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Von: 13. November 2017 weiterlesen →

Wirtschaftsstandort Worms wird weiter gestärkt

Im Oktober hat die IHK die Ergebnisse der Konjunkturumfrage für ganz Deutschland veröffentlicht – und diese sind Eindeutig. Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz sind mit der Geschäftslage so zufrieden wie niemals zuvor. Auch Worms profitiert vom Boom: Seite 2009 haben sich die Steuereinnahmen aus der Gewerbesteuer fast verdoppelt – auf insgesamt 91 Millionen Euro.

 

Langsam stößt Worms allerdings an seine Grenzen – es bedarf also neuer Wege von Industrie und Politik, um weiterhin stetiges Wachstum zu gewährleisten. Damit beschäftigt sich auch sich der „Arbeitskreis Wormser Unternehmen“, der im Jahr sechs Mal tagt. Im Arbeitskreis geht es um eine enge Abstimmung der Pläne und Ziele der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Stadt. Bereits im Oktober haben Michael Kissel (Oberbürgermeister) und Michael Kundel (Vizepräsident der IHK Rheinhessen) die Resolution zum Wormser Wirtschaftsstandort unterfertigt. Die Resolution wurde vom Wormser Stadtrat entworfen und befasst sich mit der zukunftsorientierten Gestaltung. „Wir sind froh und stolz, dass die Wormser Wirtschaft in den letzten Jahren extrem erfolgreich war. Nun müssen wir darauf achten, dass wir auch erfolgreich bleiben“, so IHK Rheinhessen-Vizepräsident Michael Kundel.

Der Wirtschaftsstandort soll noch attraktiver werden
Auch Michael Kissel, der Oberbürgermeister der Stadt Worms, ist für eine totale Neuausrichtung der aktuellen Wirtschaftsförderungspolitik. „Ab sofort müssen wir die noch vorhandenen Flächen untersuchen und darauf achten, welche Flächen von den Unternehmen benötigt werden, damit diese weiterhin expandieren können. Nur mit einem neuen Flächennutzungsplan können wir Standorte sichern.“ Doch Kissel will sich nicht nur auf den Flächennutzungsplan konzentrieren – er konzentriert sich auch auf die digitale Infrastruktur und auch auf die Begleitinfrastruktur. Kissel will auch in das Betreuungsangebot investieren. „Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Wir wollen auch die Erwerbsbeteiligung für Frauen steigern“, so der Oberbürgermeister. Auch das Wohnangebot in Worms soll verbessert werden. Dafür wurde der „Masterplan Wohnen“ ins Leben gerufen. „Wir können, wenn wir Hand in Hand mit der Industrie gehen, unser Image stärken und noch attraktiver werden“, so Kissel. Das heißt, dass auch von Seiten der Wirtschaft Akzente gesetzt werden müssen – die ersten Pläne wurden bereits präsentiert. Die Wirtschaft möchte vor allem den Übergang von Schule zum Beruf fördern. Ein weiteres wichtiges Anliegen, dass vom „Arbeitskreis der Wormser Unternehmen“ verfolgt wird, sind Investitionen in Gründungsförderungen. Mit der Hochschule Worms will man demnächst ein Konzept präsentieren. „Über eine Studienarbeit können wir weiche und harte Faktoren für eine zukünftige Förderung der Wirtschaft ermitteln“, so Kundel. Die Kooperation mit der Hochschule kann Grundlagen zu weiteren Überlegungen schaffen, sodass der Wirtschaftsstandort noch mehr gestärkt werden kann.

Zustimmung auch im Stadtrat
Auch im Stadtrat sieht man die Pläne für die Zukunft positiv, bei der Abstimmung über die „Resolution zum Wirtschaftsstandort Worms“ stimmten alle Mitglieder – bis auf drei Enthaltungen – für ein ja zur Resolution. Fraktionsübergreifen empfing die Resolution positives Feedback. Konkret verpflichten sich Wirtschaft und Stadt zu einer engeren Zusammenarbeit bei der Stadtentwicklung: Die Wirtschaft trägt sorge dafür, dass Ausbildung und die Zusammenarbeit mit Schulen gestärkt wird und dass sich neue, zukunftsträchtige Unternehmen in Worms ansiedeln. Die Politik verpflichtet sich im Gegenzug dazu, Bürokratie abzubauen, Steuererhöhungen zu vermeiden, Schulen besser auszustatten und die Infrastruktur zu verbessern.

Geschrieben in: Verbraucher-Tipps

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