Mo., 27. März 2017
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Entwurf für neues Vannini-Gebäude präsentiert

Städtisches Gremium diskutierte die Planung für das zweigeschossige Café auf dem Marktplatz / Entscheidung über Realisierung noch in diesem Jahr

Das Modell des zweigeschossigen Nannini-Cafés. Foto: Gernot Kirch

Das Modell des zweigeschossigen Vannini-Cafés. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Seit rund zwei Jahren wird in den städtischen Gremien über den Neubau eines zweigeschossigen Vannini-Cafés auf dem Marktplatz diskutiert. Am Mittwochnachmittag stand das Thema erneut auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Worms. Rund drei Stunden lang debattierten die Ausschussmitglieder mit über 40 Wortmeldungen über die Realisierung.

Oberbürgermeister Michael Kissel informierte am Donnerstag die Vertreter der Presse. Demnach habe es eine engagierte Diskussionen gegeben. Einig seien sich die Mitglieder über eine hochwertige Bebauung gewesen, die sowohl in das Stadtbild passen muss wie auch funktionalen Anforderungen genügen soll. Über die Details habe es im Ausschuss noch Kritik und Fragen gegeben, so Kissel. Hierbei sei es es etwa um die Materialien für die Fassade gegangen.

Zweigeschossiges Modell

Zunächst stellte Pietro Vannini im Haupt- und Finanzausschuss seinen Entwurf bzw. ein Modell vor. Das Gebäude soll zweigeschossig sein und aus hellen Materialen bestehen. Oberbürgermeister Michael Kissel sagte, rund 80 Prozent der Fassade wird wohl aus Glas sein.
Das neue Café werde von der Grundfläche nicht mehr Raum beanspruchen wie das jetzige Eiscafé samt Außenbestuhlung. Allerdings werde das eigentliche Gebäude viel größer werden, um einen Ganzjahresbetrieb über zwölf Monate zu ermöglichen. Dafür wird es im Außenbereich wohl nur mehr zwei Stuhlreihen vor dem Café geben.
Im Keller des Cafés sollen Toiletten, Sozialräume und die Eismaschinen untergebracht werden. Im Erdgeschoss finde, so Kissel, wie bisher der Eisverkauf statt. Im Obergeschoss soll ein Café mit Tischen und Stühlen entstehen, in dem der Besucher 12 Monate im Jahr Eis schlecken oder einen Kaffee trinken könne. Zudem soll eine große Terrasse das Sitzen im Freien ermöglichen. Je nachdem, wo der Gast Platz genommen habe, könne er den Blick auf den Dom oder den Marktplatz genießen. Mehrere Schiebetüren werden es zudem ermöglichen, dass bei milden, sommerlichen Temperaturen auch im Inneren ein Open-Air-Gefühl entsteht.
Ein Aufzug soll die Barrierefreiheit gewährleisten.
Pietro Vannini hat für die Planung sowohl auf Wormser wie auch auf italienische Architekten zurückgegriffen. Sollte es zur Realisierung kommen, werde das Personal verdoppelt.

So sieht zurzeit das Vannini Eisgeschäft auf dem Marktplatz aus. Foto: Gernot Kirch

So sieht zurzeit das Vannini Eisgeschäft auf dem Marktplatz aus. Foto: Gernot Kirch

Weiterer Fahrplan zu Realisierung

Zum weiteren Zeitplan sagte der Stadtchef, dass die Entwürfe von Pietro Vannini in der nächsten Woche noch einmal im städtischen Bauausschuss erörtert werden, anschließend komme das Thema in den Stadtrat. Sollten alle Gremien dem Entwurf zustimmen, möchte Pietro Vannini im Oktober 2017 mit dem Bau beginnen, sodass im Frühjahr 2018 bereits das neue Café öffnet und die Gäste leckeres Eis genießen können.

Ein weiterer Aspekt, der noch final besprochen werden müsse, so OB Kissel, seien die Modalitäten des Pachtvertrages. So bleibe die Baufläche im städtischen Besitz, Pietro Vannini werde das Gebäude aus eigenen Mitteln bauen und erhalte dafür eine Mietvertrag für 25 Jahre mit der Option auf weitere, zweimal fünf Jahre. Danach gehe das Gebäude in den Besitz der Stadt über.

Das neue Nannini-Cafe wird auf dem Platz entstehen, wo sich bereist jetzt sein Café befindet. Foto: Gernot Kirch

Das neue Vannini-Café wird auf dem Platz entstehen, wo sich bereits jetzt das Café befindet. Foto: Gernot Kirch

Transparenz und öffentliche Diskussion

Der Oberbürgermeister möchte bei der Realisierung die Öffentlichkeit weitestgehend einbinden, da es um ein Anliegen für die ganze Stadt gehe, zumal es sich um ein städtisches Gelände handele. Es sei ein sensibler Ort, der eine Art „Ankerpunkt“ der Innenstadt darstelle und sowohl der Eingang zur Fußgängerzone wie auch zum Domgelände sei.

Ein zentrales Anliegen der Stadt sei, so Kissel, dass auch weiterhin der Wochenmarkt und andere Sonderveranstaltungen, wie etwa Konzerte oder der Allerheiligenmarkt auf dem Marktplatz durchgeführt werden können.

Michael Kissel ist sich bewusst, dass das Vorhaben ein lebhafte Diskussion in Worms auslösen wird. Scherzhafte sagte er: „Jede Neuerung, die von den Sehgewohnheiten abweicht, ist in Worms ein Wagnis.“

Geschrieben in: Worms und Ortsteile