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Mo., 08. Juli 2013, 10:47 Uhr
AöR „Energieprojekte Wonnegau“ beteiligt sich am Windpark Dittelsheim-Heßloch
Künftige VG Wonnegau investiert in regenerative Energien
EWR-Vorstandsmitglied Helmut Antz, Notar Jochen Schwartner, Michaela May, Herwarth Mankel, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Energieprojekte Wonnegau AöR Walter Wagner, EWR-Kommunalberater Heribert Wilde (von links). Vorne: Rainer Schrepp und Geschäftsführer der EWR Neue Energien GmbH Marco Erban.
Ein großes Projekt schultern diese Woche die Gemeinden der Verbandsgemeinde Westhofen und die Stadt Osthofen. Sie gründeten die neue AöR „Energieprojekte Wonnegau“ (EPW). Mit der EPW kauft die neue Verbandsgemeinde 49,9 Prozent der Anteile des Windparks Dittelsheim-Heßloch. Die Vertragsunterzeichnung mit der EWR Neue Energien GmbH, dem Inhaber der Windpark Dittelsheim-Heßloch GmbH, fand am vergangenen Donnerstag statt. „Wir freuen uns, das erste Projekt der Energieprojekte Wonnegau in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und zuverlässigen Partner wie dem EWR durchführen zu können“, versicherte Walter Wagner, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Energieprojekte Wonnegau AöR.
Mit der Beteiligung hat die Verbandsgemeinde zwar 49,9 Prozent Anteil am Gewinn, den der Windpark mit seinen vier Windkraftanlagen abwirft, trägt aber auch zu diesem Anteil die damit verbundenen Risiken. Diese sind allerdings überschaubar: „Da die Gemeinden sich erst nach Bauabschluss finanziell beteiligen, entfallen für sie die Risikofaktoren, die beispielsweise bei einer Bauverzögerung entstehen“, erklärte Heribert Wilde, EWR-Kommunalberater und Geschäftsführer der EWR Neue Energien GmbH. Insgesamt investierte EWR rund 16,1 Millionen Euro mit dem Windpark Dittelsheim-Heßloch in die umweltfreundliche Energiegewinnung.
Gemeinden als wichtiger Partner
Gerade als Energieversorger mit regionalen Wurzeln legt das Unternehmen besonderen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden. „Mit der Möglichkeit der Beteiligung an den regenerativen Energieerzeugungsanlagen direkt vor Ort, möchten wir die Gemeinden so gut es geht auf den Weg der Energiewende mitnehmen“, verdeutlichte EWR-Vorstandsmitglied Helmut Antz. Auch andere rheinhessische Gemeinden denken darüber nach, sich an Windparks in ihrer Region zu beteiligen. Dieses Bestreben kann EWR nur bekräftigen und arbeitet darauf hin, den dort produzierten Strom auch als regionales Produkt für die Gemeinden auf den Markt zu bringen. „Dies ist zur Zeit leider wirtschaftlich noch nicht möglich“, erklärte Wilde. „Doch wir arbeiten darauf hin, dass der Strom von den Anlagen direkt zu den Haushalten in den Gemeinden fließt.“
Vier Räder für viel Strom
Jedes Windrad der Firma Enercon hat eine Nennleistung von etwa 2,3 Megawatt – somit kann der Windpark voraussichtlich genug Strom für 26.000 Haushalte produzieren. Besonders beeindruckend ist nicht nur die Größe der Windenergieanlagen mit 179 Metern, sondern auch der prognostizierte vermiedene CO₂- Ausstoß von 13.784 Tonnen pro Jahr und Anlage. Die Beteiligung am Windpark tritt rückwirkend zum 01. Juli 2013 in Kraft.