Mo., 24. Juli 2017
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„All by Myself“

Gitte Hænning & Band am 27. November um 19 Uhr live im Mozartsaal

Foto: Jim Rakete

Foto: Jim Rakete

Von Vera Beiersdörfer | In ihrem neuen Konzertabend präsentiert Gitte Hænning eindrucksvoll ihr enormes Repertoire und ihre wunderbare, vielseitige Stimme.

Mit „All by myself “ begibt sich Gitte auf eine musikalische Reise quer durch die verschiedenen Genres ihrer langjährigen Karriere, mit wunderbaren Hits für die Jetztzeit und neuen starken Songs für die Zukunft. Ihre großartige Band garantiert die perfekte Begleitung für das ambitionierte Programm mit vielen Neubearbeitungen bekannter Songs und anderen Lieblingsliedern der Künstlerin. Egal, ob witzig, ironisch, stark oder melancholisch, es ist – wie die Amerikaner sagen – immer „the real thing“. Am Sonntag, dem 27. November, um 19 Uhr, gastiert die großartige Künstlerin im WORMSER Mozartsaal. Der NK hat mit Gitte Hænning über ihre Musik gesprochen und erfahren, wie sich die Sängerin in ihren Liedern immer wieder selbst findet.

NK: Frau Hænning, ich habe folgendes Zitat von Ihnen gelesen „Ich muss klug genug sein, das Publikum immer wieder zu überraschen“. Womit überraschen Sie Ihre Wormser Zuschauer am 27. November?

G.H.: Mit einem Programm nach meinem Geschmack. Deutschsprachige Popsongs und Jazzstandards nehmen die Zuhörer mit auf eine kleine Reise. Das Programm besteht aus Liedern, die Respekt verdienen. Ich präsentiere nicht die üblichen Hits, aber es braucht keiner enttäuscht zu sein. Bisher ist jeder begeistert nach Hause gegangen.

NK: Sie haben sich im Laufe Ihrer langjährigen Bühnenkarriere immer wieder selbst neu erfunden.  

G.H.: Ja, das stimmt, ich war und bin auf der Suche nach mir selbst. Ich stehe mitten im Leben und gehe mit dem Zeitgeist. Ich betrachte das Leben immer von zwei Seiten, denn es hat eine große Palette an Emotionen zu bieten und ich möchte am liebsten alle zeigen. Dabei verkörpert der Blues beispielsweise die Melancholie. Ich kann dazu stehen, nicht immer positiv gelaunt zu sein; es gibt Menschen, die können das leider nicht. 

Foto: Jim Rakete

Foto: Jim Rakete

NK: Wie kamen Sie denn vom Schlager zu Jazz und Blues? Wo würden Sie Ihre Musik heute einordnen?

G.H.: Im Laufe meiner Karriere hat sich so manches einfach ergeben. Wie meine Rolle der Norma Desmond im Musical Sunset Boulevard. Dazu hatte ich zunächst „Nein“ gesagt. Aber der Regisseur meinte, ich hätte doch sonst immer Mut gezeigt. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Und so kam eins zum anderen. Ich mache zwar keinen Schlager mehr, aber dennoch würde ich meine Musik als populär bezeichnen. Deutsche Songs, englischsprachiger Blues und Jazz haben eine Tiefe, in der ich mich wunderbar wiederfinde und ausdrücken kann. Wissen Sie, es gibt vieles, was man machen kann und was eine Persönlichkeit widerspiegelt. Ich sehe mich selbst irgendwo zwischen Fatalismus und Glaube angesiedelt. 

NK: Was ist Ihnen bei der Gestaltung Ihres Programms wichtig?

G.H.: Ich denke wie ein Theatermensch. Der Ablauf ist dramaturgisch geplant, schließlich sollen die Zuschauer mitgenommen werden und dieses Erlebnis dann auch mit nach Hause tragen. 

NK: Wie ist es für eine Dänin auf deutsch zu singen?

G.H.: Die deutsche Sprache stellt nach wie vor eine Herausforderung für mich dar. Empfindungen in einer fremden Sprache auszudrücken ist immer ein gewisses Hindernis, aber ich übe noch (lächelt). Kultur und Mentalität ist tief verankert in der Sprache eines Landes. Es ist und bleibt daher eine Fremdsprache.

NK: Was unternimmt Gitte Hænning als Privatmensch abseits des Rampenlichts?

G-.H.: Privat bin ich am liebsten in Skagen (Dänemark). Dort wo Nord- und Ostsee sich treffen, spüre ich die Stärke der Natur – das spielt eine große Rolle für mich. Ansonsten bin ich ohnehin eine reisende Person und treffe gern Freunde in ganz Europa. Ich würde sagen, dass ich ein erfülltes Leben habe.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf u.a. beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, im Internet unter www.das-wormser.de sowie bei allen Ticket-Regional-VVK-Stellen. Der Eintrittspreis beträgt 35 Euro (an der Abendkasse 40 Euro).

Foto: Jim Rakete

Foto: Jim Rakete

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