Mi., 18. Oktober 2017
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Von: 26. September 2017 weiterlesen →

YouTube-Phänomen kommt nach Worms

Spaßvogel und Witzeerzähler Oliver Gimber kommt am 11. Oktober um 20 Uhr ins WORMSER / NK verlost 3x2 Tickets

Wer den YouTube-Star Oliver Gimber einmal hautnah erleben möchte, sollte am 11. Oktober den Mozartsaal aufsuchen. Bei „Witz vom Olli“ bleibt vor Lachen garantiert kein Auge trocken. Foto: Oliver Gimber

Wer den YouTube-Star Oliver Gimber einmal hautnah erleben möchte, sollte am 11. Oktober den Mozartsaal aufsuchen. Bei „Witz vom Olli“ bleibt vor Lachen garantiert kein Auge trocken. Foto: Oliver Gimber

Von Vera Beiersdörfer | Auf der Internetplattform YouTube ist er bekannt wie ein bunter Hund.  Oliver Gimbers Witze sind dort längst zum Kult geworden denn dort bringt der Malermeister aus Pforzheim seine Fans regelmäßig zum Lachen. Seine Witze wurden schon über zwei Millionen mal angeschaut, täglich kommen knapp 30.000 neue Klicks hinzu.

„Witz vom Olli“ heißen die selbst gedrehten Filmchen, welche sich zumeist junge Menschen per whatsApp gegenseitig aufs Handy schicken. Dabei lässt er auch mal seine eigene Malerwerkstatt ruhen, welche er von seinem Vater ebenso geerbt hat, wie seinen Humor. Wer den YouTube-Star hautnah und ganz „live“ am Mittwoch, dem 11. Oktober, um 20 Uhr, im WORMSER erleben möchte, sollte sich schnell noch eine Karte sichern. Tickets gibt es im Vorverkauf u.a. beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, sowie bei allen bekannten Ticket Regional-Vorverkaufsstellen.

NK: Wie nahm das Projekt „Witz vom Olli“ auf YouTube seinen Anfang?
O.G.: Vor rund sechseinhalb  Jahren bat mich mein Freund Wolfi, der in Neuseeland lebt, ihm mal einen guten badischen Witz per whatsApp zu schicken. Er vermisste den Humor und meinte, ich sei doch schon immer der beste Witzeerzähler gewesen. Und so habe ich ihm immer mal wieder ein paar Aufnahmen von mir im Auto geschickt. Ich wusste ja nicht, was ich bzw. er damit lostreten würde.

NK: Also, Sie waren  schon immer ein Spaßvogel?
O.G.: Ja, das kann man so sagen. Irgendwie ist das bei uns wohl so eine Art „Familienkrankheit“. Ich schätze mal, dass mein Vater mir etwa 5.000 Witze erzählt hat. Ich kann mir das auch viel besser merken als etwa Zahlen oder Namen. Die Witze sind ganz einfach hängengeblieben.

NK: Wie viele Witze haben Sie schätzungsweise im Repertoire?
O.G.: Also spontan könnte ich sicherlich ein paar hundert raushauen.  Es gibt kaum eine Situation, in der mir kein passender Witz einfällt.

NK: Fühlen Sie sich manchmal nicht ernstgenommen?
O.G.: Die Phase hatte ich auch schon. Meine Witze sind auch schon schlecht angekommen. Vor ein paar Jahren habe ich deshalb sogar meinen besten Kunden verloren und war kurz davor aufzugeben.

NK: Was war passiert?
O.G.: Naja, ich habe mich tatsächlich politisch nicht ganz korrekt ausgedrückt und beim „Schwarzen Rettich-Witz“ statt Afro-Germane das Wort Neger für einen schwarzen Mitbürger verwendet. Das fand der Kunde gar nicht witzig und hat mir alle Aufträge entzogen. Das war eine Katastrophe, schließlich machte mein Unternehmen Umsatzeinbußen von 20 Prozent. Da kommt man schon ins Grübeln, ob es das wert ist.

