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  • Fr., 25. Oktober 2013, 22:13 Uhr
    Die Kölner Haie erteilten den Mannheimer Kufencracks eine Lehrstunde in Sachen Effizienz und Chancenverwertung

    Adler verlieren Eishockey-Klassiker mit 2:5 Toren

    Die Kölner Haie (weiße Trikots) waren den Adlern meist einen Schritt voraus. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Mannheimer Adler gegen Kölner Haie, mehr muss man Eishockey-Fans nicht sagen, dann schnalzen sie mit der Zunge. Denn dieser ewige Klassiker steht seit Jahrzehnten für Kampf, Leidenschaft, Schnelligkeit, Härte und Emotionen pur. So auch am Freitagabend, als dieser Leckerbissen in den Mannheimer SAP-Arena anstand. Doch anders als  sich dies die Anhänger der Adler gewünscht hatten, endete die Partie mit einer Eishockey-Lehrstunde für die Badener, denn die Haie siegten verdient mit 5:2 (1:2/2:0/2:0) Toren. Um es vorweg zu nehmen, es war ein Spitzenspiel der beiden Meisterschaftsanwärter, zumindest in den ersten 40 Minuten.  Im letzten Abschnitt dominierten die Haie hingegen eindeutig, wie dies wohl keiner erwartet hatte.

    Fragt man nach dem "Warum", müssen zwei Aspekte genannt werden. Einerseits  waren es die zwei Tore der Kölner im zweiten Drittel, die sie jeweils in Unterzahl erzielten. Damit zogen sie den Adler den Zahn und machten sie nervös, ja, demütigten sie. Der andere Aspekt ist die mangelhafte Chancenverwertung der Badener. Während die Haie schnörkellos und schnell vor dem Adler-Gehäuse auftauchten, agierten die Mannheimer zu umständlich und machten aus ihren guten Gelegenheiten, gerade im ersten Drittel, zu wenig. Wobei diese schlechte Chancenverwertung keine neue Erkenntnis ist, sondern sich bereits als roter Faden durch die ganze Saison zieht.

    Eine bittere Feststellung ist für die Mannheimer nach dem heutigen Spieltag: Gegen die beiden absoluten Top-Teams der Liga, Köln und Nürnberg, konnte man nicht gewinnen. Und die beiden Niederlagen waren kein Pech, sondern Ice Tigers wie Haie zeigten das bessere, schnellere und erfolgreichere Eishockey.

     

    Zur Chronologie:

    1.Drittel: Die Adler gaben sofort mächtig Gas und setzten Akzente. Die erste ganz dicke Chance hatte der Mannheimer Ronny Arendt in der 2. Minute, als er aus halblinker Postion abzog. Doch Kölns Torsteher Danny aus den Birken konnte parieren. Nur eine Minute später vergaben die Mannheimer Frank Mauer und Yanick Lehoux jeweils in aussichtsreicher Postion. Und in diesem Stil ging es zunächst weiter, Mannheim machte Druck, während Köln in die Defensive gedrängt wurde. In der 7. Minute hatte dann Mannheims Youngster Mirko Höfflin eine gute Einschussgelegenheit, aber er scheiterte. Aber je länger die Partie dauerte, umso mehr konnte sich Köln aus der Umklammerung lösen und ihrerseits offensive Akzente setzen. So trudelte der Puck in der 9. Minute nur um Zentimeter am Adler-Gehäuse vorbei. Im Gegenzug war es Marc El-Sayed, der frei vor Aus den Birken vergab.

    Nach der Werbepause in der 13. Minute wurde es in der SAP-Arena dann mucksmäuschen still, denn der Kölner Yared Hagos traf zum 1:0 für die Haie. Wie in so vielen Partien zuvor, war es wieder einmal die mangelnde Chancenverwertung, die Mannheim zu schaffen machte. Zusammenfassend lässt sich sagen, während Mannheim das Spiel machte, erzielte Köln das Tor. Dann aber war es Martin Buchwieser, der in der 16. Minute den Ausgleich zum 1:1 markierte. Und die Adler marschierten weiter und machten Druck. In der 19. Minute war es  Frank Mauer, der zum 2:1 für Mannheim traf. 50 Sekunden vor Drittelende stockte den Zuschauer erneut der Atem, als der Ausgleich in der Luft lag, doch konnte Dennis Endras im Mannheimer Tor in letzten Moment retten. Mit der knappen, aber verdienten Adler-Führung ging es in die Kabinen.

    2.Drittel:

    Der zweite Abschnitt begann zunächst wie der erste geendet hatte, mit einer Mannheimer Dominanz. Doch nahmen die Kölner mehr und mehr das Heft in die Hand und drückten der Partie mit fortschreitender Spieldauer ihren Stempel auf. Und dies spätestens ab der 26. Minute als Haie-Stürmer Charly Stephens das seltene Kunststück gelang und in Unterzahl einen Treffer markierte. Jetzt waren die Haie Herr im Ring waren, wogegen bei den Adlern  nach dem 2:2 Ausgleichstreffer komplett der Faden riss. Während Köln jetzt gradlinig und direkt mit viel Zug zum gegnerischen Tor agierte, wirkte bei den Mannheimern alles zu zaghaft und zu kompliziert. Der Kölner Führungstreffer lag nun in der Luft und er sollte fallen. Kurios nur, dass er wieder in Unterzahl fiel, als ein Hai auf der Strafbank saß. Diesmal traf Alexander Weiß. Mit der verdienten Haie-Führung ging es auch in die Kabinen.

     

    3. Drittel:

    Den letzte Abschnitt dominierten die Kölner. Die Adler waren zwar bemüht, aber die Haie agierten gefährlicher, gradliniger und agierten mit der klügernSpielanlage. Das 4:2 in der 49. Minute durch Chris Minard war die logische Konsequenz. Dass nur zwei Minuten später Frank Mauer vor Kölns Keeper Danny aus den Birken scheitert, war symptomatisch für diese Partie. Wie man es besser macht, zeigte Marcel Müller, der sein Solo in der 53. Minute zum 5:2 Endstand für die Haie krönte.

    Ausblick: Am Sonntag müssen die Mannheimer Adler in Schwenningen antreten. Weiterhin verletzt sind bei den Adlern die Verteidiger Christopher Fischer und Nico Goc sowie die Stümmer Jon Rheault udn Kai Hospelt.

     

    Mannheim : Köln 2:5 (2:1/0:2/0:2)


    Tore:  0:1 (13:04) Hagos (Weiß) - EQ; 1:1 (16:00) Buchwieser (Gamache/Kink) - EQ; 2:1 (18:22) Mauer (Lehoux/Gamache) - PP1: 2:2 (25:37) Stephens - SH1; 2:3 (39:18) Weiß (Ankert) - SH1; 2:4 (48:45) Minard (Lüdemann/Falk) - EQ; 2:5 (51:29) Marcel Müller - EQ;


     

    Torschüsse: Mannheim 39 - Köln 43

    Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Reul, Vernace, Bittner, Kettemer  – Plachta, Ullmann, Hecht, Mauer, Lehoux, Arendt, Buchwieser, Kink, Gamache, Höfflin, El-Sayed, Magowan

    Köln: Aus den Birken ( Ziffzer) - Tjerqvist, Holmqvist, Müller, Kranjc, Lüdemann, Ankert, Krupp - Müller, Falk, Minard, Robinson, Stephens,  Weiß, Hagos, Riefers, Zerressen, Ticar, Schmölz
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