Mi., 24. Mai 2017
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Adler verschenken am letzten Spieltag die Tabellenführung

Die Mannheimer Kufencracks mussten sich am Sonntag den Straubing Tigers mit 1:4 geschlagen geben / Play-Off Start für die Nordbadener am 7. März

Die Adler (blaue Trikots) wachten gegen Straubing zu spät auf und wirkten lange unkonzentriert. Foto: Gernot Kirch

Stürmer Luke Adam (blaues Trikot) wurde von den Adler-Fans zum Spieler des Jahres gewählt. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Tja, irgendwann reißt jede Serie. So auch die der Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit zwölf Siegen am Stück. Am Sonntag unterlagen die Nordbadener in der heimischen SAP-Arena mit 1:4 (0:2/0:0/1:2) Toren gegen die Straubing Tigers. Eine Niederlage an sich ist ja normal kein Beinbruch, ärgerlich für Mannheim nur, dass sie damit die Tabellenführung an München verloren haben, da die Red Bulls zeitgleich mit 3:2 Toren in Bremerhaven gewannen.

Die Adler gehen somit als Tabellenzweiter in die Play-Offs. Das erste Match der Mannheimer findet am 7. März in der heimischen SAP-Arena statt. Der Gegner steht noch nicht fest, er wird erst in den Pre-Play-Offs ermittelt.

Sehr positiv für die Nordbadener, dass sie als Tabellenzweiter, ebenso wie Spitzenreiter München, für die Champions League qualifiziert sind. Somit sieht man in der nächsten Saison europäische Spitzenclubs in Mannheim.

Fragt man nach den Gründen für die Niederlage der Mannheimer gegen Straubing, sind da sicher die zwei frühen Tore der Tigers im ersten Drittel zu nennen. Die Nordbadener brauchten lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Dazu kamen viele Undiszipliniertheit der Cracks aus der Quadratestadt. Sicherlich hatten die Adler heute auch Pech, aber insgesamt lief es im Sturm am Sonntag nicht rund, vieles blieb Stückwerk und es fehlte der Spielfluss und die Kaltschnäuzigkeit.

Zu erwähnen noch, dass die Adler-Fans in den vergangenen Wochen ihren Liebling der Saison wählten. Dabei belegte der Kanadier Luke Adam den ersten Rang, auf Platz zwei kam David Wolf und Ryan MacMurchy wurde Dritter.

Zur Chronologie

1. Drittel
Die kalte Dusche für die Adler in der 3. Spielminute, denn da erzielte Derek Whitmore das 1:0 für die Straubinger. In der 5. Minute hatten die Tigers in Überzahl gar ein weiteres Tor auf der Kelle, aber der Puck trudelte nur auf der Mannheim Torlinie entlang. Auch in der Folge die Niederbayern stärker und die Mannheimer etwas konfus. Das 2:0 in der 8. Minute für Straubing durch Dylan Yeo daher nicht überraschend und verdient. In der 10. Minute dann eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Adler-Stürmer David Wolf. Diese blieb für Nordbadener aber ohne Konsequenzen. Ab der 12. Minute dann die Adler endlich wach und mit gutem Offensivspiel. Jetzt hatten die Nordbadener eine Großchance nach der anderen. Aber der Puck ging nicht in den Straubinger Kasten. Fazit: Die Adler haben den Start komplett verschlafen, daher die Straubinger Führung nicht unverdient, auch wenn Mannheim die letzten acht Minuten gehörten.

2. Drittel
Der zweite Abschnitt sah offensiv agierende Adler. Wobei vieles etwas ungestüm und wie mit Wut im Bauch wirkte. Spielerische Glanzlichter waren selten. Die größte Chance für die Mannheimer zum Anschlusstreffer ab der 26. Minute als sie mit 5:3 Feldspieler agieren konnten. Aber es wollte kein Treffer gelingen. So blieb es bei der 2:0 Führung für die Tigers. Fazit: Die Adler überlegen, aber vieles blieb Stückwerk und es wurde zu hastig agiert. Somit geht die Straubinger Führung in Ordnung.

3. Drittel
In der 44. Minute endlich der 1:2 der Anschlusstreffer in Überzahl für die Adler durch Matthias Plachta. Jetzt begann ein fulminanter Sturmlauf der Cracks aus der Quadratestadt. Die Fan-Gruppen aus Straubing und Mannheim feuerten ihr Cracks nun lautstark an und es war eine tolle Stimmung im Stadion. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen. Das Tigers-Gehäuse jetzt unter Dauerfeuer. Jetzt agierten die Mannheimer so vehement, wie dies die Zuschauer von Beginn an erwartet hatten. Aber nun rannte den Raubvögeln die Zeit davon. Schließlich noch fünf Minuten und Hochspannung pur. In der 57. Minute die erneute kalte Dusche für Adler, denn Tigers-Angreifer Adam Mitchell schoss zum 3:1 für die Niederbayern ein. Dies war mehr als die Vorentscheidung. Den Deckel endgültig zu machte 25 Sekunden vor dem Schlusspfiff der Straubinger James Bettauer mit dem Tor zum 4:1 Endstand. Fazit: Die Schlussoffensive der Mannheimer kam zu spät. Zudem hatten die Adler am Sonntag auch Pech, die kleine Hartgummischeibe wollte irgendwie nicht bzw. nur einmal ins Tor der Tigers gehen.
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Aufstellung:

Mannheim: Endras (MayIntyre) – Colaiacovo, Larkin, Johnson, Reul, Akdag, Goc, Carle – Plachta, Adam, Tardif, Raedeke, Raedeke, MacMurchy, Wolf, Festerling, Sparre, Arendt, Joudrey, Kink

Straubing: Climie (Pätzold) – – Bettauer, Sukkivan, Edwards, Yeo, Cornell, Renner, Jobke – Röthke, Zalewski, Schönberger, Mitchell, Brandl, Hedden, Nicholls, Connolly, Whitemore, Miller, Loibl, Oblinger

Strafen: Mannheim 10 Min – Straubing 10 Min

Torschüsse: Mannheim 35 – Straubing 22

Schiedsrichter: Köttsdorfer / Hunnius

Zuschauer: 12.000

Tore: 0:1 (02:05) Whitmore (Cormell/Connolly) – EQ; 0:2 (07:33) Yeo (Röthke/Zalewski) – EQ; 1:2 (43:33) Plachta (Colaiacovo/Festerling) – PP1; 1:3 (56:54) Mitchell (Hedden) – EQ; 1:4 (59:35) Bettauer -EN.

Geschrieben in: Eishockey, Sport

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