Sie sind hier: Home » Worms und Ortsteile » „Humba, humba, täterä“

„Humba, humba, täterä“

Fastnachtskampagne im Sportheim des TuS Weinsheim mit abwechslungsreichem buntem Programm

„Humba, humba, täterä – bei GV Liederkranz war’s widder schää.” Nach diesem Motto, moderiert von Sitzungspräsident Robert Geiser, startete der Weinsheimer Gesangverein Liederkranz am Fastnachtssamstag der diesjährigen Fastnachtskampagne seine närrische Sitzung im Sportheim des TuS Weinsheim. Vor ausverkauftem Saal, gekonnt unterstützt von Musiker Hans-Jürgen Sippel, führte Robert Geiser durch ein abwechslungsreiches buntes Programm mit viel Kokolores, Gesang der aktiven Sänger und phantastischen Tanzeinlagen. Pünktlich um 19.11 Uhr zogen Elferrat und Tanzmariechen Jasmin Eggers auf die Bühne. Jasmin Eggers vom TSV Wiesenthal begeisterte mit ihren akrobatischen Einlagen alle Gäste im Saal und sorgte für die erste Zugabe des Abends. Ermöglicht wurde der Auftritt durch eine Spende des anwesenden Ortsvorstehers Heinz Wössner.

Nach Begrüßung und aufwärmender Schunkelrunde konnte der diesjährige Fastnachtsorden dem langjährigen Sänger und Mitglied der Eisbachraben Josef „Seppl“ Stutz verliehen werden, bevor Vollblutweib Katrin Klemmer als „Sexbomb“ ideenreich und mit viel Ausdauer nach dem Mann fürs Leben suchte. Beim anschließenden Zwiegespräch hatten die den Anwesenden aus früheren Jahren bestens bekannten Damen Hablischek und Poschposchi (Vanessa und Monika Holz) mit russischem Akzent und ihren Geschichten zum Autofahren und Handynutzen wieder die Lacher auf ihrer Seite. Die vorbereitete Liste der Ehrengäste war schließlich so groß, dass Robert Geiser nach der Entfaltung einer bis zum Bühnenboden reichenden Liste, zusammenfassend die zahlreichen Ehrengäste und Mitglieder begrüßen konnte.

Die Smyleys vom WCC als erste Tanzgruppe des Abends begeisterte mit phantasievollem Tanz in bunten Kostümen zu Alice im Wunderland, bevor der Frauenchor unter dem neuem Namen „Eisbachsingers“ in Kittelschürzen und Latzhosen alte Gassenhauer wie „Ei ei ei die Gaaß ist weg“ und „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ unter Leitung von Dirigentin Silja Rothe zum Besten gaben. Aus ihrem „Trimm Dich Center im Wohnzimmer“ berichtet die Aktive Monika Sauerwein und nahm dabei sich selbst gerne aufs närrische Korn.

Mit einer weiteren Energie- und Rock’n Roll geladenen Tanznummer überzeugten und begeisterten die Apocalyptics von Rockin Wormel vor der Pause, deren Schwung vom WCC – Erwachsenenballett „Konfetti“ in die 2. Halbzeit übernommen und fortgeführt wurde. Mit „Vun Fraa zu Fraa“ strapazierten Marion Graf und Monika Sauerwein die Lachmuskeln des mitgehenden Publikums mit Sprüchen wie wenn der Nachbar das Frühstücksei küsst und seiner Fraa mit’m Löffel uff de Kopp schlägt.

Als danach eine einsame Gartenbank auf der Bühne platziert wurde, war allen im Saal klar, es ist wieder Zeit für Familie Knorzel, seit Jahrzehnten Teil der Liederkranzfastnacht, wenn auch erstmals ohne Rudi Blanck der im vergangenen Jahr als 80-jähriger Sänger seinen Bühnenausstand gegeben hatte. Verwegenes Outfit mit „Panettone-Hut“, Bärenfellstiefeln und entschleunigenden Sprüchen der Knorzel’s, in unverwechselbarer Manier überzeugend und unverkennbar von Andreas und Michael Blanck dargestellt.

Alleine das Ideenreichtum an neckischen Bezeichnungen für ihre Ehegattinnen, wie Blumekohlrösje, Laugestengel’sche oder Quarktasch zeugte vom ungebrochenen Ideenreichtum der Akteure. Auch 2018 im Zwiegespräch erneut in der Bütt, Ute Neeber und Marga Kühfuss, berichtend von ihrem Sommerurlaub in Belgrad, der Hauptstadt von Spanien sowie Willi Zimmermann als „Rentner aus der Ostpreußensiedlung“ berichtend, waren die nächsten Programmpunkte. Mit einer närrischen Rakete verabschiedete Robert Geiser „den rüstigen Rentner“ in den närrischen Ruhestand, den er sich mit 83 Jahren und vielen Vorträgen redlich verdient hat.

Vollgas gaben dann noch einmal die „Eisbachraben“ zum Abschluss der Sitzung mit ihrem Vortrag aus dem Zeitalter von Facebook, Twitter, WhatsApp & Co. Einstudiert von Silja Rothe begeisterten die Sänger des Vereins mit Liedern wie „Vieles des kummt aus Amerika“, „Ja das Schreiben und das Lesen“, oder „Kein Schwein ruft mich an“. Dabei durfte auch das Thema Videobeweis aus der Fußballwelt nicht fehlen. Mit Sprüchen wie „Frieher ham mer gegrölt wann e´Tor g´falle is – heit warden mer uff de Videobeweis“, sprachen sie sicher vielen Fußballbegeisterten aus der Seele. Auch 2018, gekonnt moderiert von Michael Blanck, der auch für die Texte verantwortlich zeichnete, leiteten die „Raben“ um Mitternacht in das große Finale beim Gesangverein Liederkranz ein.

Geschrieben in Worms und Ortsteile am 13. Februar 2018