Do., 19. Oktober 2017
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Von: 1. September 2017 weiterlesen →

Ein Wormser Junge in der Bundesliga: Die Karriere des Alexander Esswein

Von Worms in die weite Welt. Oder immerhin bis nach Berlin. Der Wormser Alexander Esswein läuft seit letzter Saison für den Hauptstadtclub auf. Mit der Hertha gelang letztes Jahr die direkte Qualifikation für die Europa League und auch dieses Jahr scheinen die Berliner wieder um die europäischen Plätze mitspielen zu können.

Esswein konnte mit 29 absolvierten Spielen und zwei Toren in der letzten Saison seinen Beitrag dazu leisten.

Alexander Esswein. Quelle: Franconia/Wikimedia

 

Alexander Esswein kam am 25. März 1990 in Worms auf die Welt. Er begann seine fußballerische Laufbahn 1996 beim TSV Neuleiningen und schaffte 2002 den Sprung zu den A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern.

Bei den Pfälzern durfte er dann auch sein Profi-Debut geben. Dieses fand in der 2. Bundesliga am 17. Dezember 2007 bei der Auswärtsniederlage gegen den 1. FC Köln statt.

Am Ende der Saison wechselte Esswein zum VfL Wolfsburg, wo er unter Trainer Felix Magath spielte. In diesem Fall muss man wohl sagen, spielen wollte. Als nominell sechster Stürmer bekam Esswein kaum Einsatzzeit bei den Profis. Hauptsächlich durfte er für die zweite Mannschaft der Wolfsburger spielen. Sein Debüt für die Profi-Mannschaft gab er dann am 21. Februar 2009. Ausgerechnet gegen seinen jetzigen Verein Hertha BSC Berlin lief Esswein damals das erste Mal in der Bundesliga auf. Die Wolfsburger gewannen dieses Spiel zu Hause mit 2:1.

Obwohl er hauptsächlich für die Reserve des VfL auflief, gelang Esswein am Ende der Saison 2008/2009 sein bislang größter Erfolg. Die Wolfsburger wurden unter Felix Magath deutscher Meister. Da Esswein Mitglied der ersten Mannschaft war, darf auch er sich offiziell deutscher Meister nennen.

Ein weiteres Jahr verbrachte er danach noch in Wolfsburg, ohne je eine echte Chance in der ersten Mannschaft zu bekommen.

Mitte 2010 entschied sich der Wormser Junge, lieber den Verein zu wechseln. Er suchte sich einen Verein, bei dem er sich besser präsentieren und mehr leisten konnte. So landete der Rechtsfuß bei Dynamo Dresden, die damals in der dritten Liga spielten. Im ersten Jahr wurde er 31 mal eingesetzt und konnte 17 Tore erzielen. Zudem konnte er im September und im April jeweils die Auszeichnung zum besten 3. Liga-Spieler des Monats gewinnen. Am Ende der Saison wurde er sogar zum 3. Liga-Spieler des Jahres ausgezeichnet. So wurden höherklassige Vereine wieder auf ihn aufmerksam. Der Plan des Rechtsaußen war also voll aufgegangen.

Nach dem geglückten Aufstieg in die 2. Bundesliga mit Dynamo Dresden wechselte Esswein zum 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga. Sein Debüt für die Franken gab er am 6. August 2011 bei einem 1:0-Auswärtssieg. Gegner war wieder mal Hertha BSC Berlin. Sein erstes Tor in der Bundesliga schoss Esswein gegen den FC Augsburg, zu denen er drei Jahre später wechselte.

Mit dem FC Augsburg schaffte er in der Saison 2014/2015 die direkte Qualifikation für die Europa League. In der Saison 2015/2016 konnte Esswein dann das erste Mal europäisch spielen. Durch das bessere Torverhältnis gegenüber Partizan Belgrad schaffte Augsburg es in die K.O.-Phase. Dort scheiterte Augsburg dann aber am späteren Zweiten FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp.

Nach dieser Saison wechselte Esswein dann zu Hertha BSC Berlin, wo er aktuell unter Vertrag steht.

Aber nicht nur auf Vereinsebene hat sich der Wormser einen Namen gemacht. Esswein war von 2006 bis 2013 durchgehend Bestandteil der deutschen nachwuchs Nationalmannschaften. Er durchlief dabei alle Mannschaften von der U-17 bis zur U-21. Seinen größten Erfolg feierte er 2007, als er mit der U-17 Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südkorea den dritten Platz belegte. Die Mannschaft gewann gegen Ghana mit 2:1.

Der 1,83 Meter große Wormser hat derzeit einen Marktwert von 2,5 Millionen Euro.

Geschrieben in: Verbraucher-Tipps