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  • Mi., 15. Mai 2013, 00:24 Uhr
    Erfolgloses Bemühen: Wormatia unterliegt Koblenz mit 1:2 / Entschuldigung für unterirdische Leistung in der 1. Halbzeit

    „Hosen voll – keine Kerle auf dem Platz!”

    Während seine Mannschaftskollegen durch Unvermögen im Abschluss glänzten, gelang Marcel Abele, der nach der Halbzeitpause eingewechselt wurde, immerhin mit Hilfe des Gegners durch einen abgefälschten Ball der Anschlusstreffer. Foto: Klaus Diehl


    VON STEFFEN HEUMANN „Es war nicht Aufstellungssache, sondern Einstellungssache”, so der Versuch einer Analyse von Wormatia-Coach Stefan Emmerling nach Spielschluss. Warum seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten der Heimpartie gegen Koblenz das Fußballspielen verweigerte und beinahe vom Gegnern vorgeführt mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine schleichen musste, bleibt den 910 Zuschauern am Dienstagabend in der EWR-Arena ein Rätsel. Vielleicht Kopfsache? Eine Leistung, für die sich Emmerling auch im Namen der Mannschaft bei den Zuschauern entschuldigte. „Das war unterirdisch. Wir hatten die Hosen voll und keine Kerle auf dem Platz”, kündigt Emmerling Konsequenzen an. Immerhin muss man der Mannschaft attestieren, nach der Pause wenigstens den Willen gezeigt zu haben, die drohende Niederlage doch noch abwenden zu wollen. Mit einer ähnlichen Einstellung von Beginn an, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Wenigstens konnte Marcel Abele in der 72. Minute den Anschlusstreffer erzielen – allerdings, und das ist bezeichnend für das Leistungsvermögen und die Moral, mit Unterstützung des Koblenzers Murat Sejdovic, der das Leder unhaltbar ins eigene Gehäuse abfälschte.

    In der Schlussviertelstunde keimte unter den VfR-Fans die Hoffnung auf, dass vielleicht noch der Ausgleich möglich ist, zumal die Gäste sich in der zweiten Spielhälfte auf Ergebnis-Verwaltung beschränkten. Aufgrund der eklatanten Abschlusschwäche bei den wenigen herausgespielten Chancen, muss die Emmerling-Elf jedoch eine empfindliche Niederlage verdauen und weiter um den Klassenerhalt bangen. Vier Punkte Vorsprung auf den 14. Tabellenplatz, dazu das Restprogramm beim Tabellenführer in Kassel und vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenzweiten Elversberg. Bei der aktuellen Verfassung der Mannschaft hilft nur ein Wunder, um das Abstiegsgespenst aus eigener Kraft  verjagen zu können. Oder ganz viel Dusel, wenn man darauf spekulieren mag, dass die Konkurrenz auf den Abstiegsrängen ebenfalls patzt.
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