Do., 14. Dezember 2017
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Von: 18. September 2017 weiterlesen →

„Die Pflegestützpunkte leisten wichtige Arbeit“

Kathrin Anklam-Trapp zum Informationsbesuch beim Pflegestützpunkt in Osthofen

Tauschten sich über aktuelle Themen im Pflegebereich aus: (v.l.) Sabine Scriba, Katharina Wegener, Irena Markheim, Kathrin Anklam-Trapp, MdL

Tauschten sich über aktuelle Themen im Pflegebereich aus: Von Links Sabine Scriba, Katharina Wegener, Irena Markheim, Kathrin Anklam-Trapp, MdL

„Die Pflegestützpunkte leisten wichtige Arbeit. Sie gehören inzwischen fest zur Pflegestruktur in Rheinland-Pfalz. Das zeigt sich auch daran, dass Rheinland-Pfalz mit 135 Pflegestützpunkten an der Spitze der Bundesländer ist“, erklärte die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp nach ihrem Besuch des Pflegestützpunktes in Osthofen. Auch in Osthofen leisten die Fachkräfte Irena Markheim und Katharina Wegener eine sehr wertvolle Arbeit. Hilfesuchenden Menschen wird hier schnell und unkompliziert geholfen.

„95 Prozent unserer Arbeitszeit verbringen wir damit, die Pflegebedürftigen und ihre Familien zu Hause aufzusuchen und direkt vor Ort die jeweiligen Angebote zu koordinieren,“ so Irena Markheim. „Mittlerweile sind wir ein gut eingespieltes Team. Der Pflegestützpunkt ist inzwischen in der Region bekannt und die Menschen wissen, dass wir sie und die Angehörigen im Pflegefall umfassend beraten und unterstützen“, ergänzte Katharina Wegener. Beide sehen jedoch auch noch Verbesserungspotenzial. So könne der Bedarf an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten noch nicht komplett abgedeckt werden. Hier versprach die Abgeordnete, sich nach Möglichkeiten zu erkundigen, die Abhilfe schaffen könnten.

Die SPD-geführte Landesregierung will die Pflegestützpunkte in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Dazu sollen die bereits dort ansässigen Fachkräfte schrittweise zu Persönlichen Pflegemanagern weiterqualifiziert werden. „Damit wird das Angebot noch einmal erweitert und die Angehörigen deutlich entlastet, wenn sie es wollen und brauchen“, so Anklam-Trapp. Der Persönliche Pflegemanager soll neben der schon heute angebotenen Pflegeberatung auch Angelegenheiten, die die Angehörigen betreffen, erledigen und die passenden Pflege- und Unterstützungsangebote des täglichen Lebens wie z.B. Haushaltshilfen, Einkaufsdienste etc. finden.

Darüber hinaus hat am Standort Osthofen auch die Gemeindeschwester plus, Sabine Scriba, ihren Sitz. Sie arbeitet Hand in Hand mit den Fachkräften des Pflegestützpunktes und kümmert sich um ältere Menschen, die allein leben und nicht pflegebedürftig sind. „Das Problem bei diesen meist hochbetagten Menschen, die allein leben und sich noch selbst versorgen können, ist, dass sie meistens sehr einsam sind“ erläuterte Sabine Scriba ihre Erfahrungen aus den letzten Jahren ihrer Tätigkeit. „Ideal wäre es, wenn ein täglicher Besuch möglich wäre, so dass die Tage für die Betroffenen eine gewisse Struktur bekommen. Dies kann die Gemeindeschwester plus natürlich nicht leisten, hier können allenfalls private Initiativen Abhilfe schaffen.“

Die Gemeindeschwester plus ist ein Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz, das seit 2015 läuft und wissenschaftlich begleitet wird. Die Kosten werden zu 100 Prozent vom Land getragen.

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