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Klingendes Aushängeschild für Worms

SPD-Fraktion vor Ort besucht Fanfarencorps der Nibelungenstadt Worms / Suche nach neuem Vereinsheim

Als willkommene Gäste des Fanfarencorps der Nibelungenstadt Worms informierte sich die sozialdemokratische Fraktion im Vereinsheim über das ehrenamtliche Engagement der Musikerinnen und Musiker. „Als Aushängeschild für die gesamte Stadt Worms“ bezeichnete SPD Fraktionsvorsitzender Timo Horst den Verein, der regelmäßig bei Festen und Veranstaltungen in der Region und weit darüber hinaus auftritt. „Wir stolz darauf eine solche engagierte Truppe zu haben“, so der Fraktionschef. Doch auch der Fanfarencorps hat Probleme.

„Die Miete frisst uns auf“, eröffnete Rolf Koch als Vorsitzender des eingetragenen Vereins ohne zu Zögern das Gespräch mit den SPD-Stadträten rund um Horst. Ergänzend erläuterte er, dass sie bald ihre mittelalterlich gestalteten Uniformen mit einem Alter von 15 bis 20 Jahren erneuern müssten. „Solche Uniformen haben leider genauso wie neue Instrumente ihren stolzen Preis“, erläuterte Koch im Beisein seiner Vorstandskollegen.

„Auch vor 35 Jahren konnten wir uns schon einmal keine Uniformen mehr leisten“, blickte Koch dankend auf die vergangene Hilfe der Stadt Worms zurück: Damals hatte die Stadtverwaltung einen Wechsel in die kostengünstigeren Räume der Pestalozzi-Schule ermöglicht, so dass der Verein mit Hilfe der gesparten Miete Geld für neue Uniformen ausgeben konnte. „Da die Pestalozzi allerdings zur Ganztagesschule mit Mensa ausgebaut worden ist, ist für uns kein Platz mehr geblieben“, äußerten die Vereinsvertreter ihr Bedauern über die für ihren Verein nachteilige Entwicklung des Schulstandortes.

Einsatz für Fördergelder
„Wie bereits dargestellt hat die Stadt dem Fanfarencorps als klingendes Aushängeschild wenn möglich immer unterstützt“, bestätigte Oberbürgermeister Michael Kissel die Ausführungen des Vorsitzenden. Zudem habe sich vor circa sieben Jahren die Stiftung RWE für Worms am Erwerb von zehn neuen Uniformen finanziell beteiligt. „Zum kommenden Rheinland-Pfalz-Tag in Worms werde ich mich erneut für eine Zuwendung aus Stiftungsmitteln einsetzen“, versprach das Stadtoberhaupt zur Freude des Fanfarencorps. Darüber hinaus verwies er den Verein auf den Kulturetat der Stadt Worms, um für eine institutionelle Förderung anzufragen.

Gesucht wird ein neues Vereinsheim
Im Anschluss wendete sich Oberbürgermeister Michael Kissel der schwierigen Suche nach einem neuen Vereinsheim zu – denn inzwischen könne die Stadt dem Verein aus schulrechtlichen Gründen keine Räume mehr in einer Schule anbieten. Zudem empfehle sich aufgrund der Proben und der Spielfreude erneut ein Gewerbe- oder ein Mischgebiet mit geringer Wohnbebauung an, um Lärmbeschwerden aus dem Wege gehen zu können. Gesucht wird ein Vereinsheim mit einem kleinen Aufenthaltsraum, einem kleinen Raum für die Uniformen und einem Übungsraum für rund 30 Personen. „Vielleicht meldet sich nach unserem Bericht jemand mit passenden Voraussetzungen bei Euch“, hofft SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst auf den Idealfall.

Vor Ort konnte sich die Ratsfraktion von den Problemen des Fanfarencorps der Nibelungenstadt Worms informieren.

Vor Ort konnte sich die Ratsfraktion von den Problemen des Fanfarencorps der Nibelungenstadt Worms informieren.

Geschrieben in: Worms und Ortsteile

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