
Von Marcus Diehl > Seit dem Aufstieg 2020 in die A-Klasse Alzey-Worms hat sich der TuS Monsheim kontinuierlich in der Tabelle verbessert. In der letzten Saison belegte er am Ende den dritten Tabellenplatz. Die beiden führenden Teams Wörrstadt und Gau-Odernheim sind aufgestiegen.
Wird der TuS jetzt auf einem der beiden ersten Tabellenplätze landen? Als Meisterschaftsfavoriten haben sie die besten Aussichten darauf. Das hat auch Spielertrainer Tobias Hess zur Kenntnis genommen. „Damit müssen wir jetzt erst einmal umgehen und die Rolle so annehmen. Als Favorit gibt jede Mannschaft direkt ein paar Prozent mehr.“ Allerdings sei die Favoritenrolle nicht unbedingt ein Segen. Trainer und Mannschaft sind sich bewusst, was extern von ihnen verlangt wird. Kleinere Brötchen möchte der TuS aber auch nicht backen. „Wir wollen auf jeden Fall an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen und dauerhaft oben mitspielen“, so Tobias Hess. Das benötigte Selbstvertrauen sei vorhanden und sie wissen um ihre Stärken. Allerdings seien sie sich auch ihrer Schwächen bewusst – nach der Auffassung des Coachs wurden zu viele Gegentore kassiert.
Tobias Hess ist jetzt im zweiten Jahr als Spielertrainer beim TuS aktiv und aus sportlicher Sicht durchaus erfolgreich. Von der Mannschaft und dem Umfeld hat das Trainerteam viele positive Rückmeldungen erhalten, auch wenn es natürlich immer ein paar verbesserungswürdige Dinge gibt. In ihrer Zusammenarbeit werden Dinge intern angesprochen und dann gemeinsam gelöst. „Ich habe festgestellt, dass eine offene Kommunikation zwischen Trainer, Spielern und Vorstand extrem wichtig ist, und das werden wir weiterhin forcieren“, sagt Tobias Hess. Große Veränderungen in seiner Vorgehensweise gegenüber der Truppe seien jetzt nicht angedacht. „Ich sehe mich weiterhin als Teil der Mannschaft und versuche, wo ich kann, auf und neben dem Platz, zu helfen.“
Rein ergebnisorientiert gesehen verliefen die Vorbereitungen durchwachsen: Neben Erfolgen gab es auch die eine oder andere Niederlage. Dafür kann von keinem alltäglichen Auftakt in die Spielrunde gesprochen werden. Am ersten Spieltag wurde der SV Gimbsheim II mit einem 10:0 Erfolg deklassiert. Über neunzig Minuten wurde der TuS nicht gefordert. Die Gäste traten mit einer ersatzgeschwächten Truppe auf den Platz. Trotzdem muss dem TuS eine sehr gute Leistung attestiert werden, da er die Spannung über die gesamte Spielzeit hochhielt und zehn Tore erzielte.
„Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel gesagt, wie dieser Sieg einzuordnen ist. Wir heben jetzt also bestimmt nicht ab,“ so Tobias Hess. Als Trainer freue es ihn zu sehen, dass alle Spieler motiviert gewesen seien und viele Torchancen herausgespielt wurden, auch wenn nicht jedes Ding reingemacht wurde. Ein noch größerer Erfolg wäre also möglich gewesen.
Der TuS hat auf jeden Fall das Zeug dazu, ganz oben anzugreifen. Sascha Emmert, Dominik Kannen und Paul Raudasch werden kürzertreten. Mit Raul Escalante Panas (Grünstadt), Mario Raffel (FG Mutterstadt), Mario Ehret, Tim Korffmann (beide TSG Pfeddersheim), Maurice Spreizer (FSV Osthofen) und dem Eigengewächs, Mathis Wilms, ergänzen sechs neue Spieler den Kader, der damit noch breiter aufgestellt ist und den Konkurrenzkampf innerhalb des Teams antreibt.
Für Tobias Hess werden die SG Mauchenheim/Freimersheim und die TSG Pfeddersheim II ebenfalls um die Plätze ganz vorne kämpfen. Dazu kommen noch Mannschaften, die wegen ihrer hohen Fluktuation schwer einzuschätzen sind.
Der erste Sieg wurde eingefahren. Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin der Weg führt.