Do., 25. Mai 2017
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Aus dem Polizeibericht

Renitenter Schwarzfahrer / Zeugenhinweise erbeten / OB Kissel: Gewalt gegen Busfahrer ist zu verurteilen

Worms (ots) – Am Mittwoch, dem 17. Mai, gegen 16.50 Uhr, wollte der Busfahrer eines Linienbusses in der Mainzer Straße einen Mann zur Personalien-Feststellung im Bus festhalten, da er ohne Fahrschein gefahren war. Hierzu hielt er die Türen des Busses verschlossen und wollte die Polizei verständigen. Der Unbekannte, der zuvor in Eich eingestiegen war, geriet daraufhin derart in Rage, dass er mit beiden Beinen auf den sitzenden Busfahrer eintrat und den Kassenautomat im Fahrzeug abriss. Kurz vor dem Bahnhof konnte der Täter den Bus verlassen und flüchtete unerkannt. Der Busfahrer, ein 62-jähriger Wormser, wurde zur ambulanten Behandlung seiner Verletzungen ins Klinikum Worms verbracht. Beschreibung des Täters: Circa 20 Jahre alt, 170 cm groß, längliches Gesicht, südländisches Aussehen, graue Shorts, dunkle Turnschuhe. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter
der Telefonnummer 06241/852 0.

OB Kissel: Gewalt gegen Busfahrer ist zu verurteilen
 
Mit Unverständnis und Bedauern reagiert der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel auf einen Vorfall in einem Bus auf der Linie 432 der DB Regio Südwest: „Ein solcher Gewaltausbruch ist auf das Schärfste zu verurteilen, zumal der Busfahrer zurecht eine Schwarzfahrt ahnden wollte“, betont der Wormser Stadtchef. Der Täter wollte in Worms aussteigen, hatte jedoch kein Ticket bis zu der entsprechenden Haltestelle gelöst.  

Als der Busfahrer die Personalien des Schwarzfahrers feststellen und die Polizei verständigen wollte, trat der Täter brutal auf diesen ein und demolierte einen Teil der Buseinrichtung. Auch die zahlreichen Fahrgäste konnten das Geschehen nur schockiert und fassungslos beobachten, der Busfahrer war dem Gewalttäter hilflos ausgeliefert. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die ihre Arbeit ordnungsgemäß verrichten wollen, Opfer von körperlicher Gewalt werden. Auch bei unseren Ordnungskräften erleben wir solche Vorkommnisse leider immer wieder“, so der OB.  

Der Stadtchef wünscht dem Busfahrer baldige Genesung und hebt in diesem Kontext nochmals die Bedeutung von Videoaufzeichnungen im öffentlichen Personennahverkehr hin. „Wir hoffen, dass mithilfe der Aufzeichnungen der Täter gefasst werden kann. Die Kameras dienen nicht dazu, die Fahrgäste zu überwachen, sondern bei Straftaten mehr Handlungsmöglichkeiten zu haben“, macht OB Kissel deutlich.

Geschrieben in: Worms und Ortsteile