Mo., 27. März 2017
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Starke Adler schlagen Berlin mit 3:2 Toren

Die Mannheimer gewinnen Match 3 der Viertelfinal-Play-Offs und führen in der Serie nun mit 2:1 Spielen

Ryan MacMurchy (links) und Luke Adam jubeln nach dem 3:2 Sieg gegen die Eisbären. Fotos: Gernot Kirch

Ryan MacMurchy (links) und Luke Adam jubeln nach dem 3:2 Sieg gegen die Eisbären. Fotos: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler gewannen am Sonntagnachmittag Spiel 3 der Viertelfinalserie gegen die Berliner Eisbären mit 3:2 (2:1/1:0/0:1) Toren. Damit führen die Nordbadener die Serie, die im Modus Best-of-seven gespielt wird, mit 2:1 Siegen an. Die nächste Parte findet am Mittwoch in der Hauptstadt statt. Am nächsten Freitag ist dann Spiel 5 wieder in der SAP-Arena.

Es war ein verdienter Sieg der Adler, die endlich auch emotional und von der Leidenschaft her in den Play-Offs angekommen sind. Wirkten die Adler in den ersten beiden Begegnungen noch langsam, behäbig und unkonzentriert, zeigten sie am Sonntag in Spiel drei der Viertelfinalserie eine starke Leistung. Zwei Drittel lang gingen die Mannheimer ein extrem hohes Tempo und ließen den Berlinern nicht den Hauch einer Chance. Bis sieben Minuten vor Spielende führten die Cracks aus der Quadratestadt souverän mit 3:1 Toren, ehe sie die Eisbären durch schlampige Abwehrarbeit wieder auf 2:3 herankommen ließen.

Man darf gespannt sein, welches Gesicht die Mannheimer am Mittwoch in Berlin zeigen. Nachdenklich macht den Beobachter allerdings, dass die Adler in der Defensive stets einige Aussetzer haben und so die Gegner zu Toren kommen lassen. Denn wie heißt es so treffend: Der Sturm gewinnt Spiele, die solide Defensiv ist hingegen der Schlüssel zur Meisterschaft.

Zur Chronologie

1. Drittel
Eine tolle Stimmung in der ausverkauften SAP-Arena, die Adler-Fans peitschten ihre Cracks nach vorne und auch die zahlreichen Berliner Anhänger machten mächtig Getöse. Die Mannheimer Kufencracks legten sofort los wie die Feuerwehr und machten gewaltig Dampf. In der dritten Minute hatte Adler-Verteidiger Carlo Colaiacovo gleich zwei dicke Chancen, verpasste aber. Die Eisbären zunächst vollkommen im eigenen Drittel eingeschnürt. Die logische Konsequenz war das 1:0 für Mannheim in der 6. Minute durch Brent Raedeke. Auch in der Folge das Berliner Gehäuse im Trommelfeuer der Adler-Kanoniere. Dann waren zehn Minute absolviert und die Hauptstädter konnten im Powerbreak, der Werbepause, kurz durchschnaufen.
Dann in der 12. Minute wie aus dem Nichts der 1:1 Ausgleich durch Louis-Marc Aubry. In der Folge war der Faden im Mannheimer Spiel kurzzeitig gerissen und die Eisbären konnten sich aus der Umklammerung lösen und selbst offensive Akzente setzen. Die Härte in der Partie nahm jetzt zu. In der 19. Minute das 2:1 für Mannheim in Überzahl durch Chad Kolarik. Fazit: Mannheim führt verdient mit 2:1 Toren

2. Drittel
Die Berliner waren im zweiten Drittel stärker, es schien so etwas wie einen Weckruf in der Kabinen gegeben zu haben. Dadurch war das Match insgesamt ausgeglichener, wobei die Mannheimer weiterhin kdominierend agierten. Der Treffer zum 3:1 in der 28. Minute durch Luke Adam hoch verdient. Fazit: Mannheim führte souverän mit 3:1 Toren, Berlin aber noch lange nicht k.o.

3. Drittel
Die Adler weiter im Vorwärtsgang. Garrett Festerling in der 42. Minute frei vor Berlins Torsteher, aber der Mannheimer Stürmer verpasste. Dann waren noch 14 Minuten zu spielen und die Cracks aus der Quadratestadt fokussierten sich schon ein wenig darauf, das Resultat abzusichern. Die Eisbären gelangten so zu einem optischen Übergewicht und mehr Chancen. Die Nickligkeiten auf beiden Seiten nahmen jetzt deutlich zu. Insgesamt fiel den Eisbären aber zu wenig wein, ihre Aktionen ohne die nötige Vehemenz. Die Mannheimer hingegen jetzt immer wieder mit gefährlichen Kontern. Dann noch acht Minuten und so langsam rannte den Hauptstädtern die Zeit davon. In der 54. Minute dann aber Schlampigkeit und Unachtsamkeit in der Adler-Abwehr und Berlin verkürzte durch Florian Busch auf 2:3 Tore. Jetzt war wieder Feuer in der Begegnung. Noch vier Minuten und alle Zuschauer standen nun von ihren Plätzen auf. Turbulente Szenen vor beiden Toren. Noch anderthalb Minuten auf der Uhr und Berlin nahm den Torwart heraus. Aber es half nichts mehr, Mannheim siegt mit 3:2 Toren. Fazit: Mannheim bringt das Ergebnis (fast) gekonnt über die Zeit. Durch eigene Leichtsinnigkeit wurde es für Mannheim noch einmal spannend.
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Aufstellung:

Mannheim: Endras (Ziffzer) – Johnson, Reul, Colaiacovo, Larkin, Akdag, Carle, Richmond – Plachta, Raedeke, Ulllmann, Adam, Kolarik, MacMurchy, Wolf, Festerling, Sparre, Arendt, Joudrey, Kink

Berlin: Vehanen (Cüpper) – Müller, Gervais, Baxmann, Dupont, Hördler, Wissmann, C. Braun – Busch, Aubry, Fischbuch, Linglet, Olver, Petersen, MacQueen, Talbot, Wilson, Rankel, Noebels, L. Braun

Strafen: Mannheim 12 Min – Berlin 12 Min

Torschüsse: Mannheim 42 -Berlin 22

Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Brüggemann / Aumüller

Tore: 1:0 (05:26) Raedeke (Ullmann/Larkin) – EQ; 1:1 (11:28) Aubry (C. Braun/Busch) – EQ; 2:1 (18:32) Kolarik (Adam/Colaiacovo) – PP1; 3:1 (27:03) Adam (Kolarik/Johnson) – EQ; 3:2 (53:19) Busch (Aubry/Fischbuch) – EQ;

Geschrieben in: Eishockey, Sport

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