Mi., 16. August 2017
Sie sind hier: Home » Fußball » „Make Wormatia great again” – aber mit Augenmaß!
Von: 12. Februar 2017 weiterlesen →

„Make Wormatia great again” – aber mit Augenmaß!

Jahresempfang im DRK-Berufsbildungswerk: Verein lebt - Verein ist gesund! / Ausblick auf Liga, Pokal und Jubiläumsjahr

Launige Talkrunde beim Wormatia-Jahresempfang: Bernhard Trares, Steven Jones, Jens Silex. Foto: Klaus Diehl

VON STEFFEN HEUMANN Die alte Dame Wormatia, die nächstes Jahr auf das 110-jährige Bestehen blickt, ist rüstig und kerngesund. Das ist die gute Botschaft, die am Sonntagmorgen im DRK- Berufsbildungswerk beim Jahresempfang verkündet wurde. Sportliche Konstanz und eine solide Finanzpolitik kennzeichnen eine insgesamt positive Entwicklung. Mit Augenmaß soll auch die Zukunft gestaltet werden. Der Verein sei zwar finanziell nicht auf Rosen gebettet, liege aber auch nicht auf Dornen, gab es vom Wirtschafts- und Verwaltungsrat grünes Licht, die gesetzten Ziele in die Realität umzusetzen.

Auf ausgezeichnete Prognosen verwies auch Gerd Obenauer bei seiner Anmoderation mit Blick auf das Jubiläumsjahr. Obenauer dankte in diesem Kontext Christian Bub, der es sich als Archivar zur Aufgabe gemacht hatte, 646 Stadionzeitungen seit 1977 bis in die Gegenwart als zeitgeschichtliche Dokumente für den Verein aufzuarbeiten. Jürgen Wonn, Gastgeber und Leiter des Berufsbildungswerkes DRK Worms, erläuterte kurz die Aufgabe seiner Einrichtung, die junge Menschen mit Handicap hinsichtlich einer erfolgreichen Ausbildung fördern und für das Berufsleben fit macht.

Glücksfall für den Verein
„Ein historischer Jahresempfang”, nahm VfR-Vorsitzender Tim Brauer Bezug auf die Bundespräsidentenwahl. Als Glücksfall wertete Brauer die Entscheidung für Steven Jones und Max Mehring als Trainerteam, die es verstanden hätten unter keineswegs einfachen Rahmenbedingungen für Kontinuität im sportlichen Bereich zu sorgen. Damit verbunden sei auch der Anspruch, junge Spieler aus unteren Ligen auszubilden. Insgesamt sei er mit der Entwicklung im Verein zufrieden. Mit der baldigen Einweihung eines neuen Funktionsgebäudes habe der Verein eine Herausforderung bewältigt, mit dem Finale um den Verbandspokal und der Option in die DFB-Pokalhauptrunde einzuziehen, stehe die nächste Herausforderung an. Aber auch bei der Umsetzung des Vereinsleitbildes stelle sich die Wormatia der Zukunft. Etwa 500.000 Euro seien in die Verbesserung der Infrastruktur investiert worden. Investitionen seitens des Vereins seien auch bei der Umsetzung eines weiteren Sportfeldes im Bereich Carl-Villinger-Straße denkbar. Engagiert zeige sich der Verein aber auch im sozialen Bereich. Der Vorsitzende verwies dabei auf ein Benefiz-Konzert mit Popstar Anastacia zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung, das Menschen in schwierigen Zeiten neuen Lebensmut geben soll.

Ehrenamt funktioniert
„Make Wormatia great again!”, lobte Oberbürgermeister Kissel die Entwicklung und Politik beim Traditionsverein. Wo Ehrenamt funktioniere, dürfe auch die Unterstützung von Stadt und Land nicht ausbleiben, erklärte OB Kissel. Selbst in einem wirtschaftlichen schwierigen Umfeld müsse eine Förderung als Grundlage möglich sein. Schließlich profitiere auch das Image einer Stadt von einem erfolgreichen Verein, drückt Michael Kissel am Pokalfinaltag, dem 23. Mai, der Wormatia ganz fest die Daumen.

