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  • Do., 06. Juni 2013, 13:04 Uhr
    SPD-Abgeordnete fordern Wiederaufnahme des regulären Fahrdienstes

    Unverständnis gegenüber Sperrung der Zugverbindung Mainz/Worms

    Unverständlich ist für den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann und dessen Landtagskollegen Kathrin Anklam-Trapp und Jens Guth, dass wegen Personalmangels bei der DB Netz AG seit dem 22. Mai von kurz vor Mitternacht bis 4.30 Morgens (sonntags sogar bis 5.55 Uhr) auf der viel genutzten Zugverbindung zwischen Mainz und Worms der reguläre Schienenverkehr zeitweilig ruht. Deswegen haben sich die SPD-Politiker in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG Dr. Rüdiger Grube gewandt und eine Wiederaufnahme des regulären Fahrdienstes für die nach Bahnangaben bis 31. August in den frühen Morgenstunden gesperrte Strecke gefordert. Bei einem Treffen mit dem Bahnchef am Rande des Haushaltsausschusses in Berlin betonte Hagemann nochmals die Dringlichkeit einer zeitnahen Lösung.

    Vor allem für Arbeitnehmer mit Früh- oder Schichtdienst stelle die von kurz vor Mitternacht bis in der Regel um 4.30 Uhr morgens dauernde Sperrung ein erhebliches Ärgernis dar, konstatierten Hagemann, Anklam-Trapp und Guth in ihrem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG. Auch im Hinblick auf die anstehenden Weinfeste der Region sei eine Wiederaufnahme des regulären Fahrdienstes in den frühen Morgenstunden geboten. Damit schlossen sich die Abgeordneten der Kritik des Zweckverbands SPNV Rheinland-Pfalz Süd sowie des Kreisverbands des Verkehrsclubs Deutschlands an. Die Attraktivität eines Schienenersatzverkehrs sei auch hinsichtlich größerer Events, wie zum Beispiel das RPR 1 Open Air, vergleichsweise gering, heißt es im Schreiben weiter.

    In Bezug auf den krankheitsbedingten Ausfall der drei Fahrdienstleiter kritisiert Hagemann, dass über Jahre auf Gedeih und Verderb Arbeitsplätze eingespart und immer weniger Personal vorgehalten wurde. Gleicher Meinung ist auch die Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Sofern Fahrdienstleiter ohne dreijährige EiB-Ausbildung in nur 92 Tagen geschult werden sollten, drohe ein Sicherheitsrisiko. Nun liege es an der Bahn, so Hagemann weiter, eine zeitnahe Lösung des Problems zu finden, sodass der reguläre Fahrdienst zwischen Worms und Mainz bald wieder aufgenommen werden könne.

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