Mi., 13. Dezember 2017
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Von: 12. März 2017 weiterlesen →

Terror und Amokläufe bedrohen auch die Region

Schutzpolizei, Kripo, Feuerwehr und THW diskutierten auf einer Konferenz in Monsheim über die Schaffung von mehr Sicherheit auf Veranstaltungen

Experten von Polizei und Feuerwehr diskutierten in Monsheim über Großlagen und Möglichkeiten der engeren Vernetzung. Foto: Gernot Kirch

Experten von Polizei und Feuerwehr diskutierten in Monsheim über Großlagen und Möglichkeiten der engeren Vernetzung. Foto: Gernot Kirch

Von Gernot Kirch Die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Amokläufers oder Terroristen zu werden, ist sehr, sehr gering. Sie ist wohl rein statistisch ähnlich niedrig wie ein Sechser im Lotto. Aber die Augen davor verschließen, darf keiner, ganz besonders nicht die Polizei. Und die Häufigkeit der Vorfälle hat in den letzten Jahren leider zugenommen. Niemand wünscht sich in der Region einen Terroranschlag mit einem Lastwagen wie in Berlin, eine Axtattacke im Zug oder Amokläufe wie in München oder in einer Schule in Winnenden, aber ausschließen kann sie keiner. Und sollte es dennoch einmal passieren, mit vielen Verletzten und Toten, wie bei dem 17-jährigen Schüler in Winnenden, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen, ist es wichtig, dass die Rettungsketten nahtlos ineinander greifen.

Sicherheitskonferenz in Monsheim

Um besser auf potentielle Szenarien vorbereitet zu sein und denkbare Gefahren möglichst schon im Vorfeld zu eliminieren, hatte die Polizeidirektion Worms am Samstagnachmittag zu einer Sicherheitskonferenz in die Räumlichkeiten der Verbandsgemeinde Monsheim eingeladen. Mit dabei waren die Schutzpolizei, die Kriminalpolizei, die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW).

Rheinland-Pfalz-Tag in Worms

Der Leiter der Polizeidirektion Worms, Polizeidirektor Gerald Gouasé, hielt das Einführungsreferat und wies daraufhin, dass „Großlagen“ zurzeit das beherrschende Thema bei der Polizei seien. Ein besonderes Augenmerk liege daher jetzt schon auf dem Rheinland-Pfalz-Tag in Worms im Jahr 2018. Aber auch viele andere Events in der Region habe man im Auge. Diesbezüglich sei eine enge Zusammenarbeit aller Sicherheitsorgane, Rettungskräfte und Hilfsorganisationen notwendig. Auch Naturkatastrophen oder Vorfälle wie bei der Love-Parade in Duisburg mit 18 Toren müsse man in Betracht ziehen.

Polizeihauptkommissar Markus Winter ging im weiteren Verlauf der Konferenz auf die spezifische Polizeiarbeit ein, die schon lange vor Veranstaltungen mit einer Art Risikoanalyse beginne. Insgesamt sei Rheinland-Pfalz hier noch nicht ganz soweit wie andere Bundesländer, doch liege inzwischen eine Checkliste für Großveranstaltungen vor, die man im Vorfeld abarbeite.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zu der Sicherheitskonferenz in Monsheim in der Ausgabe des Nibelungen Kuriers am Mittwoch, den 15. März.

Geschrieben in: Aus dem Nibelungenland

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