Im Mittelalter war alles einfach, dreckig und dunkel – wird immer gesagt, doch die mittelalterlichen Fibeln des Museums im Andreasstift zeichnen ein anderes Bild. Mit roten Steinen besetzt, filigran gearbeitet und in die unterschiedlichsten Ausformungen gebracht, stellen unsere Fibeln, die Vorgänger der Sicherheitsnadeln, die Modetrends des 6. Jahrhunderts auf den Kopf. Nur auf wenige Zentimeter breitem Material wurden kunstvolle Abbildungen geschaffen – und das mit einer wassergefüllten Glaskugel als Lupe? Fund aus Worms-Wiesoppenheim Vor allem zoomorphe Fibeln, also Tierdarstellungen, wurden ab 460 beliebt. Explizit Vogelfibeln waren zwischen 510 und 555 n. Chr.