
In der oberen Waldbodenschicht herrscht – nach mehreren Dürrejahren in Folge und trotz reichlicher Niederschläge im Frühling – akuter Wassermangel. Die meisten hiesigen Waldbrände entstehen, weil Waldbesuchende unachtsam sind.
„Die Forstleute, die Feuerwehr und die Polizei sind beim Waldschutz auf die Mithilfe der Waldbesuchenden angewiesen“, so der Appell vom Wormser Revierförster Noah Weinbrecht. Deshalb gilt: Wer eine, auch noch so kleine, Rauchentwicklung im Wald bemerkt, sollte diese über den Notruf 112 oder 110 melden.
Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände entstehen, weil Menschen zu unvorsichtig mit offenem Feuer im Wald umgehen. Deshalb weisen die Forstleute gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich auf folgende Verhaltensregeln beim Waldbesuch hin:
Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten, rauchende Menschen sollten höflich darauf aufmerksam gemacht werden. Das gilt übrigens auch auf öffentlichen Straßen, die durch den Wald führen. Auf keinen Fall sollten glühende Kippen aus dem Fenster geworfen werden. Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bitte ausschließlich offizielle Grillplätze benutzen und auch hier ist größte Vorsicht wegen Funkenflug geboten.
Eine besondere Gefahr geht von den flexiblen Einmalgrills aus. Es sollten nur ausgewiesene Parkplätze genutzt werden; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden. Außerdem sollten alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig freigehalten werden.