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Von: 3. November 2017 weiterlesen →

Einvernehmlich soll neuer Impuls gesetzt werden!

Handball-Oberliga: Trainer Gerd Zimmermann hört nach Saisonende bei der HSG Worms auf / Nachfolge noch nicht geregelt

Wenn die Handballer der HSG Worms am Samstagabend beim Aufsteiger SG Gösenroth/Laufersweiler ihr nächstes Punktspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bestreiten, dann spielt die Mannschaft erstmalig mit dem Wissen, dass sich in der kommenden Saison etwas verändern wird.

Denn ab der kommenden Runde wird Gerd Zimmermann nicht mehr als Trainer an der Seitenlinie stehen, sondern als gern gesehener Gast und prägende Persönlichkeit des Wormser Handballs die Heimspiele der HSG besuchen. Gemeinsam haben der Verein und sein Erfolgstrainer in den zurückliegenden Tagen und Wochen beschlossen zur neuen Saison einen neuen Impuls auf der Trainerbank zu setzen.

„Wir freuen uns auf eine tolle Restsaison mit Gerd Zimmermann als Coach und sind ihm unendlich dankbar dafür, was er für den Verein geleistet hat, wie er die Mannschaft zu großartigen sportlichen Erfolgen geführt hat und was er mit der Mannschaft bis zum Saisonende noch leisten wird“, sagt der sportliche Leiter der HSG, Florian Stenner.

Gleichwohl ist der Vereinsverantwortliche aber auch sicher mit Blick auf den restlichen Saisonverlauf, „dass mit der heutigen Verkündung dieser Nachricht natürlich bei allen eine ordentliche Portion Wehmut mitschwingen wird.“

Frühzeitige Weichenstellung
Dennoch ist der sportliche Leiter überzeugt, dass diese frühzeitige Weichenstellung der richtige Schritt für die weitere Zukunft der HSG ist. So geht man nach einer solch langen und unglaublich ereignis- und erfolgreichen Zeit miteinander stilvoll auseinander.

Dies ist höchst selten im Sport und spricht für das Ansehen des Trainers im Verein und den guten Draht, den man zueinander hat, so Florian Stenner als sportlicher Leiter der HSG Worms.

Auch der scheidende Coach ist glücklich mit dem Modell, auf das sich alle Beteiligten verständigt haben. Zu seinem Ende als HSG-Trainer sagt Gerd Zimmermann. Er möchte natürlich jetzt nicht an den Moment denken, wenn das letzte Saisonspiel abgepfiffen ist. Denn er hatte eine wunderbare Zeit in Worms. Er hat viele Freundschaften geschlossen, durfte mit einer großartigen Mannschaft vor einem außergewöhnlichen Publikum spielen und viele bewegende und unvergessliche Momente erleben.

In Deutschlands Spitzengruppe
Nach viereinhalb Jahren der stetigen Weiterentwicklung, angefangen mit dem punktverlustfreien Aufstieg aus der Rheinhessenliga in die Oberliga über den souveränen Klassenerhalt im Aufstiegsjahr bis hin zu einer sensationellen Saison 2016/17 mit der Etablierung in der Spitzengruppe in Deutschlands vierter Liga, ist dennoch Schluss für den Erfolgstrainer.

Diese Entscheidung hat Zimmermann sich nicht leicht gemacht, aber trotzdem habe ihn dieser der Gedanke schon einige Zeit begleitet. Letzten Endes ist er aber zu dem Schluss gekommen, dass für ihn nach viereinhalb Jahren Schluss ist.

Man sagt ja gerne: Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist. Jetzt freut sich Gerd Zimmermann auf die verbleibenden Wochen und Monate hier in Worms und verspricht, dass er danach definitiv nicht aus der Welt sein werde. Die Trainersuche – es läuft ja noch die Vorrunde – wird man bei der HSG Worms wohl überlegt lösen und keine Wasserstandsmeldungen abgeben.

Man wird sich die Entscheidung der Nachfolge nicht leicht machen. Denn der Nachfolger wird in große Fußstapfen treten.

 

Geschrieben in: Handball, Sport

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