Fr., 15. Dezember 2017
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Von: 22. Februar 2017 weiterlesen →

Höhepunkt im Gemeindeleben

Nelson Kraybill, Präsident der Mennonitischen Weltkonferenz, war zu Gast in Ibersheim

Nelson Kraybill (links) und Andreas Kohrn (rechts) bei der Besichtigung der Kirche.

Nelson Kraybill (links) und Andreas Kohrn (rechts) bei der Besichtigung der Kirche.

Gleich zu Anfang des Jahres hat die Mennonitengemeinde Worms-Ibersheim einen Höhepunkt im Gemeindeleben erlebt. Der Präsident der Mennonitischen Weltkonferenz, der US-Amerikaner Nelson Kraybill, Pastor in Elkhart (Indiana), die Gemeinde im nördlichsten Wormser Stadtteil besucht. Begleitet wurde er von Rainer Burkart, dem Vorstandsmitglied für Deutschland in der Mennonitischen Weltkonferenz.

Gut zwei Stunden hat er sich Zeit genommen, um die Gemeinde kennenzulernen. Neben zahlreichen mennonitischen Gemeindegliedern waren auch Pfarrer Höppner-Kopf von der evangelischen Gemeinde und – stellvertretend für Pfarrer Solomon – Helmtrud Belzer von der katholischen Gemeinde vor Ort, um diesen besonderen Besucher willkommen zu heißen.

Nachdem Pastor Andreas Kohrn ihn begrüßt hatte, führte er ihn durch Kirche und Gemeinderäume und konnte ihm anschließend die besondere Geschichte der Ibersheimer Gemeinde erklären. Walter Ellenberger, der 2. Vorsitzende der Gemeinde, hatte eine sehr interessante Statistik über die Gemeindeentwicklung, die Altersstruktur und die Finanzierung des Gemeinde zusammengestellt. Heike Dettweiler berichtete über ihren Weg in die Gemeinde und über die aktuelle Vorstandssituation.

Mennonitische Gemeinden kennenlernen
Aber nicht nur die Gemeinde wollte sich vorstellen: Alle Anwesenden waren gespannt auf den Bericht des Präsidenten. Nelson Kraybill war in Deutschland, da sich der Vorstand der Weltkonferenz zu seinem jährlichen Treffen in diesem Jahr in Augsburg zusammengefunden hatte. Es war ihm ein Anliegen, auch einige mennonitische Gemeinden kennenzulernen und ihnen von der Arbeit der Weltkonferenz zu berichten.

Dabei sieht er dieses Gremium in erster Linie als Vermittler zwischen Mennoniten auf der ganzen Welt. Hier gibt es eine gemeinsame Mission: „Wir Mennoniten verspüren eine Berufung: wir möchten Friedensstifter in einer sehr gewalttätigen Welt sein.“ Das ist z.B. in Kolumbien gelungen, wo nach etlichen Jahrzehnten des Bürgerkrieges endlich der Friedensprozess eingeleitet werden konnte, auch mit Hilfe mennonitischer Aktivitäten dort. Nelson Kraybill sprach sehr eindringlich und betonte, dass in einer Zeit, da der Nationalismus wieder stärker werde, wir einander gut zuhören sollten und auch unsere Wurzeln nicht vergessen dürfen. Dabei hat er auch hervorgehoben, dass Mennoniten mit Katholiken und Protestanten sehr viel gemeinsam haben: „Es sind unsere Brüder und Schwestern im christlichen Glauben“ .

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen besuchte er noch das „Ammeheisje“ und war fasziniert von der Ibersheimer Geschichte, die Christian Lang ihm darlegte. Er ließ es sich auch nicht nehmen, noch den „Totentanz“ in der Friedhofshalle mit seiner besonderen Botschaft zu bewundern.

BU: 

Geschrieben in: Worms und Ortsteile