Mi., 16. August 2017
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Von: 8. September 2014 weiterlesen →

Lehrer als Leiharbeiter

Landtagsabgeordneter Adolf Kessel: Viele Lehrer in Worms verlieren in den Sommerferien ihre Arbeit

Der Rheinland-Pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete und CDA-Landesvorsitzende Adolf Kessel.

Der Rheinland-Pfälzische CDU-Landtagsabgeordnete und CDA-Landesvorsitzende Adolf Kessel.

„41 Lehrerinnen und Lehrer in Worms verlieren über die Sommerferien ihren Arbeitsvertrag“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Adolf Kessel. Diese Informationen hat der Wormser Abgeordnete auf seine Anfrage hin erhalten, die er beim rot-grünen

Landesministerium gestellt hat. Wie das Land mit seinen befristet beschäftigten Lehrern umgehe sei schockierend, sagte Kessel, der auch Landesvorsitzender des Arbeitnehmerflügels der CDU ist, der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Landesregierung wolle Kosten sparen
„Die Landesregierung will Kosten sparen und setzt viele Lehrer über die Sommerferien auf die Straße. Für die meisten bedeutet das, dass sie für die Zeit der Sommerferien arbeitslos sind und von ihren Rücklagen oder von Sozialleistungen leben müssen. Die Zahlen zeigen vor allem auch, dass während der Zeit der Beschäftigung die Stellenzuschnitte vieler Vertretungslehrer katastrophal sind. Der Stundenumfang wird in vielen Fällen so gering gehalten, dass es schwer fällt, von dem daraus resultierenden Lohn zu leben, geschweige denn noch etwas anzusparen“, erklärt Adolf Kessel.

„Gerade Ministerpräsidentin Dreyer hört sich gerne gegen Leiharbeit und Kettenverträge reden. Selbst aber, als Arbeitgeberin der Landesbediensteten, schickt sie Lehrer ohne Vertrag zu Beginn der Sommerferien arbeitslos nach Hause um sie nach den Ferien wieder einzustellen. Auch die in Aussicht gestellte Ausweitung des Stellenpools wird nicht verhindern, dass Lehrerinnen und Lehrer jahrelang mit Kettenverträgen abgespeist werden.

INFO
Zur Diskussion um den Unterrichtsausfall und die befristeten Lehrerverträgen im Land Rheinland-Pfalz startet der Landesverband der CDU nun auch eine Umfrage, zu der Adolf Kessel ebenfalls aufruft. Die CDU möchte gern von betroffenen Eltern, Lehrern und Schülern über deren Erfahrungen mit dem Unterrichtsausfall hören, ebenso von Lehrern, die in befristeten Verträgen geparkt sind. Befristete Lehrerverträge sind laut Ministerium und ADD die absolute Ausnahme, ein Phänomen, das es so gar nicht ernsthaft gäbe im Land. „Unsere Erfahrungen sind aber andere“, erklärt Adolf Kessel.

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