Mo., 27. März 2017
Sie sind hier: Home » Eishockey » Eisbären überrollen Adler mit 6:1 Toren
Von: 15. März 2017 weiterlesen →

Eisbären überrollen Adler mit 6:1 Toren

Die Mannheimer zeigten am Mittwoch in Berlin eine schwache und desolate Leistung / Play-Off-Viertelfinalserie steht nach Spielen jetzt 2:2 ausgeglichen

Die Play-Off-Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Mannheimer Adlern (blaue Trikots) steht nach Spielen 2:2 unentschieden. Foto: Gernot Kirch

Die Play-Off-Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Mannheimer Adlern (blaue Trikots) steht nach Spielen 2:2 unentschieden. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler unterlagen im vierten Play-Off-Viertelfinalspiel sang- und klanglos mit 1:6  (1:1/0:3/0:2) Toren bei den Eisbären Berlin. In keiner Phase der Partie konnten die Nordbadener an die starke Leistung von Spiel 3 anknüpfen. Im Angriff fehlte den Mannheimern die Durchschlagskraft und die Abwehr agierte phasenweise konfus und schlampig. Berlin nutzte hingegen kaltschnäuzig seine Chancen und demütigte die Cracks aus der Quadratestadt. Der entscheidende Moment des Matches war in der 26. Minute beim Stand von 1:1 unentschieden als Adler-Stürmer Luke Adam eine ganz dicke Gelegenheit nicht verwerten konnte und im Gegenzug der Berliner Louis-Marc Aubry zum 2:1 traf. Als die Eisbären in der 29. Minute gar auf 3:1 erhöhten, war die Partie eigentlich schon entschieden. Mannheim erholte sich von diesem Schock nicht mehr. Der roten Faden war gerissen und den Cracks im blau-weiß-roten Dress fiel nichts ein, um die Eisbären-Festung zu knacken.

Natürlich fehlte den Adlern auch das Scheibenglück und manch eine Schiedsrichterentscheidung war fragwürdig, aber daran die Niederlage fest zu machen, greift nicht. Die Mannheimer waren am Mittwoch einfach schlecht und die Eisbären besser und besonders, effizienter.

In der Serie steht es jetzt nach Spielen 2:2 ausgeglichen. Die nächste Partie findet am Freitag (17.03.) um 19:30 Uhr in der Mannheimer SAP-Arena statt.

Zur Chronologie

1. Drittel
Nach einer Minute die Adler bereits in Unterzahl. Aber die Mannheimer überstanden diese knifflige Situation ohne Gegentor. Insgesamt war es in den ersten zehn Minuten jedoch ein vorsichtiges Abtasten. Kein Team wollte zu viel Risiko gehen und legte Wert auf die Defensive. Ab der 11. Minute die Adler in Überzahl. Aber ihnen gelang ebenfalls kein Tor. So blieb beim 0:0 unentschieden. Dann eine Fehlentscheidung der Schiris, als sie Adler-Stürmer Luke Adam hinausstellten, obwohl dieser von Julien Talbot mit dem Schläger traktiert wurde. Aber die Eisbären ohne Fortune. Dann wieder Mannheim in Überzahl und diesmal traf Ryan MacMurchy mit einem „One-Timer“, einem knackigen Direktschuss, in der 17. Minute zum 1:0 für die Cracks aus der Quadratestadt. Aber nur eine halbe Minute später der 1:1 Ausgleich durch Charles Linglet. Wie so oft kassierte Mannheim prompt ein Gegentor, nachdem sie selbst gerade trafen. Jetzt war aber endlich Feuer in der Partie. Fazit: Ein mäßiger Auftakt in den ersten 17 Minuten. Erst nach den beiden Toren wurde endlich Eishockey gespielt.

2. Drittel
Das zweite Drittel mit flotterem Eishockey. In der 26. Minute zunächst die riesige Chance für Adler-Stürmer Luke Adam, doch dieser scheiterte. Im Gegenzug machte es Louis-Marc Aubry besser und markierte die 2:1 Führung für die Eisbären. In der 29. Minute legte Andre Rankel zum 3:1 für Berlin nach. Die Eisbären jetzt im Vorwärtsgang und die Adler geschockt. Als Mannheim in Überzahl agierte, konnte Brent Raedeke in der 33. Minute den Puck nicht im leeren Berliner Tor unterbringen. Eine symptomatische Szene für die Adler an diesem Mittwoch. Irgendwie lief es nicht rund bei den Nordbadenern. In der 35. Minute verpasste dann Adler-Angreifer Daniel Sparre bei einer guten Gelegenheit. Im Anschluss eine merkwürdige Hinausstellung gegen den Mannheimer Daniel Sparre, obwohl dieser vom Berliner Torsteher gefoult wurde.

In der 37. Minute dann das 4:1 für Berlin durch Laurin Braun. Bei den Adler passte jetzt gar nichts mehr. Fazit: Die Eisbären überrollten Mannheim komplett. Die Berliner Führung klar und verdient.

3. Drittel
Die Adler fanden im letzten Abschnitt kein Mittel gegen Berlin. Mehr als die Vorentscheidung dann in der 46. Minute das 5:1 durch Laurin Braun. Berlin nun in Gala-Form, Mannheim hingegen desolat. In der 56. Minute das 6:1 für die Eisbären durch Darin Olver. Den Schlusspunkt der Partie bildete ein Faustkampf zwischen dem Mannheimer David Wolf und dem Berliner Alexander Roach. Fazit: Ein bedeutungsloses Drittel. Der Sieg der Eisbären stand längst fest. Die Adler einfach nur gefrustet.

————————————————————————————————————————
Aufstellung:

Mannheim: Endras (Ziffzer) – Johnson, Reul, Colaiacovo, Larkin, Akdag, Carle, Richmond – Plachta, Raedeke, Ullmann, Adam, Kolarik, MacMurchy, Wolf, Festerling, Sparre, Arendt, Joudrey, Kink

Berlin: Vehanen (Cüpper) – Müller, Gervais, Baxmann, Dupont, Hördler, C. Braun, Roach – Busch, Aubry, Fischbuch, Linglet, Olver, Petersen, MacQueen, Talbot, Wilson, Rankel, Noebels, L. Braun

Strafen: Mannheim 20 Min + 5 Min + Spieldauer Wolf – Berlin 24 Min

Torschüsse: Mannheim 22 – Berlin 33

Zuschauer: 12.200 Zuschauer

Tore: 0:1 (16:53) MacMurchy (Richmond/Kolarik) – PP1; 1:1 ( 17:22) Linglet (Petersen/OLver) – EQ; 2:1 (25:55) Aubry (Busch/Fischbuch) – EQ; 3:1 (28:12) Rankel ( Noebels/Talbot) – EQ; 4:1 (36:37) L. Braun (Rankel/Talbot) – EQ; 5:1 (45:24) L. Braun – EQ; 6:1 (55:47) Olver (Linglet/Petersen) -EQ

Geschrieben in: Eishockey, Sport