Mo., 11. Dezember 2017
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Medizin im Dialog: Experten für den Gelenkersatz

Prof. Dr. Jochen Blum informiert am 14. Dezember um 18 Uhr am Standort Hochstift zum Thema „Arthroseschmerz des Kniegelenkes und die Möglichkeiten des Gelenkersatzes“

Prof. Dr. Jochen Blum im Operationssaal.

Der moderne Gelenkersatz (Endoprothetik) gehört zweifellos zu den großen Errungenschaften der modernen Medizin. Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt und medizinischer Leiter des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Worms, ist Experte für Gelenkersatz und berichtet im Rahmen der nächsten „Medizin im Dialog“-Veranstaltung am 14. Dezember 2017 um 18:00 Uhr am Standort Hochstift des Klinikums rund um das Thema „Arthroseschmerz des Kniegelenkes und die Möglichkeiten des Gelenkersatzes“. Die Ursachen, warum ein Patient ein neues Kniegelenk benötigt, sind vielfältig: Neben Gelenkarthrose kann ein neues Kniegelenk auch aufgrund angeborener Fehlstellungen, Überlastungen und Entzündungen oder nach einem Unfall erforderlich werden. In seinem Expertenvortrag geht Prof. Dr. Jochen Blum auf die Fragen ein, wann ein Gelenkersatz am Knie überhaupt notwendig ist, welche modernen, schonenden Operationsverfahren existieren und welche Vorreiterrolle das Wormser Klinikum auf dem Gebiet der Endoprothetik einnimmt.

Völlig neue Konzept des operativen Gelenkersatzes „importiert”

Prof. Dr. Jochen Blum entspringt der traditionellen Schule des Gelenkersatzes von Prof. Dr. Schweikert am Universitätsklinikum Mainz. Prof. Dr. Schweikert hatte als damaliger Lehrstuhlinhaber für Unfallchirurgie das in den sechziger Jahren völlig neue Konzept des operativen Gelenkersatzes von Prof. Lord John Charnley aus England nach Mainz „importiert“. Zu einer Zeit, in der in vielen deutschen orthopädischen Kliniken die Gelenkarthrose mit entsprechend langen Leidenswegen betroffener Patienten noch rein konservativ behandelt wurde. Schweikerts Nachfolger Prof. Dr. Ritter, der klinische Lehrer von Prof. Dr. Blum, hatte dann als kreativer Kopf den Gelenkersatz weiterentwickelt. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist diese Entwicklung allerdings noch deutlich verbessert worden, so dass in Worms allerneueste Konzepte des Gelenkersatzes bereitgehalten werden. Als eine der ersten Kliniken wurde in Worms bereits die Computernavigation für eine individuellere Prothesenoperation, wie auch der Einsatz sogenannter „Gender-Prothesen“, die der weiblichen Anatomie gerechter wurden, eingesetzt.

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