Mi., 24. Mai 2017
Sie sind hier: Home » Handball » Denis Markert sorgte sechs Sekunden vor Schluss für den Siegtreffer zum 30:29
Von: 3. April 2017 weiterlesen →

Denis Markert sorgte sechs Sekunden vor Schluss für den Siegtreffer zum 30:29

Wormser HSG-Handballer ließen sich bei der HSG Kastellaun/Simmern auch durch übergroße Härte den Schneid nicht abkaufen

Ein Brüderpaar der Handball-Oberliga-Spitzenklasse. Denis Markert (l.) beobachtet seinen jüngeren Bruder Fabien Markert beim erfolgreichen Torwurf. Foto: Felix Diehl

In einer hochdramatischen letzten Spielminute war es HSG-Spielmacher Denis Markert (9), dem sechs Sekunden vor dem Abpfiff das goldene Tor gelang. „Als Handballer beißt man auf die Zähne, auch wenn es mal wehtut“, so der Matchwinner, der kurz zuvor noch nach einer überaus harten Attacke  noch gepflegt werden musste, aber kurz darauf die richtige Antwort zum viel umjubelten 30:29-Sieg gab. Wie es überhaupt ein  Tag der Markert-Brüder war, ohne die großartige, sehr große  kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft schmälern zu wollen. Denn sein jüngerer Bruder Fabian auf der halblinken Position, konnte sogar sagenhafte zehn Treffer erzielen.

Es war ein wahrer Handballkrimi gegen die abstiegsbedrohten Gastgeber der HSG Kastellaun-Simmern, in der IGS-Sporthalle in Kastellaun, die auch nicht vor oftmals übertrieben harten Einsatz zurückschreckten. Dass sich Denis Markert von dieser überharten Abwehraktion des Gegners nicht hat unterkriegen lassen, war ein Sinnbild für den gesamten Spielverlauf. Das unterstrich auch der Wormser Trainer Gerd Zimmermann. Sah er doch ein sehr kampfbetontes Spiel mit der einen oder anderen überharten Situation. Dass seine Schützlinge trotzdem beide Punkte gegen nach wie vor im Abstiegskampf steckende Hunsrücker eingefahren hatte, sei insbesondere auf einen Faktor zurückzuführen: „Obwohl meine Jungs viel einstecken mussten, haben sie sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und gekämpft wie die Löwen.“

Dass die Partie bis zum Schluss eng bleiben würde, zeichnete sich bereits im ersten Durchgang ab. Zunächst legten die Wormser ergebnismäßig vor. Doch die gastgebende HSG agierte äußert körperbetont und ließ die Gäste nicht davonziehen. Neben der harten Spielweise des Gegners machten es sich die Wormser das Leben aber auch selbst schwer, zielten sie beim Torwurf doch ein ums andere Mal zu genau. Immer wieder landete der Ball an Pfosten oder Latte, anstatt in den Maschen des Gegners. Nach knapper 8:7-Führung drehte der Gegner die Partie und ging mit 10:9 in Führung (20.). Bis zur Pause egalisierte die Zimmermann-Sieben diesen Rückstand, sodass die Mannschaften mit einem 14:14-Unentschieden in die Pause gingen.

Nach dem Seitenwechsel waren es dann erneut die Gäste, die mehr Würfe als der Gegner im Tor unterbringen konnten. Fünfzehn Minuten vor Schluss sah dann sogar alles danach aus, als würden die Wormser einen hart erkämpften Auswärtssieg einfahren. Denn zu diesem Zeitpunkt führten sie mit 24:21.

„Eine doppelte Unterzahlsituation  in dieser Zeit zu überstehen, das war ein echter Reifetest für meine Jungs“, so Gerd Zimmermann die Phase, als das Pendel langsam aber sicher in Richtung seiner Mannschaft auszuschlagen schien. Doch Kastellaun/Simmern gab sich nicht geschlagen und glich in der 54. Spielminute zum 24:24 aus. Bis in die letzte Spielminute agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe die Stunde von Denis Markert schlug. Es war ein Krimi bis zum Schluss, der  natürlich besonders Spaß macht, wenn man am Ende die zwei Punkte mit nch Hause nehmen kann. Deshalb ein Riesen-Kompliment an die Wormser Jungs, die wirklich viel einstecken mussten. Die zweiwöchige Osterpause kommt nach so einem Duell natürlich gerade recht, ehe am 22. April um 20 Uhr, das große Duell beim Tabellenführer TuS KL-Dansenberg ansteht.

Für die HSG Worms spielten Sascha Gieger und Max Noss (Tor), Jörn Christmann (3), Kuba Balaz (1), Kai Zimmermann (1), Denis Markert (9), Fabian Markert (10), Christian Kulaszewicz (2), Alexander Eusterholz, Fabian Russ, Markus Metzdorf (1), Jochen Schloß (3). Weiterhin gefehlt haben die Torhüter Thomas Elgert und Marco Palzer sowie Florian Reichelt und Lucas Gerdon.

Geschrieben in: Handball, Sport

Kommentare sind geschlossen