So., 17. Dezember 2017
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Von: 7. August 2017 weiterlesen →

Pflegeberatung und Koordination

Landkreis Alzey-Worms erhält die Trägerschaft der Fachkräfte der Beratung und Koordinierung

Anstellungsträger der Fachkräfte für Beratung und Koordinierung in den Pflegestützpunkten Alzey, Osthofen und Wörrstadt wird auch in Zukunft der Landkreis Alzey-Worms bleiben. Bereits seit März 2015 liegt die Trägerschaft in den Händen des Kreises, wobei diese zunächst nur modellhaft der Kommune übertragen wurde. Erst seit Inkrafttreten des neuen Landesgesetzes zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der pflegerischen Angebotsstruktur (LPflegeASG) zum 1. Januar 2017 besteht die Möglichkeit, sich neben den ambulanten Pflegediensten und Trägerverbänden mit ambulanten Diensten auch als kommunale Gebietskörperschaft um die Anstellungsträgerschaft der Fachkräfte für Beratung und Koordinierung beim zuständigen Landesamt zu bewerben.

Trägerschaft bis 2027

Diese Option nutzte der Landkreis, indem nach entsprechender Beschlussfassung in den Kreisgremien ein Antrag auf Übernahme der Anstellungsträgerschaft der hiesigen Fachkräfte für den Zeitraum von 2018 bis 2027 gestellt wurde. Dem Antrag konnte das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung mit Schreiben vom 27. Juli bezogen auf alle Pflegestützpunkte innerhalb der Kreisgrenzen entsprechen. Die Beratungs- und Koordinierungskräfte, die gemeinsam mit den Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern der Pflegekassen die Pflegestützpunkte nach dem Elften Sozialgesetzbuch bilden, bieten seit einigen Jahren trägerübergreifende Beratung zum Thema Pflege.
Das Aufgabenspektrum reicht dabei von einer qualifizierten Beratung in Sachen Pflege bis hin zum Aufbau von Netzwerken zur pflegerischen Versorgung älterer Menschen. Informationen über pflegerische Angebotsstrukturen, präventive und sonstige Angebote im Vor- und Umfeld der Pflege sowie Vermittlung und Koordinierung dieser Angebote erfolgt durch die Fachkräfte stets unabhängig und kostenlos. In der Regel wird in Form eines Hausbesuches der Fachkräfte der individuelle Bedarf ermittelt.
„Bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit sind oftmals die Angehörigen sowie die Betroffenen selbst mit der Situation maßlos überfordert. In diesen Fällen können sich die Hilfesuchenden an die Pflegeberater der Pflegestützpunkte wenden“, berichtet Andrea Maurer, Leiterin der Abteilung Soziales des Landkreises Alzey-Worms.
Durch das im Januar 2017 in Kraft getretene überarbeitete Pflegestärkungsgesetz III soll die Rolle der Kommunen in der Pflege gestärkt werden. Im Sinne der sozialräumlich orientierten Pflege werden den Kommunen demnach mehr Kompetenzen und Ressourcen eingeräumt. Die kostenlose und unabhängige Beratung bewährt sich nun seit einigen Jahren. „Eine der Fachkräfte erhielt erst kürzlich einen Anruf eines erleichterten Bürgers, der sich im Anschluss an eine erfolgreiche Beratung bedankte“, berichtet Maurer.

Gemeindeschwester plus

Neben Beratungs- und Koordinierungsangeboten im Pflegefall bietet der Landkreis Alzey-Worms seit Juli 2015 im Rahmen des Pilotprojekts des Landes „Gemeindeschwester plus“ auch Beratungs- und Unterstützungsleistungen im Vorfeld einer Pflegebedürftigkeit durch Krankenpflegefachkräfte. Hochbetagten Bürgerinnen und Bürgern steht dabei ein Ansprechpartner in sämtlichen Alltagssituationen zur Seite, der gegebenenfalls auch darüberhinausgehende Kontakte initiiert. Abgerundet wird diese Angebotsvielfalt des Landkreises Alzey-Worms durch eine Kofinanzierung zur Bundesförderung für das Mehrgenerationenhaus Alzey des Diakonischen Werkes. Im Zuge der neuen Schwerpunktsetzung des Mehrgenerationenhauses „Demografischer Wandel und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ bewilligte der Kreis die finanzielle Unterstützung, um die Ziele der Pflegestrukturplanung zu fördern.

Ansprechpartnerinnen sind für den Pflegestützpunkt Alzey/Alzey-Land Carmen Eichert (Tel.: 06731/4966971; E-Mail: carmen.eichert@pflegestuetzpunkte.rlp.de) und Heike Yalcin (Tel.: 06731/4966972; E-Mail: heike.yalcin@pflegestuetzpunkte.rlp.de). Für den Pflegestützpunkt Wonnegau/Monsheim/Eich Irena Markheim (Tel.: 06242/9907630; E-Mail: irena.markheim@pflegestuetzpunkte.rlp.de) und Katharina Wegener (Tel.: 06242/9907631; E-Mail: katharina.wegener@pflegestuetzpunkte.rlp.de).
 

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