NK: Und was hat Sie dann dazu bewogen, doch weiterzumachen?
O.G.: Eigentlich eine sehr traurige Sache, ein junger an Krebs erkrankter Fan, hatte mir geschrieben, dass er bald sterben müsse und sich aber jede Woche auf einen neuen Witz von mir freue, um mal richtig zu lachen und seinen Alltag zu vergessen. Das war schon ein Moment, der mir gezeigt hat, dass ich nicht aufhören darf. Es war wirklich eine Triebfeder nach dem Geschäftsdesaster doch weiterzumachen und Menschen, denen es nicht gut geht, wenigstens auf humorvolle Art zu helfen.

NK: Warum erzählen Sie die Witze eigentlich im Auto?
O.G.: Das geht auf die Anfänge zurück. Ich bin immer lieber zu früh bei meinen Kunden als zu spät und habe oft noch Zeit, die ich im Auto überbrücke. Also, habe ich Wolfi ein Video gedreht und nach Neuseeland geschickt. Das habe ich einfach beibehalten. Mein Zeitplan erlaubt auch wenig andere Möglichkeiten.

NK: Unternehmer und mittlerweile sogar auf Tour – wie voll ist Ihr Kalender und wie bekommen Sie das überhaupt alles unter einen Hut?
O.G.: Uff ja, da sagen Sie was. Ich stehe morgens um 4.20 Uhr auf, um 4.50 bin ich dann im Büro und erledige die ersten geschäftlichen E-Mails. Die Zeit, die ich auf Facebook und YouTube zur Fanpflege verbringe, ist genau eingeteilt. Mittags ein halbes Stündchen und abends sitze ich dann etwa zwei Stunden am Rechner,  statt traute Zweisamkeit mit meiner Lebensgefährtin vor dem Fernseher zu genießen.

NK: Wollen Sie als Comedian durchstarten?
O.G.: Die Angebote sind in der Tat so umfangreich, dass es funktionieren könnte. Aber mein Handwerksbusiness bringt mir die nötige Bodenhaftung. Auch meine Tochter sagt immer „Papa lüg dir die Welt nicht schön“. Mir ist schon klar, dass der Hype irgendwann ein Ende haben wird. Außerdem bin ich 54 Jahre alt und die Doppelbelastung geht nicht spurlos an mir vorbei. Denke, das wird mit fortschreitendem Alter noch weiter zunehmen.

NK: Wie würden Sie Ihre Lebensphilosophie auf den Punkt bringen?
O.G.: Lieber lachen als traurig sein. Wenn man lacht, geht manches einfach leichter von der Hand. Wenn ich mal keinen Witz erzähle, um mich selbst darüber totzulachen, fällt das tatsächlich auf.  Ein Mitarbeiter hat mich mal ganz besorgt gefragt „Chef geht´s Ihnen nicht gut? Sie haben die ganze Woche noch keinen rausgehauen?“

NK: Waren Sie schon mal in Worms?
O.G.: Nicht mit einer Show. Ich freue mich schon darauf. Ich werde bestimmt auch in Worms wieder rund eine Stunde vor dem Programmbeginn da sein und mit den Leuten reden. Das mache ich auch immer in der Pause, so bekomme ich mit, was beim Publikum gut ankommt und gewünscht ist. Ich habe kein festes Konzept, das wäre ja auch langweilig. Jeder Abend ist immer eine neue Erfahrung. Ich erhalte mittlerweile Witzzusendungen von Fans aus den entlegensten Winkeln der Welt. Viele Witze werden mehrfach geschickt. Andere nur einmal, hauen mich aber sofort aus den Socken und diese ergänze ich dann auch gern im Programm. Die Fans selbst sind also mein bester Stimmungsbarometer.

Mitmachen und gewinnen
Wer dabei sein möchte, sollte schleunigst zu einer Postkarte greifen und diese versehen mit dem Stichwort „OLLI“ bis zum 6. Oktober 2017 an den Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, senden. Bitte Telefonnummer angeben, da  die Gewinner angerufen werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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