Mi., 22. November 2017
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Von: 8. September 2017 weiterlesen →

Vorsorgevollmacht – für den Ernstfall bereit sein

SPD und AWO Alzey-Worms informieren in schwierigen Lebenslagen

 Als Dankeschön für den sehr informativen Vortrag überreichten Kathrin Anklam-Trapp, MdL (l.) und Ursula Orth einen Präsentkorb an Dr. Anton Miesen.

Als Dankeschön für den sehr informativen Vortrag überreichten Kathrin Anklam-Trapp, MdL (l.) und Ursula Orth einen Präsentkorb an Dr. Anton Miesen.

Wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen, wurde bei einem Informationsabend des SPD-Unterbezirks Alzey-Worms und des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Westhofen deutlich. In der TGW-Gaststätte berichtete dort Dr. Anton Miesen, Leiter der Gesundheitsabteilung des öffentlichen Gesundheitswesens a.D., über das Thema Vorsorgevollmacht und nahm sich im Anschluss die Zeit, um auf die individuellen und fachlich anspruchsvollen Fragen der Anwesenden einzugehen.

„Eine Vorsorgevollmacht ist eine Angelegenheit, die nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern auch bereits in jungen Jahren sehr sinnvoll ist. Viele Menschen denken, dass im Ernstfall automatisch der Ehepartner oder die Eltern berechtigt sind, entsprechende Entscheidungen zu treffen, wenn jemand selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Das ist aber falsch,“ erläuterte Dr. Miesen. Es solle sich jeder überlegen, eine Person seines Vertrauens damit zu bevollmächtigen, Dinge des täglichen Lebens zu erledigen, wenn man selbst nicht mehr fähig ist, diese zu organisieren. Viele konkrete Dinge können mit einer Vorsorgevollmacht auf eine andere Person übertragen werden, seien es Bankgeschäfte, Wohnungs- und Behördenangelegenheiten oder die Gesundheitssorge. Außerdem regte Dr. Miesen an, dass man sicherheitshalber – gegen eine geringe Gebühr – die Vorsorgevollmacht notariell beglaubigen lassen solle, da sie dann bei der Notarkammer hinterlegt werde.

„Nachdem wir vor kurzem eine Veranstaltung zur „Patientenverfügung“ durchgeführt haben, wurde von vielen Menschen der Wunsch an uns herangetragen, auch das Thema „Vorsorgevollmacht“ aufzugreifen,“ so Kathrin Anklam-Trapp, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks und als Landtagsabgeordnete auch gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. „Mit Dr. Anton Miesen steht uns dabei ein ausgewiesener Fachmann zur Verfügung.“ Miesen, der unter anderem als Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium Mainz arbeitete, erläuterte in seinem Referat Punkt für Punkt die Vordrucke der Vollmacht und ging umgehend auf alle entstehenden Fragen der interessierten Gäste ein.

 Ursula Orth, Kreisvorsitzende der AWO Alzey-Worms, konnte aus eigener Erfahrung darüber berichten, welche Probleme entstehen können, wenn keine entsprechende Vorsorge getroffen wurde. So solle man unbedingt darauf achten, dass eine Vollmacht auch „über den Tod hinaus“ gelten solle, um eine ordnungsgemäße Abwicklung der Formalitäten nach dem Tode zu gewährleisten.

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