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  • Do., 09. April 2026, 12:12 Uhr
    TIERSEUCHENVERBUND RHEINPFALZ: Newcastle-Krankheit wieder in Deutschland

    Geflügel regelmäßig impfen

    In Deutschland sind bei Geflügel erstmals seit rund 30 Jahren wieder Fälle der hochansteckenden und folgenschweren Newcastle-Krankheit aufgetreten. Aus diesem Anlass hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) an die bestehende Impfpflicht für Hühner und Puten gegen die Newcastle Krankheit, auch Newcastle Disease oder ND genannt, erinnert.

    Die Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises macht daher auf die aktuell gültigen gesetzlichen Regelungen aufmerksam. Bekannte Fälle der Newcastle-Krankheit gibt es im Zuständigkeitsgebiet mit Stand vom 9. April nicht.

    Alle Hühner und Puten eines Bestandes sind gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. Dies betrifft auch Hobby- und Kleinstbestände. Wiederholungsimpfungen sind nach Angaben des Impfstoffherstellers so durchzuführen, dass ein belastbarer Impfschutz erreicht wird. Über die durchgeführten Impfungen hat der Besitzer beziehungsweise die Besitzerin Nachweise zu führen (Impfbescheinigung). Wer gegen diese Impfpflicht für Hühner und Puten verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Wenn durch die Nichtimpfung andere Bestände infiziert werden, sind Regressforderungen möglich.

    Die Impfung kann über das Trinkwasser oder mit einem Aerosolspray erfolgen. Bei diesen Impfformen müssen spätestens alle drei Monate Wiederholungsimpfungen durchgeführt werden, damit ausreichende Immunität erreicht wird. Eine Einzeltierimpfung per Injektion in die Muskulatur bringt eine länger andauernde Immunität gegen die ND, ist aber aufwändiger. Anfangs muss dabei eine Auffrischungsimpfung nach vier Wochen verabreicht werden, danach reichen jährliche Wiederholungen der Impfinjektion aus.

    Die Newcastle-Krankheit

    Die Newcastle-Krankheit ist eine hochansteckende Virusinfektion, die vor allem Geflügel betrifft. Die Krankheit sorgt für großes Tierleid: Erkrankte Vögel zeigen Symptome wie Atemnot, Durchfall, Gleichgewichtsstörungen, eine verminderte Legeleistung und Todesfälle. Die einzelnen Vogelarten sind unterschiedlich betroffen. Während das Virus bei Hühnern und Puten zu hoher Sterblichkeit führen kann, verursacht es beispielsweise bei Enten oder Gänsen oft nur eine klinisch unauffällige Infektion.

    Für Menschen ist das Virus in der Regel ungefährlich. Sie können sich in seltenen Fällen bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel anstecken (Zoonose) und bekommen dann meist eine Bindehautentzündung, die aber bald zurückgeht.

    Weitere Informationen gibt es beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) unter www.fli.de

    Der Verbund

    Die Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim, Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis bilden gemeinsam den Tierseuchenverbund Rheinpfalz.

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