Do., 17. August 2017
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Von: 24. Februar 2017 weiterlesen →

Mannheim fegt auch Augsburg vom Eis

Die Adler siegen am Freitag mit 4:1 Toren bei den Panthern und verteidigen damit die Tabellenspitze

Verteidiger Carlo Colaiacovo war am Freitag mit drei Vorlagen einer der stärksten Adler. Foto: Gernot Kirch

Verteidiger Carlo Colaiacovo war am Freitag mit drei Vorlagen einer der stärksten Adler. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten am Freitagabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Augsburger Panthern deutlich mit 4:1 (1:0/2:0/1:1) Toren. Die Siegesserie der Mannheimer wird langsam unheimlich. So stehen bei den Adlern jetzt zwölf Siege in Folge zu Buche. Dazu kommt, dass sie in den letzten 19 Partien hintereinander gepunktet haben.
Wobei festzuhalten bliebt, dass es in der DEL eine Art Zweiklassengesellschaft gibt. Ganz oben thronen die vier Top-Teams aus Mannheim, München, Köln und Nürnberg, dahinter kommt der Rest.

Augsburg war gegen Mannheim durchaus engagiert und zumindest in ersten 30 Minute kämpferisch stark, aber die Adler waren einfach cleverer und kaltschnäuziger. Augsburg nutzte seine Vielzahl von Chancen im ersten Drittel einfach nicht, während Mannheim hier aus ganz wenigen Gelegenheiten einen Treffer machte. Das nennt man Effizienz. Oder anders ausgedrückt, die Adler waren am Freitag für die tapferen Schwaben einfach eine Nummer zu groß. Nach dem Treffer zum 3:0 zu Mitte des zweiten Abschnitts war die Partie dann ohnehin zugunsten für die Cracks aus der Quadratestadt entschieden.

Wobei mit den Panthern in den Play-Offs durchaus zu rechnen ist. Für Überraschungen sind sie immer gut, auch gegen Top-Teams.

Mit dem Sieg in Augsburg verteidigten die Raubvögel den ersten Tabellenplatz in der DEL. Am Sonntag treffen die Adler in der heimischen SAP-Arena zum letzten Match der Punktrunde auf die Straubing Tigers.

Verletzt bzw. nicht in der Aufstellung der Adler waren am Freitag: Marcel Goc, Chad Kolarik, Mathieu Carle, Mirko Höfflin und Dominik Bittner.

Zur Chronologie

1. Drittel
Ein eher mäßiger Auftakt. Der ganz große Elan fehlte noch. Zunächst war es auch Augsburg, das die Akzente setzte. In der 6. Minute war es aber Mannheim, das ein Treffer markierte. Der Torschütze war wieder einmal Adler-Stürmer Luke Adam. Jetzt nahm die Begegnung insgesamt an Fahrt auf. Wobei die Panther die ganz klar besseren Chancen besaßen. Aber selbst eine Überzahlsituation ab der 13. Minute konnten die Schwaben nicht nutzen. Fazit: Die Augsburger das dominierende Team mit mehr Chancen, aber Mannheim führte mit 1:0 Toren. Dies nennt man kaltschnäuzig oder auch glücklich, je nach Sichtweise.

2. Drittel
Der zweite Abschnitt hatte kaum begonnen, da stand es 2:0 für Mannheim. Adler-Torjäger Ryan MacMurchy hatte bei einer numerischen Überzahl von 5:3 Feldspielern getroffen. Nun nahmen die Mannheimer die Zügel in die Hand und dominierten die Partie. Ab der 27. Minute dann der AEV in Überzahl. Aber die Schwaben konnten dies nicht zum Torerfolg nutzen. In der 29. Minute dann die Mannheimer wieder im Vorwärtsgang und dann hämmerte Adler-Stürmer Matthias Plachta zum 3:0 ein. In der Folge verwalteten die Nordbadener geschickt das Ergebnis. Die Augsburger schienen frustriert und ihre Angriffsbemühungen erlahmten bis zum Pausenpfiff. Fazit: Mannheim überzeugte mit seiner spielerischen Klasse und der gnadenlosen Effizienz. Der AEV war in diesem Abschnitt schlicht überfordert.

3. Drittel
Im dritten Drittel verflachte die Partie. Selbst zwei Überzahlsituation direkt hintereinander konnten die Schwaben nicht zum Torerfolg nutzen. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen, wobei die große Intensität längst vorbei war. Augsburg hatte sich mit der Niederlage abgefunden. In der 55. Minute das 4:0 durch Adler-Sturmtank David Wolf. Nur eine Minute später dann der Ehrentreffer zum 1:4 durch T.J. Trevalyan. Zu erwähnen noch, kurz vor Spielende gab es einen Faustkampf zwischen dem Mannheimer Danny Richmond und dem Augsburger Hans Detsch. Fazit: Ein Drittel ohne sportliche Höhepunkte. Der Sieger aus Mannheim stand längst fest.
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Aufstellung:

Mannheim: MayIntyre (Endras) – Johnson, Colaiacovo, Reul, Richmond, Larkin, Akdag, Goc – Plachta, Adam, Tardif, Raedeke, Ullmann, MacMurchy, Wolf, Festerling, Sparre, Arendt, Joudrey, Kink

Augsburg: Boutin (Meisner) – Lamb, Valentoine, Tölzer, Cundari, Dinger, Guntzel, Rekis – Trevelyan, Stieler, Parkes, Davis, Leblanc, Hanowski, Hafenrichter, MacKay, Holzmann, Grygiel, Polaczek, Detsch

Strafen: Mannheim 14 Min – Augsburg 8 Min

Torschüsse: Mannheim 24 – Augsburg 29

Schiedsrichter: Hurtik / Schimm

Zuschauer: 6.000

Tore: 0:1 (05:35) Adam (Plachta/Colaiacovo) – EQ; 0:2 (20:52) MacMurchy (Colaiacovo) – PP2; 0:3 (28:48) Plachta (Tardif/ Colaiacovo) – EQ, 0:4 (54:36) Wolf (Festerling/Sparre) – EQ; 1:4 (54:57) Trevelyan (Stieler/Parkes) – EQ;

Geschrieben in: Eishockey, Sport

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