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„Worms macht die Klappe auf!“

Björn Leonhard gewinnt ersten Film-Ideenwettbewerb der jungen Wormser Initiative gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit 

Scheckübergabe für den Film-Ideenwettbewerb von „Worms macht die Klappe auf!“ von Aimé-Jipsy Mikona an Björn Leonhard (von links).

Scheckübergabe für den Film-Ideenwettbewerb von „Worms macht die Klappe auf!“ von Aimé-Jipsy Mikona an Björn Leonhard (von links).

„Worms macht die Klappe auf!“ – Eine Initiative, die zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die Klappe in Worms öffnet. Durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“, inspirierte es Aimé-Jipsy Mikona vom Jugendparlament Worms ein Projekt zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu starten.

„Ziel ist es“, so Aimé-Jipsy „ein Zeichen zu setzen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keine Chance in unserer Gesellschaft haben. Ich möchte Impulse setzen, die junge Menschen klar macht, dass Ihre negative Denkweisen gegenüber anderen Menschen fehl am Platz ist“.

Gemeinsam mit Peter Englert und Charlotte Simon bildete Aimé-Jipsy ein Team, das „Worms macht die Klappe auf“ ins Leben gerufen hat.

Peter Englert ist als Schauspieler und Musiker tätig. Neben regelmäßigen Veröffentlichungen mit seiner Band „The Döftels“, stand erschon bei den Nibelungen-Festspielen und den Bad Hersfelder Festspielen unter der Regie von Dieter Wedel auf der Bühne. Darüber hinaus hat er auch in Filmen wie „Dora Heldt – Unzertrennlich“ mitgewirkt, der im ZDF zu sehen war.

Förderung durch den Bund
Gefördert wird das Projekt über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es werden besonders Projekte gefördert, die sich in der Demokratieförderung und der Extremismus-Prävention engagieren.

Bei dieser wichtigen Arbeit ging es in diesem Jahr um einen Film-Ideen Wettbewerb für Jugendliche, Schüler und Studenten. Vom 16. November  bis zum 18. Dezember hatte jeder im Alter von 14 bis 27 Jahren das Recht und die Chance, sich mit seiner Filmidee oder einem Drehbuch zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit online auf der Webseite www.wormsmachtdieklappeauf.de oder per Post zu bewerben.

Durch die Besetzung einer professionell ausgewählten Jury (Jury: Peter Englert, Schauspieler und Musiker, Regieassistent Jörn Hinkel sowie Moderator Thomas Ranft, wurden die Filmideen und Drehbücher bewertet.

Die Idee mit der besten Bewertung bekam ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro und wird im Jahr 2016 unter der Leitung von Peter Englert in einem vollständigen Drehbuch verfasst, und als Kurz- oder Spielfilm in Worms beworben und ausgestrahlt.

Gewinner wurde am Dienstag bekanntgegeben
Am 22. Dezember wurde von der Jury der Gewinner des Film-Ideenwettbewerbes 2015 bekannt gegeben. Der Gewinner des Wettbewerbes heißt Björn Leonhard. Er ist 22 Jahre jung, kommt aus Koblenz wohnhaft in Worms und studiert das Fach Internationale Betriebs- und Außenwirtschaft (IBA) an der Hochschule Worms.

Leonhard beschäftigt das Thema Rassismus schon länger. In der aktuellen Situation der Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa wuchs sein Verlangen, sich zu engagieren. Durch seine Filmidee möchte er Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, zu noch mehr Engagement zu motivieren.

„Als mich Aimé-Jipsy angerufen hat, war ich sehr überrascht und konnte es erst gar nicht glauben, als er mir am Telefon berichtete, das ich 500 Euro gewonnen habe“ freute sich Björn Leonhard. „Am selben Abend kam Aimé-Jipsy mit einem großen 500 Euro-Scheck. Es ist ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk“.

„Ich freue mich sehr über die zahlreichen Bewerbungen die bei uns eingegangen sind. Mir persönlich zeigt es, dass es viele Menschen unter uns gibt, die sich engagieren wollen, aber vielleicht nicht den richtigen Weg kennen und deshalb ist es wichtig, Möglichkeiten zu bieten. Möglichkeiten wie unsere Initiative, die nicht nur Film-Ideenwettbewerbe, sondern in Zukunft eine breite Engagement und Diskussions-Plattform in Worms bietet. Jeder kann sich engagieren! Das ist eine Basisdemokratie, die wir in unserer Gesellschaft uns gegenseitig beibringen müssen.“

 

Geschrieben in Worms und Ortsteile am 23. Dezember 2015

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