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Von: 28. März 2017 weiterlesen →

STRASSBURGER Filter: Von Westhofen in die Welt!

Die rheinland-pfälzische CDU-Oppositionsführerin Julia Klöckner besuchte am Dienstag in Westhofen die „STRASSBURGER Filter GmbH und Co. KG“ – ein „Hidden Champion“ heimischer Wirtschaft

VON ROBERT LEHR | Die beiden Frauen teilen nicht nur den Vornamen, sondern auch ihre enge Beziehung zum Wein: Die Winzertochter Julia Klöckner aus Bad Kreuznach war als Deutsche Weinkönigin 1995/96 oberste Repräsentatin des heimischen Rebensaftes.

Julia Schnitzler stammt aus einem Familienunternehmen in Westhofen, das  seit seiner Gründung in Ingelheim im Jahre 1919 zunächst fast ausschließlich Anlagen zur Filtration von Getränken, vor allem Wein, hergestellt hat.

Heute liegt Julia Klöckner als CDU-Oppositionsführerin im rheinland-pfälzischen Landtag und Mitglied des Bundesvorstandes ihrer Partei, vor allem auch die Wirtschaft ihres Heimatlandes am Herzen.

Und Julia Schnitzler hat das Portfolio des Unternehmens, das sie von ihrem Vater Rolf im Jahre 2005 übernommen hatte, inzwischen weit über die Getränke-Filtration ausgedehnt. So ist die Firma heute sogar Weltmarktführer bei der Blutplasmafraktionierung.   

MdL Adolf Kessel, Julia Schnitzler, Julia Klöckner und Produktionsleiter Dietmar Walter (von links).

MdL Adolf Kessel, Julia Schnitzler, Julia Klöckner und Produktionsleiter Dietmar Walter (von links). Foto: Robert Lehr

Die Dipl.-Ingenieurin Julia Schnitzler gehörte daher schon mehrfach den Wirtschaftsdelegationen der Bundesregierung bei Reisen von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Japan und  China in den Jahren 2012, 2015 und 2016, sowie jener des damaligen Bundespräsident Joachim Gauck nach Indien, Myanmar, Südkorea und in die Mongolei 2014 und 2005 an.

Damit gehörte die Geschäftsführende Gesellschafterin der STRASSBURGER Filter GmbH & Co. KG in Westhofen als Vertreterin des rheinhessischen Mittelstandes neben Vorständen deutscher DAX-Unternehmen weltweit zu den Repräsentanten der deutschen Wirtschaft – und das als einzige Frau und Mutter dreier Kinder!

Aber auch für ihre Heimat ist sie ehrenamtlich im Vorstand des Rheinhessen-Marketing tätig. Damit zeichnete sie sich auch für die zahlreichen Jubiläums-Aktivitäten zu „200 Jahre Rheinhessen“ im vergangenen Jahr verantwortlich.

Julia Klöckner war am Dienstag, gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten und Landesvorsitzenden der Christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands, Adolf Kessel, auf Visite bei STRASSBURGER Filter. Hoch interessiert ließ sie sich von Julia Schnitzler die Produktion erklären. Man merkte Julia Klöckner an, dass sie selbst aus einem Weinbaubetrieb stammt, denn bei STRASSBURGER dreht sich alles ums Filtrieren.

So war ihr die Materie nicht fremd. Besonders interessiert aber zeigte sie sich an Problemen, bei denen die Politik evetuell weiterhelfen könne. Hier war es eigentlich nur die DSL-Versorgung, die bemängelt wurde. „3 Mbit/s sind definitiv zu wenig zu wenig“, so die Geschäftsfühererin Schnitzler. Man müsse schließlich mit Kunden und dem Vertrieb weltweit kommunizieren, wobei oft größere Datenmengen zu empfangen oder zu versenden seien. Aufmerksam hörte sich die Landespolitikerin diese konkrete Klage an, und bestätigte, dass dahingehend die Infrastruktur in Rheinland-Pfalz noch  deutlich ausbaufähig sei. 

Lesen Sie im nächsten NK ein exklusives Interview mit Julia Klöckner, die im Anschluss an ihren Besuch in Westhofen für die Fragen unseres Redakteurs Gernot Kirch zur Verfügung stand.

 

Die STRASSBURGER Filter GmbH & Co. KG
Das 1919 von Hermann Strassburger gegründete Unternehmen wird von Julia Schnitzler in der 4. Generation geleitet. Ursprünglich stand die Herstellung von Filterapparaten im Mittelpunkt, die zunächst im Weinbau, später auch in der Fruchtsaft- und Essigindustrie zum Einsatz kamen. Inzwischen konnten neue Anwendungsfelder erschlossen werden. So stehen heute neben der Getränkeherstellung insbesondere Spezialanwendungen für die Pharmaindustrie im Vordergrund. Mit patentierten Spezialfilteranlagen zur Blutplasmafraktionierung ist der „Hidden Champion“ mittlerweile weltweit Marktführer. Damit werden einzelne Proteine aus menschlichem Blut gewonnen, um Arzneimittel herzustellen, die zur Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen eingesetzt werden. Zurzeit arbeiten bei Strassburger ca. 30 Mitarbeiter. Seit 2012 unterhält Strassburger eine eigene Vertriebsrepräsentanz in Shanghai.

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