Sa., 3. Dezember 2016
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„Bäume des Friedens“

Ahmadiyya-Gemeinde spendete Zierkirschen für den Äschebuckel

BeitragsbildDas Areal am „Äschebuckel“ ist jetzt um vier Bäume reicher. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde hat drei Zierkirschen gespendet, die Stadt hat noch eine dazu gegeben. Mohammad Islam Ud-Din, der verantwortlich für die Baumspende zeichnete, begrüßte die zahlreichen Gäste, die zu der kleinen Feier gekommen waren. Ahmed Abdul-Shakoor eröffnete die Feier mit der Rezitation einige Suren aus dem Koran. „Siehst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt?“ Es ist wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmeln reichen“, so ein Stück der Übersetzung.
 
Im Anschluss hörten die Anwesenden von der Reformgemeinde, die weltweit viele Millionen Mitglieder hat, und von deren Grundsätzen wie zum Beispiel Barmherzigkeit oder die Trennung von Religion und Staat. In Worms gibt es sie seit 1990 und hier hat sie 145 Mitglieder. „Mit der Baumpflanzaktion wollen wir ein Zeichen der Freundschaft setzen in der Stadt, in der wir eine neue Heimat gefunden haben“, brachte Mohammad Islam Ud-Din zum Ausdruck.
 
Oberbürgermeister Michael Kissel bedankte sich im Namen der Stadt für die Spende. „Sie ist ein Zeichen der Integration und dafür, dass Sie sich eingelebt haben“, meinte Kissel. Der Baum sei auch ein Symbol des Glaubens mit den Wurzeln im Boden und den Ästen, die sich Richtung Himmel strecken. Der „Äschebuckel“ hätte nicht besser ausgewählt sein können, um dort die „Bäume des Friedens“ zu pflanzen. Unter dem Gras liege der Schutt aus den beiden Angriffen auf Worms, die am Ende des zweiten Weltkriegs rund 35.000 Wohnungen zerstört hätten, so der Stadtchef.
 
Die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde überlegten, im nächsten Jahr weitere Bäume und sogar eine Bank zu spenden. Sie hatten eigens zwei Zelte aufgebaut, an denen sie die Gäste mit leckeren Speisen und Getränken verwöhnte. Die Beschilderung für die Bäume hatten sie ebenfalls bereits vorbereitet und mitgebracht.

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