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Von: 6. Januar 2015 weiterlesen →

Von der Poesie der Sprache fasziniert

Poetry Slam am 16. Januar um 20 Uhr an der Freien Waldorfschule Frankenthal

BeitragsbildDurch das Erarbeiten ihrer Jahresarbeit zum Thema Poetry Slam hat Lena Würzburger die Liebe zu ihrer Muttersprache entdeckt. Die 17-Jährige Schülerin möchte ihre Begeisterung für das „Slammen“ auch an andere junge Menschen weitergeben und veranstaltet deshalb am 16. Januar einen Dichterwettstreit an der Freien Waldorfschule in Frankenthal.

Lena erklärt, dass sie es ihrer Deutschlehrerin Anke Richter zu verdanken hat, dass sie dieses poetische Thema gewählt hat. Sie sagt, dass die deutsche Sprache bisher nicht so ihr Ding war und dass vor allem die deutsche Grammatik sie ab und an zum Verzweifeln gebracht hat. Die Schülerin der zwölften Klasse ist fasziniert, was man mit der Sprache alles machen kann und wie kreativ man sein kann. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema hat sie ihre Muttersprache komplett neu entdeckt.

Lena fing letztes Jahr im Januar mit ihrer Arbeit an und am 16. Januar diesen Jahres wird der selbstorganisierte Poetry Slam der Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss ihrer Arbeit sein. Doch bis dahin war es ein sehr langer und arbeitsintensiver Weg, der mit Recherche anfing. Zum Ende hin ist Lena sogar nach Mainz in die Universitätsbibliothek gefahren, um nach passender Fachliteratur zu suchen. Da das Thema Poetry Slam noch nicht so alt ist, ist es relativ schwer angemessene Quellen zu finden. Sie hat mittlerweile schon zwei Texte geschrieben, da ihr die Rolle der Zuschauerin zu langweilig war und ihr neues Ziel ist es, noch einen weiteren Text bis zu ihrem organisierten Poetry Slam zu schreiben.

Mit diesen Texten versuchte sie sich selbst als Dichterin und eroberte damit die Bühne in ihrer Heimatstadt Worms. Der Schritt von der passiven zur aktiven Slammerin hat sich für die Schülerin mehr als gelohnt, denn schon bei ihrem zweiten Auftritt bei einem Poetry Slam in Ludwigshafen kam sie ins Finale. Sie begann bei verschiedenen Workshops mitzuwirken, um besser in die Materie des Poetry Slams einzutauchen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr der Workshop in der KZ-Gedenkstätte Osthofen, da dieser Ort die Slammer besonders inspiriert hat und so viele unterschiedliche Texte hervorgebracht wurden. Schnell stand für sie fest, einen eigenen Slam als Abschluss ihrer Arbeit an der Schule zu organisieren. Sie will so vielen Menschen wie möglich die Gelegenheit geben, an einem Slam passiv und aktiv teilnehmen zu können und somit war es ihr sehr wichtig, dass die Besucher keinen Eintritt zahlen müssen. Da sie jedoch den Teilnehmern zumindest das Fahrtgeld erstatten wollte, begab sie sich auf die Suche nach Sponsoren, die diese Kosten finanzieren würden und fand diese.

Es haben auch schon bekannte Slammer zugesagt wie: Markus Becherer, Sylvie Le Bonheur, Stefan Unser, Egon Alter, Paul Ziehmer, Christian Hammer, Angelina Scheu und Lenas Lehrerin Anke Richter. Bei einem ihrer Slam Besuche in Mainz lernte Lena die „Fuchtelqueens“ kennen. Die beiden werden am 16. Januar auch dabei sein und alle Texte in Gebärdensprache übersetzen und somit wird auch Gehörgeschädigten die Chance gegeben, einen Slam zu besuchen. Lena wird an diesem Abend die Moderation übernehmen und wird dabei von Jens Wienand unterstützt. Dieser hat sich in der Region längst einen Namen als Slammer und Moderator gemacht und moderiert unter anderem den Poetry Slam im Lincoln. Lena lädt alle, die Lust und Interesse haben zu ihrem Poetry Slam am 16. Januar um 20 Uhr in die Freie Waldorfschule Frankenthal, Julius- Bettinger-Straße 1 ein und freut sich über jeden Einzelnen, der vorbeikommt.

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