Mi., 22. November 2017
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Oweh statt Ahoi!

Wormatia leistet sich 3:2-Heimniederlage gegen Aufsteiger Stadtallendorf

Kapitän Patrick Auracher, der einen Elfmeter zur 1:0-Führung verwandelte, stemmte sich vehement gegen die Heimniederlage – leider vergeblich. Archivfoto: Felix Dieh

Die Führung durch Patrick Auracher, der in der 24. Minute einen Elfer verwandelte, hatte nichtmal bis zur Halbzeit Bestand. Fernández traf in der 42. Minute zum Ausgleich, Vogt erzielte in der 63. Minute die Gästefuehrung, und erneut Fernández baute den Vorsprung in der 71. Minute zum 1:3 aus.

Der Anschluss in der Schlussminute durch Neuzugang Kizilyar kam zu spät. Es blieb eb auch nach 93 Minuten beim 2:3 und der Heimpleite vor rund 1.000 Zuschauern am Backfischfestsamstag

Hessischer Nobody kommt heute in die EWR-Arena

Der VfR Wormatia hat heute um 14 Uhr den Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf zu Gast / Fans hoffen auf drei Punkte zum Backfischfestausklang / Angriffsduo Gösweiner und Ando fehlt

Von Klaus Diehl | TSV Eintracht Stadtallendorf heißt der Aufsteiger aus der Oberliga Hessen, der sich am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 die Meisterschaft sicherte. Ein Verein, der sich vor Saisonbeginn riesig freute, die vielen bekannten Vereine aus der Regionalliga Südwest im heimischen, 6.500 Zuschauer fassenden Herrenwaldstadion, empfange zu dürfen.

Neues Aushängeschild in der Region

Stadtallendorf hat etwa 22.000 Einwohner und liegt im Landkreis Marburg-Biedenkopf etwa 18 Kilometer von Marburg entfernt. Eine liebenswerte Klein-Stadt, die außer Fußball und Handball auch viel Kultur zubieten hat. Das eigentliche Aushängeschild sind seit der letzten Saison die dortigen Eintracht-Fußballer 1920, mit kaum bekannten Spielern, die allesamt aus der Umgebung kommen. Im Jahr 2008 in die Oberliga aufgestiegen, schafften die Eintrachtler mit Trainer Dragon Sicaja im Jahr 2017 den Aufstieg und seitdem ist der Fußball in Mittelhessen das große Gesprächsthema. Aber auch bei den etablierten anderen Regionalligisten.

Erste Niederlage kassiert

Musste man am letzten Wochenende mit 1:2 gegen den Drittliga-Absteiger FSV Frankfurt die erste Saisonniederlage kassieren, so stehen die heutigen Gäste in der EWR-Arena mit neun Punkten auf dem 8. Platz, derweil die Wormaten mit 7 Zählern auf dem 10. Rang sind. Schon aus dieser Konstellation heraus dürfte dies heute ein spannendes Spiel werden

Breite Brust und selbsbewusst

Stadtallendorf, bei denen in den letzten Wochen vier Spieler den Verein verließen und mit Auer vom Teutonia Watzenborn-Steinberg ein Neuer dazu kam, wird sicherlich mit breiter Brust, Selbstbewusstsein und Euphorie auflaufen und den Wormaten ob ihres starken Mannschaftsgefüges sicherlich alles abverlangen.

Da ist es auf Wormatia-Seite schon schade, dass ausgerechnet jetzt das neue und bisher viel versprechende Angriffs-Duo nicht dabei sein kann. So der für zwei Wochen wegen seines Schubsers im Auswärtsspiel beim TuS Koblenz gesperrte Thomas Gösweiner und der im gleichen Spiel mit einem Bänderanriss vorzeitig vom Platz gegangene Daisuke Ando.

Alternativen vorhanden

Sicherlich wird dadurch Jan-Lucas Dorow wieder in die vorderste Front rücken, dazu Steffen Straub auf der linken und Ricky Pinheiro, der in den letzten zwei Spielen einen prima Job in der Innenverteidigung machte, mehr auf der rechten Offensiv-Seite. Eugen Gopko ist in der rechten Außenposition der Viererkette wieder einsetzbar und Kapitän Patrick Auracher kann wieder nach innen rücken.Giuseppe Burgio, in Koblenz überraschend eingewechselt, hat für 90 Minuten noch nicht die nötige Kraft, steht aber als erste Alternative bereit.

Die letzte Woche noch verpflichteten Wormatia die für Defensive und im Mittelfeld gedachten Morris Nag (SV Waldhof Mannheim) und Urgurtan Kizilyar (Astoria Walldorf), die frisch ins Training eingestiegen sind. Sebastian Schmitt hat sich auf der linken Position in der Viererkette aufgrund seiner Leistungen erst einmal fest gespielt, so dass Alan Stulin und Sebastian Himmel den defensiven Part mit Zug zum gegnerischen Tor wieder einnehmen werden.

Drei Punkte zum Backfischfest?

Mit dem großartig heraus gespielten 3:1-Sieg gegen den FC Astoria Walldorf im letzten Heimspiel haben die Wormaten die Ansprüche der Fans sicherlich etwas hoch geschraubt, zumal drei Punkte am letzten Backfischfest-Wochenende gefeiert werden sollen.

Ahoi und alla Wormatia!

Geschrieben in: Fußball, Sport, Wormatia

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