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  • Di., 10. September 2013, 19:51 Uhr
    Von wenigen Gegenstimmen abgesehen, verlief die Jahreshauptversammlung ohne jegliche Diskussion / Alter und neuer Vorstand legten gute Bilanz vor / 76 Mitglieder waren erschienen

    Bis auf sportliche Situation ist Wormatia bestens aufgestellt

    Ehrungen für verdiente und langjährige Wormatia-Mitglieder durch den Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Hesch (von links), den 1. Vorsitzenden Tim Brauer, Christian Bub (silberne Verdienstnadel), Dieter Hausmann, der für 60 Mitgliedschaft mit dem Wormatia-Ehrenbrief ausgezeichnet wurde, Guido Günther und Daniela Poggenwisch (beide 25 Jahre Mitglied), Kai Hornuf (40 Jahre Mitglied) und Fritz Bergemann-Gorski (stellvertretender Wormatia-Vorsitzender). Foto: Klaus Diehl


    VON KLAUS DIEHL Wären statt bisher sieben Unentschieden und einer Niederlage der Regionalliga-Mannschaft wenigstens drei mögliche Siege dabei gewesen, die Mitgliederversammlung 2013 wäre so positiv wie schon seit vielen Jahren nicht mehr ausgefallen. Dennoch waren es gute Zahlen und erfreuliche Weiterentwicklungen des Vereins, wie der 1. Vorsitzende Tim Brauer darlegen konnte. Deutlich wurde, dass die Jugendarbeit und der Breitensport im Verein ohne die Mittelzuflüsse der Regionalliga-Mannschaft so nicht möglich wären. Da fördert der Spitzen- den Breitensport und nicht umgekehrt. Der Verein verfügt über jährlich 45.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen. Alleine die Jugendarbeit und der Breitensport verschlingen 170.000 Euro. Dazu noch einmal der gleiche Betrag für die vielfältigen Ausgaben der Stadionerhaltung. Dies ist nur möglich, weil sich um die Regionalliga-Mannschaft neue Sponsoren gruppiert haben.

    Ein großes Lob spendete der 1. Vorsitzende auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, wie dies besonders positiv bei den DFB-Pokalspielen zum Ausdruck kam. Genau wie der Vorstand mit viel Einsatz, Zeit und ehrenamtlichen Engagement am Fortgang des Vereins baut, ist auch bei der „Alten Dame“ Wormatia ohne das ehrenamtliche Engagement vieles nicht möglich. Leider ist das sportliche Projekt mit Stadionumbau mit der Schaffung dringend benötigter Räumlichkeiten derzeit auf Eis gelegt.

    „Wir akzeptieren dies aus bekannten Gründen“, so Tim Brauer. Brauer betonte aber gleichzeitig, dass nicht der gesamte Schulsport des Elo-Gymnasiums davon betroffen gewesen wäre, sondern nur die Laufeinheiten. Alles andere wäre und ist auch weiterhin in der EWR-Arena möglich. Tim Brauer bat alle Wormatia-Mitglieder und -Anhänger um Ruhe und Geduld auch die sportliche Weiterentwicklung betreffend. Nach dem gerade so geschafften Klassenerhalt in der Saioson2012/2013, galt es das Ganze einer Analyse zu unterziehen, so Fritz Bergemann-Gorski, der als einer der stellvertretenden Vorsitzenden für den sportlichen Bereich zuständig ist. Zusammen mit sportlicher Leitung und Trainer Stefan Emmerling erkannte man die gewiss nicht gerade neue Erkenntnis, dass zum einen aus finanziellen Gründen (Wechselperiode bis zum 31. August) etliche Spieler spät dazu kamen un d auch durch viele verletzte Spieler die Vorbereitung und auch der Saisonverlauf nicht unwesentlich beeinflusst wurde. Dies hat man vor der Saison 2013/2014 ins Auge gefasst und schon frühzeitig auch dem Trainer die Möglichkeit gegeben, eine neue Mannschaft mit interessanten und weniger verletzungsanfälligen Spielern aufzubauen.
    Man sieht, dass es vom derzeitigen Kader bisher kaum Verletzungen zu melden sind. Auch werden die Spieler nach jedem Spiel und Training umgehend physio-therapeutisch behandelt. Eine ganz wichtige Erkenntnis, für Kenner der Szenerie, aber auch so erkennbar, dass der Mannschaft ein oder auch zwei absolute Führungsspieler fehlten.

    Darauf hat man das Augenmerk bei der Verpflichtung neuer Spieler gelegt, „doch auch dies funktioniert nicht von heute auf morgen”. Fritz Bergemann-Gorski ist sich trotz der Remis-Serie und nach acht Spielen ohne Sieg absolut sicher, dass alle Spieler und der akribisch arbeitende Trainer Stefan Emmerling alles versuchen, alsbald auch als Sieger vom Platz zu gehen. „Ein gewisses Maß an Kontinuität ist wichtig”, erklärt Bergemann-Gorski. Was die Kritik an der Kommunikation aus dem Vorstand heraus, besonders die Entlassung von Trainer Ronny Borchers betrifft, so wird der Vorstand auch zukünftig nicht die Gründe einer Trennung veröffentlichen, wen nicht gerade silberne Löffel gestohlen wurden. Auch Borchers habe nie schlecht über den VfR Wormatia geredet.

    Erfreuliche
    Nachwuchsarbeit

    Über 30 Trainer und sechs Mitarbeiter im Jugendausschuss kümmern sich um 350 Kinder und Jugendliche, davon ein großer Prozentsatz mit Migrationshintergrund, die beim VfR Wormatia erfolgreich dem runden Ball nachjagen. Alle Klassen von der U7 bis U19 sind jahrgangsweise besetzt, wobei de U19 in der Regionalliga Südwest, der zweithöchsten Spielklasse im DFB-Bereich, das Aushängeschild ist. Höhere Ziele mit dem Jugendsponsor EWR sind nicht außer Reichweite.

    Fazit: Wormatia war noch nie so gut aufgestellt, wie aktuell. Deshalb verdienen Tim Brauer, Jan Donner und Fritz Bergemann-Gorski im geschäftsführenden Vorstand das Vertrauen und Unterstützung der Wormatianer.
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