Fr., 24. November 2017
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Von: 14. September 2017 weiterlesen →

Postzustellung künftig nicht mehr täglich?

MdL Anklam-Trapp gegen Aufweichung der Dienstleistungspflicht: „Tägliche Postzustellung kann und muss die Regel bleiben.“

Die Deutsche Post hat in verschiedenen Gegenden Deutschlands die tägliche Postzustellung probeweise abgeschafft. So erscheinen Zusteller auch in Rheinland-Pfalz beispielsweise nicht mehr von Montag bis Samstag jeden Tag, sondern nur noch ein-, zwei- oder dreimal die Woche, wie in diesen Tagen Medienberichten zu entnehmen war. Für die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp eine untragbare Maßnahme, da die Bürgerinnen und Bürger mit vielen ungeklärten Fragen zurückgelassen werden.

„Auch in einzelnen Gemeinden meines Wahlkreises wird bereits Post nur noch ausgedünnt zugestellt. Dies ist keine gute Entwicklung, denn die Menschen empfinden die tägliche Zustellung von Briefen, Zuschriften und Zeitschriften als wichtigen Pfeiler ihrer Grundversorgung. An dieser Gewissheit darf nicht gerüttelt werden,“ erklärt Anklam-Trapp. Damit der ländliche Raum nicht schlechter versorgt werde als die Stadt muss aus Sicht der Abgeordneten die Post in ganz Rheinland-Pfalz weiterhin täglich zugestellt werden. Auch eine ersatzweise Zustellung von Rechnungen, Postkarten oder Katalogen an den Arbeitsplatz sei aus Verbraucherschutzgründen keine Alternative.

Beispiele aus dem Ausland in Deutschland nicht tragfähig
Während in manchen Staaten Europas, wie beispielsweise Dänemark, die werktägliche Postzustellung aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgeschafft wurde, sei die Situation in Deutschland aus gutem Grund eine andere, wie die Abgeordnete verdeutlicht: „Die Deutsche Post AG ist rechtlich verpflichtet, werktags jedem Haushalt Post zuzustellen – auch in kleineren Orten. Aus meiner Sicht darf es keine Aufweichung dieser Dienstleistungspflicht geben.“ Gerade im Falle von bindenden Zustellungsfristen beispielsweise bei Verträgen oder amtlichen Schreiben, sei die Vorgehensweise der Post höchst problematisch.

Derzeit liefere die Deutsche Post nach Aussagen der Abgeordneten rund 59 Millionen Briefe im Schnitt pro Tag aus. Die Zahl sinke angesichts moderner Kommunikationsmittel allerdings vergleichsweise gering. Zudem boome das Geschäft der Deutschen Post in Zweigen, wie etwa bei der Paketzustellung. Aus diesem Grund kündigte die Abgeordnete an, sich auf Landesebene dafür einzusetzen, dass auch in der Region Rhein-Selz / Wonnegau und darüber hinaus die tägliche Postzustellung weiterhin die Regel bleibt.

„Nicht alle Menschen sind über E-Mail erreichbar und Arbeitgeber stimmen nicht automatisch zu, die private Postannahmestelle ihrer Mitarbeiter zu sein,“ unterstreicht Anklam-Trapp ihre Forderung nach täglicher Postzustellung.

„Nicht alle Menschen sind über E-Mail erreichbar und Arbeitgeber stimmen nicht automatisch zu, die private Postannahmestelle ihrer Mitarbeiter zu sein,“ unterstreicht Kathrin Anklam-Trapp ihre Forderung nach täglicher Postzustellung.

 

Geschrieben in: Aus dem Nibelungenland

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