Mit Gedanken an Verein gut schlafen
Helmut Emler, Vorsitzende des Wirtschafts- und Verwaltungsrates, kann bei den Gedanken an die Wormatia nachts gut einschlafen. „Der Verein lebt, der Verein ist gesund”, erläuterte Emler, dass immer zeitnah alle relevanten Zahlen zur Verfügung stünden um mit Gewissheit zu sagen, dass alle Verbindlichkeiten abgesichert seien. Natürlich sei der Verein finanziell nicht aus Rosen gebettet und der Pokalgewinn als Geldquelle willkommen. Nichtsdestotrotz sei Wormatia immer ihr Geld wert, bedauert Helmut Emler allerdings mit kleinen Sorgenfalten, dass die Zuschauerzahlen rückläufig und auch im Bereich des Sponsoring noch Potenzial nach oben sei.

ZITAT: „Wer im Mai spielt, spielt auch im August”, sieht auch Tim Brauer als Vorsitzender im Pokal einen besonderen Anreiz für die Spieler alles zu geben.

Tragende Säulen im Verein
Zwei Mitstreiter, die in guten wie in schlechten Zeiten zur Wormatia stehen, wurden im Anschluss an die erste Talkrunde mit Tim Brauer und Oliver Schüttler unter der Moderation von Markus Wolsiffer geehrt: Horst Schneider und Helmut Antz zählen zu den tragenden Säulen im Verein, die durch ihr langjähriges hervorragendes ehrenamtliches Engagement die Marke Wormatia in der Außendarstellung positiv besetzen.

Viele besondere Momente erlebt
Als Ehrengast war ein alter Bekannter zu Gast: Ex-Trainer Bernhard Trares, der auch während seiner Zeit als Trainer bei Schalke II oder zuletzt als Co-Trainer an der Seite von Bruno Labbadia beim HSV die Geschicke der Wormatia immer verfolgte. Mit dem VfR gelang Trares der Sprung in die Regionalliga. Unter seiner Regie feierte Wormatia auch den Gewinn des Verbandspokals. „Es hat irrsinnig viel Spaß gemacht”, erinnerte sich Bernhard Trares im Dialog mit Steven Jones und Jens Silex an viele besondere Momente. Es sei ungemein wichtig, in einem ruhigen Umfeld kontinuierlich am Erfolg arbeiten zu können”, wünscht der Unternehmer seinem früheren Spieler weiter an der richtigen Strategie feilen zu können.

Vorfreude auf Pirmasens
„Trares und Wormatia, das passte wie die Faust aufs Auge”, bilanzierte auch Jones die Zeit unter seinem damaligen Coach. „Bernhard war authentisch”, bedauerte Steven Jones, dass sich dem Trainer damals nicht die Gelegenheit bot, auf Hybridrasen zu spielen. „Wir bekommen nichts geschenkt und müssen uns alles hart erarbeiten”, so Steven Jones zur aktuellen Lage. „Aber jeder Tag macht Spaß”, schaut Jones mit Vorfreude auf das erste Punktspiel in Pirmasens. „Ein Gegner, den wir besonders lieb haben”, verspricht der VfR-Coach den Auftritt einer hochmotivierten Wormatia-Elf. Auch das 2:2 beim kurzfristig vereinbarten Test gegen Saarbrücken habe sein Team ein Stück weiter gebracht. „Am Mittwoch kommt der KSC”, so Steven Jones über ein Highlight in der EWR-Arena (Anpfiff 17 Uhr), bei dem er möglichst vielen Wormaten Spielpraxis geben will.

Ehrung für zwei engagierte Wormatia-Mitstreiter durch Helmut Emler, Ehrenpräsident Karl-Heinz Hesch und den Vorsitzenden Tim Brauer an Horst Schneider und Helmut Antz. Foto: Klaus Diehl

Geschrieben in: Fußball, Sport

Kommentare sind geschlossen