Mo., 11. Dezember 2017
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Römische Ausgrabungen und Schulsituation im 18. Jahrhundert

Heimatverein Worms-Leiselheim stellte neues Jahresheft 2017 vor / Verkauf beim Nikolausmarkt am 9. Dezember

Der Heimatverein Leiselheim hat am 2. Dezember nicht nur sein Jahresheft 2017 vorgestellt, sondern auch die Aktion präsentiert, mit der historische Gebäude markiert und in ihrer Geschichte erklärt werden sollen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Heiner Bock erläuterten zuerst die Autoren des Jahresheftes die diesjährigen Hauptthemen: Eugen Schüler befasste sich mit der römischen Geschichte Leiselheims. Anhand von vielen Bildern zeigte er die Funde aus jener Zeit, die man mehr zufällig bei „Ausgrabungen” (Aushub von Hausfundamenten und Kellern) in Leiselheim fand. Sie beweisen dem Historiker, dass die villae rusticae von keinen armen Leuten bewohnt worden waren.

Feldarbeit statt Schule für Kinder

Anschließend stellte Richard Roschy seine Beiträge vor. Zunächst geht es um die schwierige Situation von 1750 bis 1850, wo das Wetter der Bevölkerung schwer zu schaffen machte. Dann schildert er die Schulsituation im 18. Jahrhundert, wo nicht nur die Lehrer wirklich „arme Schulmeister” waren, sondern die Bauernbevölkerung es sich eigentlich nicht leisten konnte, auf die Kinder bei der Feldarbeit zu verzichten. Schließlich stellt er noch anhand von Chroniken das Kriegsjahr 1917 vor. Die Anwesenden konnten schon jetzt das Heft kaufen, das traditionell zum Nikolausmarkt (am 9. Dezember vor der Ortsverwaltung) angeboten wird. Danach erklärte Joachim Bormann noch die neue Aktion des Vereins, mit der man an historischen Gebäuden in Leiselheim auf deren Bedeutung hinweisen will. Der Heimatverein wird im nächsten Jahr entsprechende Tafeln anbringen. Sie können jetzt schon auf der Homepage des Vereins (http://heimatverein-leiselheim.de/Gebaeude.html) eingesehen werden. Bei Getränken und kleinen Häppchen wurden die Beiträge zum Jahresheft und die ausgestellten Entwürfe der Schilder von den Teilnehmern diskutiert.

Geschrieben in: Aus dem Nibelungenland