Kolarik nutzte einen Fehler in der Eisbären-Hintermannschaft und schoss zum 3:3 Ausgleich ein. Fazit: Berlin war das eindeutig stärkere Team. Dass es 3:3 stand, war für die Adler sehr schmeichelhaft.

3. Drittel
Ab der 45. Minuten mussten die Adler eine zweiminütige Unterzahlsituation überstehen, was ihnen gelang. In der 48. Minute war es aber soweit und die Eisbären erzielten die verdiente 4:3 Führung durch Daniel Fischbuch. Die Adler machten in der Folge automatisch etwas auf und erhöhten den Druck. Aber Berlin stand gut und Mannheim fiel zu wenig ein. Schließlich waren noch fünf Minuten zu spielen. Zunächst erhielt dann Matthias Plachta eine umstrittene Disziplinarstrafe. Als noch vier Minuten auf der Uhr standen, mussten Adler-Stürmer Christoph Ullmann für zwei Minuten auf die Strafbank. Jetzt rannte den Adlern die Zeit davon. Die Vorentscheidung dann in der 59. Minute, als Julian Talbot das 5:3 für die Eisbären markierte. Als Mannheim alles auf eine Karte setzte und den Torwart zugunsten ein sechsten Feldspielers herausnahm, ging der Schuss nach hinten los, denn Julian Talbot schoss den Puck ins leere Mannheimer Gehäuse zum 6:3 Endstand. Fazit: Die Eisbären stark, den Adlern gelang wenig. Der Sieg vollkommen verdient.

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Aufstellung:

Mannheim: MacIntyre (Endras) – Bittner, Johnson, Larkin, Akdag, Richmond, Reul, Goc – Plachta, Adam, Kolarik, Raedeke, Ullmann, MacMurchy, Wolf, Festerling, Tardif, Arendt, Joudrey, Kink

Berlin: Vehanen (Cüpper) – Müller, Gervais, Baxmann, Dupont, Hördler, Wissmann, C. Braun – Busch, Aubry, Fischbuch, Linglet, Olver, Petersen, MacQueen, Talbot, Machacek, Rankel, Noebels, L. Braun

Strafen: Mannheim 8 Min + 10 Min Plachta – Berlin 2 Min

Torschüsse: Mannheim 27 – Berlin 36

Zuschauer: 13.800

Tore: 0:1 (00:57) Adam (Kolarik) – EQ; 1:1 (13:07) Olver (Petersen) -EQ; 1:2 (16:06) Arendt (Joudrey/Kink) – EQ; 2:2 (17:11) Petersen (Linglet/Olver) – EQ; 3:2 (25:07) Olver (Linglet/DuPont) – EQ; 3:3 (37:41) Kolarik – EQ; 4:3 (48:32) Fischbuch (Busch/Aubry) – EQ; 5:3 (58:21) Talbot (MacQueen) – EQ; 6:3 (59:21) Talbot (Noebels/Gervais) – EQ;

Geschrieben in: Eishockey, Sport

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