Fr., 19. Januar 2018
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„Demokratie ohne automatischen Bestandschutz“

Abenheimer Ortsvorsteher und ehemalige Pächter der Festhalle gewürdigt

Abenheims Ortsvorsteher Hans-Peter Weiler zeichnete Anni und Karl-Franz Müller als ehemalige Pächter der Festhalle für ihr langjähriges Engagement aus. Foto:  Florian Helfert

Abenheims Ortsvorsteher Hans-Peter Weiler zeichnete Anni und Karl-Franz Müller als ehemalige Pächter der Festhalle für ihr langjähriges Engagement aus. Foto: Florian Helfert

VON FLORIAN HELFERT Musikalisch umrahmt vom Posaunenduo Joachim Klein und seinem Schüler Paul-Rio Themel blickte Ortsvorsteher Hans-Peter Weiler im katholischen Pfarrzentrum Abenheims beim Neujahrsempfang auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Dabei stellte er erneut fest, dass ungelöste Konflikte, Anschläge sowie Flüchtlingsdramen oder auch Naturkatastrophen vielen Bürgern Sorgen bereiten. „Noch nie in der jüngeren Vergangenheit fühlten sich so viele Menschen ernsthaft bedroht“, erklärte Hans-Peter Weiler. Deshalb dankte er explizit all jenen Menschen, die sich für die Sicherheit Deutschlands einsetzen.

„Demokratie hat keinen automatischen Bestandsschutz“, warnte der Christdemokrat aus Abenheim zudem mit Hinblick etwa auf die umstrittene polnische Justizreform oder den Entwicklungen in Russland oder der Türkei. Zugleich erinnerte an die kleinen Freuden und Selbstverständlichkeiten des Alltags in der Familie, im Freundeskreis oder im Verein. „Wir sollten sie bewusst wahrnehmen und wertschätzen“, leitete er auf das Ortsgeschehen in Abenheim über: „Unsere Vereine haben ihre traditionellen Feste gefeiert und immer mehr Gäste begehen unseren Skulpturenweg“, nannte Weiler einige gelungene Beispiele, welche Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek in seinem Grußwort um die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr oder der andernorts oft imitierten – und nie erreichten – Adventsfensteraktion zu ergänzen wusste.

Kindertagesstätte bald erweitert

Als bemerkenswerte Fortschritte bezeichnete Weiler später, dass in Bälde die Erweiterung der Kindertagesstätte abgeschlossen werde. Außerdem habe man für die Festhalle neue Pächter finden sowie den Kerweplatz auch dank der Stadtverwaltung mit Abwassereinlässen und Elektroanschlüssen für Festaktivitäten aufwerten können. „Weiterhin ist in der Kirschgartenstraße in einer renovierten Hofreite ein Salesianer Konvent eröffnet worden“, berichtete Hans-Peter Weiler.

Gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek ehrte er anschließend das Ehepaar Anni und Karl-Franz Müller als langjährige Pächter der Festhalle. „Seit 1974 herrschte in der Festhalle Sauberkeit und Ordnung“, erinnerte der Ortsvorsteher schmunzelnd an ein nötigenfalls durchaus vehementes Regime. „Viele verbinden mit unserer Festhalle sowie den Eheleuten schöne Erinnerungen“, lobte Weiler noch kurz bevor er die Moderation an seinen Stellvertreter Mirko Weigand abgeben musste: Nach 25 Jahren im Amt des Ortsvorstehers, der goldenen Ratsehrennadel der Stadt Worms sowie der Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz würdigte nun auch Abenheim die Verdienste ihres Ortsvorstehers.

Geschrieben in: Worms und Ortsteile