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10.14 Uhr | 8. Juni 2022
VfR WORMATIA WORMS: Grenzenloser Jubel beim verdienten Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar und Aufsteiger in die Regionalliga Südwest

Wormatia-Feierbiester rocken Oberliga und Malle

    Perfekter Support: Die Fans der Wormatia feiern ihren Meister und Regionalliga-Aufsteiger in Mainz-Mombach enthusiastisch, frenetisch und friedlich. Foto: Felix Diehl

    Perfekter Support: Die Fans der Wormatia feiern ihren Meister und Regionalliga-Aufsteiger in Mainz-Mombach enthusiastisch, frenetisch und friedlich. Foto: Felix Diehl

    Von Jürgen Jaap > Pfingstsamstag, 4. Juni 2022, 17:25 Uhr auf der Bezirkssportanlage in Mainz-Mombach. Eine Explosion der Sinnesreize findet statt. Erst mit hoch in die Luft gereckten Händen und Fäusten, dann mit Wasser, das kühl über Trikots, Köpfe der Fußballer zischt. Und schließlich in einer nicht enden wollenden Jubelorgie von gut 1.000 Anhängern, Spielern und Verantwortlichen des VfR Wormatia Worms. „Der VfR, der VfR, der VfR ist wieder da, der VfR ist wieder da!“ schallt es aus tausend Kehlen. Und natürlich: „Nie mehr Oberliga, nie mehr, nie mehr!“ Die Emotionen entladen sich in Gesängen, in Tänzen, in Begeisterung, in Ekstase. Die Fußballer des VfR Wormatia Worms haben einen 2019 begonnenen Weg über die Ziellinie gebracht. Endlich! Der souveräne 3:0-Sieg beim SV Mainz-Gonsenheim markiert den letzten Schritt hin zur Meisterschaft der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 2021/2022. „Zurück in die Fußball-Regionalliga Südwest“ hieß das Ziel nach dem bitteren Abstieg vor ziemlich exakt drei Jahren.

    Alla nuff, Uffsteiger 2022
    Und auf den schnell übergestreiften T-Shirts der Oberliga-Meister ist es in für jeden Wormser nur zu verständlichen und schönen Worten zu lesen: „Alla nuff, Uffsteiger 2022.“ Norbert Hess, Sportlicher Leiter des VfR, und Wormser Fußball-Urgestein findet aus dem Jubel heraus die ersten Worte: „Darauf hatten wir drei Jahre hin gekämpft, wir hätten uns das schon vorher verdient, aber Corona ließ es einfach nicht zu. Unser ganzes Team hat so viel investiert. Kristjan Glibo hat einen fantastischen Job gemacht. Wir sind wieder Regionalligist. Super, Spitzenklasse!“

    Kristjan Glibo: „Mission erfüllt!“
    Und jener von Norbert Hess angesprochene Coach? Kristjan Glibo befindet sich auf der Flucht. Von seiner jungen Mannschaft gejagt, kann der 40-jährige Fußballtrainer mit Herz und Sachverstand einer Sache nicht entgehen – der obligatorischen Bierdusche. Denn trotz des permanenten Einsatzes im prickelnden Duell um die Meisterschaft mit dem Konkurrenten SV Eintracht Trier haben die Jungs des Wormser Trainergespanns Kristjan Glibo und Christian Adam noch ein paar letzte Körner im Tank. Gefangen, von kühlem Hopfensaft getränkt, pitschnass lässt Glibo wissen: „Mission erfüllt! Überragend! Heute zählt nur noch feiern …“

    Party im Bus, bei Harry im Wormatia-Stadion und auf Mallorca
    Genau das lassen sich Mannschaft, Trainer, Betreuer, Funktionäre und Fans nun nicht nehmen. Mainz-Mombach ist fest in Wormser Hand. Laut geht’s zu, friedlich dazu und enthusiastisch noch weit über den Abpfiff der Saison hinaus. Daniel Kasper, der 19-jährige Stürmer, der mit seinem Traumtor per Fallrückzieher zum 2:0 gegen Gonsenheim vermutlich das Wormatia-Tor der Saison schoss, hat das Programm für den Freudentag und die kommende Zeit schon fest im Kopf: „Wir feiern jetzt mit den Fans ab, im Bus, dann bei Harry im Stadion und ganz ausführlich auf Malle.“ Und genau das untermauern Wormatias Feierbiester beim Duschen mit der Ansage: „Wir geh’n auf die Playa.“ Achtung Mallorca, da kommt was Großes aus der Nibelungenstadt auf die spanische Mittelmeerinsel zu – nämlich der Meister der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar.

    Stimmen und Stimmungen
    Kristjan Glibo, 40 Jahre, Trainer:
    „Es ist wunderschön. Wir haben unsere Mission erfüllt. Woche für Woche haben wir geliefert, haben kein bisschen verkrampft. Ich hab’ Gänsehaut. Jetzt wird nur noch gefeiert.“

    Christian Adam, 39, Co-Trainer:
    „So ein fantastisches Finale. Weltklasse. Wir waren alle fokussiert, schon im Training. Nach dem genialen Tor von Daniel wusste ich: Wir können gar nicht verlieren. Der Titel gehört uns.“

    Sandro Loechelt, 26, Kapitän, Spielmacher:
    „Wir haben es endlich geschafft. Wir waren angespannt, aber voll konzentriert. Wir wollten diesen Titel holen und haben alles dafür gegeben. Das ist der schönste Moment in meiner Fußballer-Karriere.“

    Ricco Cymer, 26, Torwart:
    „Trier war schnell aus unseren Köpfen. Wir haben es am letzten Spieltag klargemacht. Ich freue mich riesig auf die Regionalliga, möchte mich dort mit Wormatia beweisen.“

    Tevin Ihrig, 27, Innenverteidiger:
    „Wir haben das über die ganze Saison gesehen perfekt gemacht, haben immer wieder nach vorne gespielt. Ohne das Duell mit Trier wäre dieser Titel und diese Saison nicht so toll gewesen, wie es sich nun anfühlt. Über die Saison gesehen sind wir der verdiente Meister.“

    Eric Lickert, 26, verletzter Mittelfeldspieler:
    „Ich war heute auf der Bank viel nervöser als auf dem Feld. Ich hätte so gerne öfter mitgespielt. Ich freue mich für alle im Team.“

    Daniel Kasper, 19, Mittelstürmer:
    „Dieses Jahr macht mich enorm stolz. Es war meine erste Saison nach der Jugend. Und dann so ein Erfolg und dazu noch das schönste Tor im wichtigsten Spiel meines Lebens. Einzigartig. Fallrückzieher habe ich übrigens nie im Training geübt. Aber ich wusste sofort, dass das ein Schuss ins Glück wird.“

    Hüpfen, jubeln, singen: Beim VfR Wormatia Worms versteht man sich nicht nur auf gepflegtes Kurzpassspiel. Das junge Team der Wormaten weiß auch die Fußballfeste zu feiern, wie sie fallen. Foto: Marcus Diehl

    Hüpfen, jubeln, singen: Beim VfR Wormatia Worms versteht man sich nicht nur auf gepflegtes Kurzpassspiel. Das junge Team der Wormaten weiß auch die Fußballfeste zu feiern, wie sie fallen. Foto: Marcus Diehl

     

     

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