Do., 19. Oktober 2017
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Von: 18. Juli 2017 weiterlesen →

Güterverkehr zwischen Worms und Mainz könnte zunehmen

Verkehrsmengen richten sich nach der Nachfrage von Industrie und Handel

„Bis Mitte August sollen die Arbeiten, welche zur Zeit für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen des Güterverkehrs auf der Strecke zwischen Worms und Mainz sorgen, beendet sein.“ Dies erfuhr der Bundestagabgeordnete auf seine Nachfrage für einen Bürger hin von der Deutschen Bahn.

Die Verkehrsmengen im Schienengüterverkehr richteten sich stark nach der Nachfrage von Industrie und Handel und seien aus diesem Grund im wöchentlichen und monatlichen Verlauf Schwankungen unterworfen, so die Bahn in ihrem Antwortschreiben an Held. Während an Wochenenden geringerer Bedarf an Transportleistungen bestände, herrsche von Dienstag bis Donnerstag in der Regel ein höheres Verkehrsaufkommen. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung könnten auch Verkehre über einen längeren Zeitraum zunehmen. Ein weiterer Grund für den Zuwachs von Verkehren seien sogenannte Umleitungsverkehre, beispielweise bedingt durch Bauarbeiten. „Dies traf und trifft auch für Abschnitt Worms – Mainz zu. Im Mai und Juni wurden umfangreiche Gleis- und Weichenerneuerungen, Bahnsteig- und Brückenarbeiten umgesetzt, die zu einer Sperrung der Main-Neckar-Bahn (Strecke Frankfurt – Heidelberg) geführt haben“, so Held. Derzeit erfolgten in den Sommerferien (03.07.-11.08.2017) Bahnsteigarbeiten und Gleiserneuerungen auf der Riedbahn (Strecke Frankfurt – Mannheim). Die Arbeiten bedingen eine Verkehrszunahme auf den Umleitungsstrecken, u.a. auf den Streckenabschnitt Worms – Mainz. „Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte August abgeschlossen sein“, bittet die Bahn um Verständnis und Geduld. 
Mit welcher Geschwindigkeit auf Strecken gefahren werde, hänge sowohl von den technischen Parametern der Strecke selbst als auch von den Zugarten ab, betont die Deutsche Bahn in ihrem Schreiben an Held. Geschwindigkeitsreduzierungen für den Güterverkehr würden zu erheblichen Kapazitätsverlusten auf den Strecken führen. Ebenso wären Folgewirkungen für die Nutzung des gesamten Schienennetzes nicht auszuschließen, urteilt die Bahn. Letztendlich würde dies den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr erheblich schwächen und eine Verlagerung der Transporte auf die Straße wäre die Folge. Es ergebe sich lediglich eine Verschiebung der Lärmbelastung und keine Reduzierung. Das politische Ziel „Mehr Verkehr auf die Schiene“ würde konterkariert. Alle Anstrengungen sollten deshalb darauf gerichtet sein, den Lärm zu mindern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs zu erhalten. Dies werde u.a. mit der Umrüstung der Güterwagen auf die sogenannte Verbundstoffbremssohle erreicht. Bereits heute sei über die Hälfte der Flotte von DB Cargo leiser unterwegs und bis Ende 2020 werde der gesamte Wagenpark in Deutschland mit modernen Bremstechnik ausgerüstet sein, schließt die Bahn. 

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