Mo., 11. Dezember 2017
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Von: 14. November 2017 weiterlesen →

Völkerverständigung beflügelt

Schülerin des Gauß-Gymnasiums erhielt USA-Stipendium des „Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms“

Tara Kanita Hassemer (links) lebte für ein Jahr in Missouri.

Er hat ihren Traum wahr werden lassen. Sie hat ihn gelebt: Für ein Jahr in den USA. Jetzt haben sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held und Tara Kanita Hassemer wieder getroffen. Auch drei Monate nach ihrer Rückkehr aus dem US-Bundesstaat Missouri pflegen die beiden Kontakt. Vor mehr als einem Jahr ermöglichte Held der Schülerin des Gauß-Gymnasiums, Helds ehemaliger Schule, ein Stipendium des „Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm“ (PPP), einem Bildungsabkommen zwischen dem Deutschen Bundestag und dem US-Kongress, das es Schülern und Azubis ermöglicht, ein Jahr den Alltag in einer US-amerikanischen Gastfamilie zu erleben.

„Was mir in Erinnerung bleibt? Musik in der dortigen Marching Band, freie Fächerwahl, drei Stunden Chor am Tag und eine super Gastfamilie“, antwortet die an ihren Erfahrungen sichtlich gewachsene Schülerin, die den Bundespolitiker auch während ihres Aufenthalts in den Staaten regelmäßig wissen ließ, wie es ihr ging. Da war auch das Vermissen von Zuhause, von einfachen Dingen. „Man vermisst Freunde, die Haustiere und die Familie, man vermisst das gute Brot und das Schnitzel und verdammt die Maoams und gute Schokolade.

Es ist das Leben zu vermissen, dass so anders ist von dem was du gerade erlebst“, schrieb Hassemer in einem Bericht im Juni 2017. Und ihr jetziges Fazit, nachdem sich die Eindrücke etwas gesetzt haben? „Mir gefällt einfach die Mentalität der US-Amerikaner. Die Menschen sind offen, man wird auf der Straße freundlich und interessiert angesprochen und vor allem gegrüßt“, lacht die junge Frau, die auch zugibt: „Das Unterrichtsniveau in Deutschland ist deutlich höher. Die `Besseren´ im Unterricht müssen sich vieles selbst beibringen. Und gruselig ist, dass fast jeder Zweite eine Waffe trägt“. Ebenfalls bleibenden Eindruck hinterließ der „offene und ehrliche“ Umgang der „Amis“ mit der Geschichte, den sie in Deutschland oft vermisse.

Unterm Strich ist sich Tara Kanita sicher: „Ich möchte Danke sagen zu all den Leuten die dafür verantwortlich sind wo und wer ich jetzt bin. Danke an alle die mit und für das PPP/CBYX Programm arbeiten und so viel Vertrauen in mich gesteckt haben, dass ich eine gute “Jugend Botschafterin” für Deutschland sein werde und das Land angemessener Weise vertreten kann. Allen hier voran Marcus Held, der meinen Traum hat wahr werden lassen. Ich möchte auch meinen Freunden und Familien danken, in Deutschland und hier in den USA. Jeder einzelne von euch hat mich aufgebaut und getröstet wenn ich es gebraucht habe und ohne euch würde ich nicht das jetzt schreiben“.

„Am Beispiel von Tara Kanita Hassemer sieht man nicht nur wie gut und einvernehmlich die Völkerverständigung gerade junge Menschen beflügelt. Ebenso zeigt das PPP und auch der jetzt noch bestehende Kontakt zwischen uns, wie nachhaltig vor allem Schüler und Azubis gewillt sind zu erleben, zu erfahren und auf dieser Basis aktiv mitzugestalten“, zieht Marcus Held sein positives Fazit.

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