Landesweite NABU-Mitgliederwerbung startete am Montag in Worms und Umgebung
Unterstützer gesucht
Öffentlichkeitsarbeit für die Natur ist ein weiterer Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit. Siegfried Schuch, Maik Eutenaier, Adelita Gigler, Josef Buchner, Konstantin Felkner, Christina Murrone, Arthur Ilin und Matthias Bösl (von links) am Montag bei der Vorstellung des Werbeteams.
Ausgerüstet mit Informationsmaterial und Argumenten für den Naturschutz wird in den kommenden Wochen rund um Worms ein Team von Studenten aus Deutschland und Österreich im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) unterwegs sein. Die jungen Leute sprechen in den Haushalten in den Stadtgebieten von Worms und Osthofen, in den Verbandsgemeinden Eich, Westhofen und Monsheim vor und möchten viele neue Mitglieder für den NABU Worms und Umgebung gewinnen. Bargeld wird nicht gesammelt, denn dauerhafte Hilfe ist für den Naturschutz wesentlich sinnvoller. Die Teammitglieder sind an ihren NABU-T-Shirts erkennbar und führen einen Dienstausweis mit. "Für laufende und neue Projekte brauchen wir mehr Unterstützung, sei es als passives Mitglied oder als aktiver Mitstreiter“, erklärt Vorsitzender Matthias Bösl.
Pilotprojekte für den Artenschutz, besonders im urbanen Bereich, liegen dem NABU Worms, der 2012 sein 25-Jähriges Jubiläum feierte am Herzen: „Die Wanderfalken-Kamera oder der Mauerseglerschutz am Wormser Dom und die Bestückung von Trafohäuschen mit Nisthilfen für Vögel und Kästen für Fledermäuse sind die herausragenden Ideen der letzten Jahre“, berichtet Bösl, „und die Beobachtungshütte in Rheindürkheim bietet Naturgenuss pur“.
Der NABU hat in den letzten Jahren rund 4,7 ha Naturflächen erworben und betreut weitere 24 ha Flächen für Stadt und Kreis. Wichtigste Schutzgebiete sind die Sandgrube in Monsheim und der Bordsberg in Mörstadt. Doch der Artenschutz steht überall im Vordergrund: Auf Steinkauz, Steinschmätzer, Weißstorch, Fledermäuse oder Amphibien konzentriert sich der NABU in besonderem Maße.
Öffentlichkeitsarbeit für die Natur ist ein weiterer Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit. Bei den zahlreichen Exkursionen, z.B. zur Vogelwelt im Ibersheimer Wörth, den Herrnsheimer Klauern oder am Gundersheimer Höllenbrand ist das Interesse aus allen Schichten der Bevölkerung groß. Mit der Aktion „Schwalben willkommen“ macht der NABU auf die Wohnungsnot von Mehl- und Rauchschwalben aufmerksam. Menschen, die Schwalben am Haus dulden und fördern werden mit einer Urkunde und einer Plakette ausgezeichnet.
„Die Aktion bietet uns die Chance, unsere Projekte in der Region bekannter zu machen. Daher haben die Werber Informationsmaterial dabei, mit dem sie unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit vorstellen. Wenn Sie Informationen wünschen, sprechen Sie sie an“, regt Matthias Bösl abschließend an.