Mi., 22. November 2017
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Nur die zweite Halbzeit geht an Worms

Wormatia unterliegt Kickers Offenbach mit 1:2 vor 1.500 Zuschauern in der EWR-Arena / Anschlusstreffer kam zu spät

Viel zu selten sahen die Wormatia-Stürmer den Ball im gegnerischen Strafraum. Foto: Jannik Reinecke/Die Knipser

VON STEFFEN HEUMANN Tristesse herrschte bereits vor dem Anpfiff bei den Kassierern. Ein Mittwochabendspiel bei strömendem Regen, das wollte sich nur 1.500 Hartgesottene geben, darunter eine stattliche Zahl an Kickers-Anhängern. Die hatten wenigstens Grund zum Jubeln und nahmen drei Punkte mit.

Wormatia enttäuschte eine Halbzeit lang auf ganzer Linie. Zu dominant agierten die Hessen auf dem Platz, während die Hausherren nicht über den Status des Bemühtseins hinauskamen. Fehlpässe und viel zu durchsichtige Aktionen, die zudem noch behäbig vorgetragen wurden, nötigten der Reck-Truppe keinen Respekt ab.

Motiviert bis in die Haarspitzen war Ex-Wormate Florian Treske, der in der 13. Minute im Strafraum von Keeper Miltner zu Fall gebracht wurde. Gelb für den Torwart, Elfer für die Kickers. Den verwandelte Dren Hodja souverän zur Führung. Wormatia reagierte pomadig, leistete sich weiterhin Fehler.

Bis zum ersehnten Pausenpfiff waren es noch 4 Minuten. Erneut stand Mario Miltner im Mittelpunkt, als er sich im Kampf um die Lufthoheit einen kapitalen Patzer leistete und Florian Treske in alter Goalgetter-Manier den nicht gesicherten Ball zum 0:2 in die Maschen schoss.

Hoffnung ruht auf zweiter Halbzeit

Wie ausgewechselt und mit einer deutlich aggressiveren Körpersprache kamen die Wormaten wieder in die Arena. Der stärker werdende Regen schien die Jones-Truppe zu beflügeln. Offenbach konnte sich den Luxus leisten nur zu reagieren. Zwingend waren die Chancen der Wormaten nicht, aber das Kämpferherz pochte spürbar bis auf die Ränge, wo sich jetzt die VfR-Anhänger lautstark bemerkbar machten. Der Ruck, der durch die Mannschaft ging, wurde erst in der 86. Minute belohnt. Eugen Gopko gelang der umjubelte Anschlusstreffer.

Endlich Derbystimmung und Spannung, und auch die Kickers zeigten Nerven. Benjamin Maas und Ugurtan Kizilyar kamen in der 89. Minute für Dorow und Straub ins Spiel. Die beiden Joker kamen, aber zu spät. Schiri Endriß pfiff ab. Dumm gelaufen! Wormatia war nur in der zweiten Hälfte die aktivere Mannschaft, besaß aber nicht die spielerischen Mittel, um gegen die Kickers über 90 Minuten zu bestehen.

Wie lange dauert der Reifeprozess der Jones-Truppe noch? Immerhin muss der VfR bereits am Montag um 20.15 Uhr gegen einen weiteren Favoriten in der EWR-Arena antreten. Ob das große Kämpferherz gegen Saarbrücken genügt, um zu punkten?

Was Erfolgserlebnisse betrifft, lässt die Mannschaft ihren Trainer derzeit ziemlich im Regen stehen. Foto: Jannik Reinecke/Die Knipser

Geschrieben in: Fußball, Sport, Wormatia

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