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275 Jahre Friedrichskirche

Den Geburtstag der Friedrichskirche feiert die Wormser Gemeinde mit Vortrag, Festgottesdienst und Gemeindefest

Die Wormser Friedrichskirche feiert ihren 275. Geburtstag bei einem Gemeindefest mit einem Festgottesdienst.

Die Wormser Friedrichskirche feiert ihren 275. Geburtstag bei einem Gemeindefest mit einem Festgottesdienst.

Am 9. Juni 1744 – also am Pfingstsonntag 2019 genau vor 275 Jahren – wurde die Friedrichskirche eingeweiht.

Kein Geringerer als Friedrich der Große hatte durch Genehmigung von Spendensammlungen den Bau der Kirche maßgeblich gefördert. Friedrich II. vertrat vehement den Gedanken religiöser Toleranz. So war es ihm – treu nach seinem bekannten Motto „Jeder soll nach seiner eigenen Façon glücklich werden“ – ein Anliegen, dass die Wormser reformierten Christen auch ein eigenes Gotteshaus für ihre Gottesdienste haben.

So entstand die Friedrichskirche, die aus diesem Grunde Friedrichs- und nicht etwa Friedenskirche heißt.

Der Innenraum der Kirche war als schlichte Predigtkirche im barocken Stil gestaltet, mit dem Altar in der Mitte des Kirchenraums vor der Kanzel an der Südwand, auf die die Kirchenbänke und die dreiseitige Empore ausgerichtet waren. Auf der Westempore oberhalb des Eingangs wurde 1771 eine Stummorgel aufgestellt. Die Kirche blieb auch über die rheinhessische Union im Jahr 1822 hinweg eine Heimat für Wormser Christen, nur dass diese nun „uniert“ waren, und der Unterschied zwischen reformiertem und lutherischem Glauben keine trennende Wirkung mehr hatte.

Nach Bombenangriff in Schutt und Asche

In den schrecklichen Bombennächten des 21. Februar 1945 und des 18. März 1945 fiel Worms in Schutt und Asche. Auch die Friedrichkirche wurde ein Opfer der Bomben. Nur die Außenmauern blieben stehen.

In der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit den Wiederaufbau der Kirche in Angriff zu nehmen, kostete viel Mut und Kraft. Die Friedrichsgemeinde unter ihrem Pfarrer Dr. Werner Sorge und mit Architekt Hans Bössler stellten sich der Aufgabe.

Die Friedrichskirche wurde wiederaufgebaut und erstand in vereinfachten moderneren Formen der frühen 1950er Jahre neu. So konnte am 25. September 1955 die Friedrichskirche mit einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht werden. Seitdem dient sie den evangelischen Christen zwischen Hauptbahnhof und Hafen wieder als geistliche Heimat.

Drei Aktionen

Am Dienstag, dem 4. Juni, findet um 19 Uhr im Roten Haus ein gemütlicher Vortragsabend mit vielen Bildern und Erinnerungen statt. Bei Wein und Gebäck lassen die Referenten Prof. Dr. Werner Zager, Dr. Hans-Henning Bössler, Hannelies Hofmann und Dorothea Zager 275 Jahre Geschichte der Friedrichskirche in Bildern und kurzweiligen Berichten Revue passieren.

Am Pfingstsonntag, dem 9. Juni, wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Friedrichskirche gefeiert unter Mitwirkung von Friedrichs Flötenkreis. Direkt im Anschluss an den Gottesdienst findet ein kleines Gemeindefest statt: Die Gemeinde lädt ein zum gemeinsamen Mittagessen mit einem Salatbuffet, Wurst und Fleisch vom Grill, vegetarischen Spezialitäten und kalten Getränken.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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